01.09.2026, 18:01
Obwohl kein Tag verging, an dem sein Hass gegen Syrena nicht dadurch neu geschürt wurde, sobald er das Konterfei des Katers in einer Fensterscheibe oder einer Pfütze am Boden sah, hatte Antares doch tatsächlich beinahe vergessen wie sehr er diese Hexe tatsächlich verabscheute. Das aber wurde ihm nun wieder überdeutlich, als sie auf dem Hocker am Tresen vor ihm saß. Er wusste es war verboten aber so sehr sie ihre Magie unter Kontrolle halten musste und meinte, ihn mit irgend einem dämlichen Spruch von der Seite anmachen zu müssen, genauso kämpfte er dagegen an. Wie gerne hätte er dafür gesorgt, dass das durchaus teure Holz aus dem der Barhocker bestand den sie mit ihrer Anwesenheit entstellt, einen Herstellungsfehler besaß und es genau jetzt dazu kam, dass dieser seinen Tribut forderte. Was gäbe er dafür, in das verdutzte Gesicht der Brünetten zu blicken, wenn sie bemerkte, dass der Untersatz auf dem sie saß, nachgab und ihre dämliche Visage mit einer rasant schnellen Geschwindigkeit aus einem Blickfeld verschwand. Am besten machte ihr Kinn dabei noch Bekanntschaft mit der Platte des Tresens. Ach ja, die Versuchung war wirklich groß, doch Antares wollte diesen Job nicht verlieren. Obwohl es ihm vorher schon Freude bereitete, als Außenstehender die Leute zu beobachten und von ihnen Dinge zu erfahren, um die er gar nicht gefragt hatte, war das in diesem Club eine vollkommen andere Dimension. Die Informationen, die ihm hier zugetragen wurden, gingen weit darüber hinaus, ob der Ehemann nun seine Frau betrogen hatte oder diese das gemeinsame Konto überzog, weil sie kaufsüchtig war.
Nein, er wollte definitiv hierbleiben und dann musste er leider auch seinen Wunsch zurückstellen, Syrena dorthin zu schicken, wo sie hingehörte. Ganz unten auf den Fußboden.
Ihr Blick aber mit dem sie seinen Drink begutachtete, glich bereits wieder einen neuen Kampfansage. Als würde im Glas eine Schabe auf einem Surfbrett ihre Runden drehen. Vielleicht hätte er doch reinspucken sollen. Dies war zwar weit unter seiner Würde, aber diese opferte man doch gerne für eine kleine Genugtuung. So aber war er eben derjenige von ihnen beiden der professionell genug bleiben konnte und sie bekam nichts weiter als seine pure und reine Kunst, einen Drink zu mixen. Nämlich genau so wie dieser gehörte. Und ja, sie mochte ihm optisch vormachen wollen, dass der Cosmo ihr nur mittelmäßig schmeckte. Aber eines der vielen Dinge, die Madame nicht von ihm wusste, war sein Können die Gefühle anderer besser erkennen zu können als diese bereit waren, sie zeigen zu wollen. Und der Brünetten ging da soeben wahrlich einer ab, als sie den ersten Schluck kostete. Antares schmunzelte wissend, ohne sich jedoch allzu deutlich zu erkennen zu geben. Hatte er da etwa gerade eine Schwäche bei Miss Rührmichnichtan gefunden? Das sie den Drink mochte, war auf jeden Fall nun bei ihm abgespeichert. Vielleicht konnte er diese Information ein andermal erfolgreich gegen sie verwenden.
Wie sie also behauptete, ihre Bestellung wäre trinkbar, schnaubte der Dunkelhaarige nur als Antwort. Sollte sie weiterhin in dem Glauben leben, ihn damit getroffen zu haben. Glauben hieß ja bekanntlich nichts wissen.
