24.10.2026, 23:53
“Offensichtlich ist dann wohl zu viel Zeit vergangen seit unserer letzten Begegnung… wenn deine Erinnerung dich derart im Stich lässt”, entgegnete sie schmunzelnd auf seine Begrüßung hin. Natürlich verstand sie die Anspielung, und es war nicht nur geschickt, sondern auch charmant, sie in ein Kompliment zu verpacken, das musste man ihm lassen. Sicherlich wäre das auch ein leichter Einstieg gewesen für sie, um ihm mitzuteilen, weshalb sie ihn hergebeten hatte… was ihr Problem war.
Aber derart mit der Tür ins Haus zu fallen, war einfach nicht Liliths Stil. So empfing man keine Gäste, schon gar nicht enge Freunde, die man schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte. Das… und andererseits war ihre Aufmerksamkeit aktuell auch auf etwas ganz anderes fokussiert; den uneingeladenen Besucher, den Aeshma zu ihrem Treffen mitgebracht hatte.
Eine menschliche Seele hatte nichts zu suchen in einem dämonischen Körper. Ja, einst war dieser Körper menschlich gewesen, und die Seele hatte ihn bewohnt. Aber in dem Augenblick, in dem Aeshma den Wirt tötete, sollte dessen Seele eigentlich ihren bestimmten Weg gehen – entweder in den Himmel, oder in die Hölle, je nachdem, wer da so seine (oder ihre) Hände im Spiel hatte. Lilith hatte bisher noch nie erlebt, dass eine Seele zurückgeblieben war in einem Körper, der nun dämonisch war.
Das allein genügte, um ihren Fokus zu verschieben, zumindest für diesen Augenblick. Eine derartig widernatürliche Anomalie… das war unfassbar spannend. Aeshma schien belustigt, als er ihr die Erklärung lieferte, dass die Seele ‘nicht loslassen’ konnte.
“Also war er zwar gutaussehend, aber anhänglich. Das ist eine eher ungünstige Kombination”, kommentierte sie, nicht minder amüsiert. Gerne hätte Lilith sich jetzt ebenfalls einen Drink gegönnt, oder wahlweise auch eine Zigarette. Allerdings konnte sie sich (noch) nicht entfernen – auch Seelen zu sehen, fiel ihr ohne ihre Gnade deutlich schwerer; auf Distanz war es nahezu unmöglich. Die Aura eines Wesens, natürlich, aber die Einzelheiten einer Seele…
Sie blieb also zunächst, und ließ die Hand, die sie dort vorher schon hingelegt hatte, an Aeshmas Oberarm hinaufgleiten.
“Aber… wie? Es sollte nichts in deinem Körper geben, woran eine Seele sich halten könnte”, mutmaßte sie, nachdenklich. Dämonen hatten keine Seelen, und sie konnten auch kein Gefäß sein für sie. Und doch… sie sah sie deutlich.
“Wie präsent ist sie für dich?”
Aber derart mit der Tür ins Haus zu fallen, war einfach nicht Liliths Stil. So empfing man keine Gäste, schon gar nicht enge Freunde, die man schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatte. Das… und andererseits war ihre Aufmerksamkeit aktuell auch auf etwas ganz anderes fokussiert; den uneingeladenen Besucher, den Aeshma zu ihrem Treffen mitgebracht hatte.
Eine menschliche Seele hatte nichts zu suchen in einem dämonischen Körper. Ja, einst war dieser Körper menschlich gewesen, und die Seele hatte ihn bewohnt. Aber in dem Augenblick, in dem Aeshma den Wirt tötete, sollte dessen Seele eigentlich ihren bestimmten Weg gehen – entweder in den Himmel, oder in die Hölle, je nachdem, wer da so seine (oder ihre) Hände im Spiel hatte. Lilith hatte bisher noch nie erlebt, dass eine Seele zurückgeblieben war in einem Körper, der nun dämonisch war.
Das allein genügte, um ihren Fokus zu verschieben, zumindest für diesen Augenblick. Eine derartig widernatürliche Anomalie… das war unfassbar spannend. Aeshma schien belustigt, als er ihr die Erklärung lieferte, dass die Seele ‘nicht loslassen’ konnte.
“Also war er zwar gutaussehend, aber anhänglich. Das ist eine eher ungünstige Kombination”, kommentierte sie, nicht minder amüsiert. Gerne hätte Lilith sich jetzt ebenfalls einen Drink gegönnt, oder wahlweise auch eine Zigarette. Allerdings konnte sie sich (noch) nicht entfernen – auch Seelen zu sehen, fiel ihr ohne ihre Gnade deutlich schwerer; auf Distanz war es nahezu unmöglich. Die Aura eines Wesens, natürlich, aber die Einzelheiten einer Seele…
Sie blieb also zunächst, und ließ die Hand, die sie dort vorher schon hingelegt hatte, an Aeshmas Oberarm hinaufgleiten.
“Aber… wie? Es sollte nichts in deinem Körper geben, woran eine Seele sich halten könnte”, mutmaßte sie, nachdenklich. Dämonen hatten keine Seelen, und sie konnten auch kein Gefäß sein für sie. Und doch… sie sah sie deutlich.
“Wie präsent ist sie für dich?”

