25.10.2026, 01:20
[VIP Bereich]
Gemächlich nippte Damon an seinem Gin, während sein Blick weiterhin durch den VIP-Bereich wanderte. Es war erstaunlich, wie viel man mitbekam, wenn man sich nicht selbst in den Mittelpunkt drängte. Ein beiläufig aufgeschnapptes Gespräch hier, ein verdächtiger Blick dort. Die meisten Wesen waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt auf die Idee zu kommen, dass jemand ihre kleinen Geheimnisse sammeln könnte. Damon hingegen hatte gelernt, dass es sich lohnte, geduldig zu sein. Irgendwann machte jeder einen Fehler. Man musste nur lange genug warten, um ihn zu bemerken. Gerade wollte er sich wieder den Geschehnissen im restlichen Bereich zuwenden, als sich etwas in seiner unmittelbaren Umgebung veränderte. Es war keine offensichtliche Bewegung, nichts, was die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich gezogen hätte. Und doch genügte ein flüchtiger Blick in Richtung des Eingangs des VIP Bereichs, um Damon für einen Moment innehalten zu lassen. Sein Blick verengte sich kaum merklich. Na, das konnte ja heiter werden. Für einen Augenblick fragte er sich, ob er sich tatsächlich nicht getäuscht hatte. Doch dann fiel sein Blick auf die Frau, die gerade den VIP-Bereich betreten hatte, und jeder Zweifel war beseitigt. Lilith. Ausgerechnet die Tochter des Teufels hatte offenbar beschlossen, seiner Stadt wieder einen Besuch abzustatten. Ein leises Seufzen entwich ihm, während er sein Glas an die Lippen führte. Lilith war keine Frau, deren Anwesenheit man einfach ignorieren konnte, zumindest nicht, wenn man wusste, wozu sie fähig war. Beim letzten Mal hatte Damon bereits erfahren müssen, dass ihre Worte ungefähr so viel wert waren wie das Versprechen eines Dämons, der einem seine Seele für einen Gefallen anbot. Vielleicht sogar noch weniger. Lilith verstand es meisterhaft, andere nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen, und besaß dabei die unangenehme Angewohnheit, ihre wahren Absichten erst dann offenzulegen, wenn es längst zu spät war. Damon hatte nicht vor, ihr noch einmal in die Hände zu spielen. Sein Blick glitt kurz zu seiner Sekretärin, die ebenfalls eingetroffen war, ehe er sich wieder Lilith zuwandte. Die beiden in unmittelbarer Nähe zu wissen, war eine Entwicklung, die ihm ganz und gar nicht gefiel. Besonders, weil er nicht einschätzen konnte, weshalb Lilith ausgerechnet jetzt wieder aufgetaucht war. Zufall? Wohl kaum. Bei jemandem wie ihr war Zufall meistens nur ein anderes Wort für einen Plan, dessen Einzelheiten man noch nicht kannte und genau das machte sie gefährlich. Unwillkürlich kam ihm Medea in den Sinn. Wenn Lilith wieder ihre Fäden spann, war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sie versuchte, auch sie in ihr Netz zu ziehen. Damon konnte auf vieles verzichten, aber darauf, dass Lilith ihre Spielchen ausgerechnet in seinem Umfeld austrug, hatte er wenig Lust. Dennoch blieb er, wo er war. Er richtete sich nicht auf, suchte keinen Blickkontakt und machte keinerlei Anstalten, ihrer beider Anwesenheit zur Kenntnis zu nehmen. Damon nahm einen weiteren Schluck Gin und wandte seine Aufmerksamkeit scheinbar wieder dem restlichen VIP-Bereich zu. Er hatte schließlich keinen Grund, sich nur damit zu erfassen. Hier waren so viele Wesen, die seine Aufmerksamkeit bedurften. Viele Geheimnisse zu ergründen. Seine Leute waren überall verteilt, seine Augen und Ohren reichten weit über diesen Raum hinaus, und früher oder später würde er erfahren, was hier in diesen Räumlichkeiten abging.