Wie sie aber für einen Moment, der zu lange dauerte um Zufall zu sein, ihren Blick nicht von seiner Brust, oder betrachtete sie etwa seine Kette etwas genauer? nehmen konnte, zog der Hexer eine Augenbraue nach oben. "Gefällt dir was du siehst?" Er machte sich nichts vor. Selbst wenn sie einige Jahre jünger war als er, bewies sie mit dem Fluch doch, über welches Können sie verfügte. Nicht, dass er sie dafür bewundern würde oder auch nur einen Hauch von Respekt aufbringen konnte. Aber es war eine Tatsache, die man leider nicht außer Acht lassen durfte. Und zu glauben, sie würde die Magie nicht spüren, welche in dem dunklen Stein eingeschlossen war, wäre nicht nur fahrlässig sondern schlichtweg dumm. Natürlich gefiel es ihm nicht, auf die Hilfe eines anderen Hexers oder einer Hexe zurück greifen zu müssen. So genau ins Detail war Mammon damals nicht gegangen, als er ihm die Kette überreichte. Jedes Mal, wenn er die zusätzliche Magie in Anspruch nahm, nagte das an ihm. Aber er schluckte diesen Frust hinunter. Die Tatsache, dass er sich damit wenigstens zeitweise in seine ursprüngliche Erscheinung zurück verwandeln konnte, war was zählte. Sicherlich hätte er auch seine Großmutter oder besser noch seine einflussreiche Verwandtschaft um Hilfe bitten können. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er das tat, war genauso groß wie sein Wunsch, Syrena einen Zungenkuss zu geben. Nicht vorhanden.
Und so blieb es dabei, dass er tagein tagaus auf die Hilfe eines Unbekannten angewiesen war und sich damit um ein weiteres Mal durch einen Gefallen an seinen Boss band, doch alleine der verdatterte Blick der Rothaarigen als sie ihn soeben wiederkannte und war er noch so kurz, war all das wert.
Da er aber tatsächlich nicht nur hier war um die schreckliche Gesellschaft von Syrena ertragen zu müssen, griff er nach einem Tuch um ein Stück neben der Hexe den Tresen abzuputzen. Beinahe zeitgleich mit ihr, erkannte auch er die neue Besucherin des Clubs. Nicht nur, weil einige andere Gäste ihr respektvoll den Weg freimachten und ihr auswichen, als sie näher kam. Antares wusste ganz genau, wer nun erschienen war. Er wusste es so genau, dass er einen Moment in seiner Tätigkeit innehielt. Nicht lange genug, dass es auffiel, aber jemandem, der möglicherweise über eine minimale Auffassungsgabe besaß und sich dafür interessierte, konnte daraus seine Schlüsse ziehen. Nach der kurzzeitigen Unterbrechung, nahm der Dunkelhaarige zwei Gläser herunter und stellte sie in die Spüle.
Die Tatsache, dass Syrena ihn loswerden wollte und ihr Blick sich auf die gerade erschienenen Dämonin haftete könnte ihm eigentlich am Allerwertesten vorbei gehen. Aber wie hieß es so schön? Katzen spielten so gerne mit ihrer Beute. "Nicht, dass ich dir eine Träne nachweinen würde, wenn man dich in deine Einzelteile zerlegt irgendwo am Straßenrand findet. Aber ich würde dem Reinigungspersonal gerne ersparen die Sauerei wegmachen zu müssen, wenn du ihr negativ auffällst." Ein kurzes Zucken mit den Schultern, ein angedeuteter Wink in die Richtung der Dämonin und der Köder war ausgelegt. Denn ja, Antares wusste, um wen es sich handelte und die Tatsache, dass er keinen flotten Spruch drauf hatte, sondern sich stattdessen daran machte, einen weiteren Shaker vorzubereiten in den ein paar andersartige Zutaten wanderten, als eben noch in Syrenas Bestellung, war wohl Beweis genug.
Nein, er wollte definitiv hierbleiben und dann musste er leider auch seinen Wunsch zurückstellen, Syrena dorthin zu schicken, wo sie hingehörte. Ganz unten auf den Fußboden.
Ihr Blick aber mit dem sie seinen Drink begutachtete, glich bereits wieder einen neuen Kampfansage. Als würde im Glas eine Schabe auf einem Surfbrett ihre Runden drehen. Vielleicht hätte er doch reinspucken sollen. Dies war zwar weit unter seiner Würde, aber diese opferte man doch gerne für eine kleine Genugtuung. So aber war er eben derjenige von ihnen beiden der professionell genug bleiben konnte und sie bekam nichts weiter als seine pure und reine Kunst, einen Drink zu mixen. Nämlich genau so wie dieser gehörte. Und ja, sie mochte ihm optisch vormachen wollen, dass der Cosmo ihr nur mittelmäßig schmeckte. Aber eines der vielen Dinge, die Madame nicht von ihm wusste, war sein Können die Gefühle anderer besser erkennen zu können als diese bereit waren, sie zeigen zu wollen. Und der Brünetten ging da soeben wahrlich einer ab, als sie den ersten Schluck kostete. Antares schmunzelte wissend, ohne sich jedoch allzu deutlich zu erkennen zu geben. Hatte er da etwa gerade eine Schwäche bei Miss Rührmichnichtan gefunden? Das sie den Drink mochte, war auf jeden Fall nun bei ihm abgespeichert. Vielleicht konnte er diese Information ein andermal erfolgreich gegen sie verwenden.