Gemächlich nippte Damon an seinem Gin, während sein Blick weiterhin durch den VIP-Bereich wanderte. Es war erstaunlich, wie viel man mitbekam, wenn man sich nicht selbst in den Mittelpunkt drängte. Ein beiläufig aufgeschnapptes Gespräch hier, ein verdächtiger Blick dort. Die meisten Wesen waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt auf die Idee zu kommen, dass jemand ihre kleinen Geheimnisse sammeln könnte. Damon hingegen hatte gelernt, dass es sich lohnte, geduldig zu sein. Irgendwann machte jeder einen Fehler. Man musste nur lange genug warten, um ihn zu bemerken. Gerade wollte er sich wieder den Geschehnissen im restlichen Bereich zuwenden, als sich etwas in seiner unmittelbaren Umgebung veränderte. Es war keine offensichtliche Bewegung, nichts, was die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich gezogen hätte. Und doch genügte ein flüchtiger Blick in Richtung des Eingangs des VIP Bereichs, um Damon für einen Moment innehalten zu lassen. Sein Blick verengte sich kaum merklich. Na, das konnte ja heiter werden. Für einen Augenblick fragte er sich, ob er sich tatsächlich nicht getäuscht hatte. Doch dann fiel sein Blick auf die Frau, die gerade den VIP-Bereich betreten hatte, und jeder Zweifel war beseitigt. Lilith. Ausgerechnet die Tochter des Teufels hatte offenbar beschlossen, seiner Stadt wieder einen Besuch abzustatten. Ein leises Seufzen entwich ihm, während er sein Glas an die Lippen führte. Lilith war keine Frau, deren Anwesenheit man einfach ignorieren konnte, zumindest nicht, wenn man wusste, wozu sie fähig war. Beim letzten Mal hatte Damon bereits erfahren müssen, dass ihre Worte ungefähr so viel wert waren wie das Versprechen eines Dämons, der einem seine Seele für einen Gefallen anbot. Vielleicht sogar noch weniger. Lilith verstand es meisterhaft, andere nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen, und besaß dabei die unangenehme Angewohnheit, ihre wahren Absichten erst dann offenzulegen, wenn es längst zu spät war. Damon hatte nicht vor, ihr noch einmal in die Hände zu spielen. Sein Blick glitt kurz zu seiner Sekretärin, die ebenfalls eingetroffen war, ehe er sich wieder Lilith zuwandte. Die beiden in unmittelbarer Nähe zu wissen, war eine Entwicklung, die ihm ganz und gar nicht gefiel. Besonders, weil er nicht einschätzen konnte, weshalb Lilith ausgerechnet jetzt wieder aufgetaucht war. Zufall? Wohl kaum. Bei jemandem wie ihr war Zufall meistens nur ein anderes Wort für einen Plan, dessen Einzelheiten man noch nicht kannte und genau das machte sie gefährlich. Unwillkürlich kam ihm Medea in den Sinn. Wenn Lilith wieder ihre Fäden spann, war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sie versuchte, auch sie in ihr Netz zu ziehen. Damon konnte auf vieles verzichten, aber darauf, dass Lilith ihre Spielchen ausgerechnet in seinem Umfeld austrug, hatte er wenig Lust. Dennoch blieb er, wo er war. Er richtete sich nicht auf, suchte keinen Blickkontakt und machte keinerlei Anstalten, ihrer beider Anwesenheit zur Kenntnis zu nehmen. Damon nahm einen weiteren Schluck Gin und wandte seine Aufmerksamkeit scheinbar wieder dem restlichen VIP-Bereich zu. Er hatte schließlich keinen Grund, sich nur damit zu erfassen. Hier waren so viele Wesen, die seine Aufmerksamkeit bedurften. Viele Geheimnisse zu ergründen. Seine Leute waren überall verteilt, seine Augen und Ohren reichten weit über diesen Raum hinaus, und früher oder später würde er erfahren, was hier in diesen Räumlichkeiten abging.