Wie sie also behauptete, ihre Bestellung wäre trinkbar, schnaubte der Dunkelhaarige nur als Antwort. Sollte sie weiterhin in dem Glauben leben, ihn damit getroffen zu haben. Glauben hieß ja bekanntlich nichts wissen.
Wie sie aber für einen Moment, der zu lange dauerte um Zufall zu sein, ihren Blick nicht von seiner Brust, oder betrachtete sie etwa seine Kette etwas genauer? nehmen konnte, zog der Hexer eine Augenbraue nach oben. "Gefällt dir was du siehst?" Er machte sich nichts vor. Selbst wenn sie einige Jahre jünger war als er, bewies sie mit dem Fluch doch, über welches Können sie verfügte. Nicht, dass er sie dafür bewundern würde oder auch nur einen Hauch von Respekt aufbringen konnte. Aber es war eine Tatsache, die man leider nicht außer Acht lassen durfte. Und zu glauben, sie würde die Magie nicht spüren, welche in dem dunklen Stein eingeschlossen war, wäre nicht nur fahrlässig sondern schlichtweg dumm. Natürlich gefiel es ihm nicht, auf die Hilfe eines anderen Hexers oder einer Hexe zurück greifen zu müssen. So genau ins Detail war Mammon damals nicht gegangen, als er ihm die Kette überreichte. Jedes Mal, wenn er die zusätzliche Magie in Anspruch nahm, nagte das an ihm. Aber er schluckte diesen Frust hinunter. Die Tatsache, dass er sich damit wenigstens zeitweise in seine ursprüngliche Erscheinung zurück verwandeln konnte, war was zählte. Sicherlich hätte er auch seine Großmutter oder besser noch seine einflussreiche Verwandtschaft um Hilfe bitten können. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er das tat, war genauso groß wie sein Wunsch, Syrena einen Zungenkuss zu geben. Nicht vorhanden.
Und so blieb es dabei, dass er tagein tagaus auf die Hilfe eines Unbekannten angewiesen war und sich damit um ein weiteres Mal durch einen Gefallen an seinen Boss band, doch alleine der verdatterte Blick der Rothaarigen als sie ihn soeben wiederkannte und war er noch so kurz, war all das wert.
Da er aber tatsächlich nicht nur hier war um die schreckliche Gesellschaft von Syrena ertragen zu müssen, griff er nach einem Tuch um ein Stück neben der Hexe den Tresen abzuputzen. Beinahe zeitgleich mit ihr, erkannte auch er die neue Besucherin des Clubs. Nicht nur, weil einige andere Gäste ihr respektvoll den Weg freimachten und ihr auswichen, als sie näher kam. Antares wusste ganz genau, wer nun erschienen war. Er wusste es so genau, dass er einen Moment in seiner Tätigkeit innehielt. Nicht lange genug, dass es auffiel, aber jemandem, der möglicherweise über eine minimale Auffassungsgabe besaß und sich dafür interessierte, konnte daraus seine Schlüsse ziehen. Nach der kurzzeitigen Unterbrechung, nahm der Dunkelhaarige zwei Gläser herunter und stellte sie in die Spüle.
Die Tatsache, dass Syrena ihn loswerden wollte und ihr Blick sich auf die gerade erschienenen Dämonin haftete könnte ihm eigentlich am Allerwertesten vorbei gehen. Aber wie hieß es so schön? Katzen spielten so gerne mit ihrer Beute. "Nicht, dass ich dir eine Träne nachweinen würde, wenn man dich in deine Einzelteile zerlegt irgendwo am Straßenrand findet. Aber ich würde dem Reinigungspersonal gerne ersparen die Sauerei wegmachen zu müssen, wenn du ihr negativ auffällst." Ein kurzes Zucken mit den Schultern, ein angedeuteter Wink in die Richtung der Dämonin und der Köder war ausgelegt. Denn ja, Antares wusste, um wen es sich handelte und die Tatsache, dass er keinen flotten Spruch drauf hatte, sondern sich stattdessen daran machte, einen weiteren Shaker vorzubereiten in den ein paar andersartige Zutaten wanderten, als eben noch in Syrenas Bestellung, war wohl Beweis genug.

