[Mammon – Medea? – Lilith: Main Floor]
Natürlich bemerkte Lilith sofort, dass Mammon alles andere als erfreut war über ihren Einwand, dass sie durchaus eine ‚Strafe‘ akzeptierte – sie hatte ihm die Karte entwendet, dass er ihr das in einem Gegenzug zurückzahlte, war verständlich – aber das öffentliche Spektakel die Grenzen eines berechtigten Gegenzugs überschritt. Das allein schrie schon danach, dass sie es ihm zurückzahlen musste… dass er sie derartig ins Rampenlicht gezerrt hatte, dass sie nun den ganzen Pöbel am Hals hatte. Wobei, zumindest um letzteres kümmerte er sich immerhin.
Eventuell stimmte sie das wieder etwas milde, eventuell hatte sie aber auch sichtbar Spaß an dem kleinen Spiel, das sie sich hier lieferten. Und Mammon ging es ganz offensichtlich nicht anders, denn sie hörte das Grinsen in seiner Stimme schon lange, bevor sie es sehen konnte, während er dabei war, ihr die nächste Drohung zu versprechen – aber dabei mitten im Satz innehielt. Verwundert machte Lilith einen Schritt zurück und drehte sich um, sodass sie der angedeuteten Richtung seines Nickens folgen konnte.
Auch sie sah Medea nahezu augenblicklich, sobald Mammon sie angesprochen hatte. In ihrem weißen Kleid hob sie sich schon ein wenig von der generellen Masse ab, zumindest hier unten – und Lilith war mindestens ebenso irritiert, dass sie nicht im VIP-Bereich war. Als Hauptorganisatorin des Abends wäre ein Platz dort doch das Mindeste gewesen, das sie hätte aushandeln sollen?
„Hast du vergessen, sie auf die Gästeliste setzen zu lassen?“, konterte sie amüsiert in Richtung Mammon. Die Chance, dass er die Gästeliste überhaupt jemals gesehen hatte, war vermutlich eher gering, so beschäftigt wie er mit Planung und Proben seiner dramatischen Selbstinszenierung gewesen war. Dennoch kein Grund, ihn nicht trotzdem damit aufzuziehen.
Allerdings hatte er ebenso Recht damit, dass jemand wie Medea – die Frau, der sie ihr Leben zu verdanken hatte – sich nicht inmitten dieser Gesellschaft aufhalten sollte.
„Du gehst und rettest sie. Ich besorg’ uns Drinks.“ Einerseits hatten Mammon und sie sich die definitiv verdient; andererseits war ein Drink das Mindeste, das Lilith der Dämonin schuldete.
Sie ließ Mammon zurück für einen kurzen Abstecher zur Bar.
Natürlich bemerkte Lilith sofort, dass Mammon alles andere als erfreut war über ihren Einwand, dass sie durchaus eine ‚Strafe‘ akzeptierte – sie hatte ihm die Karte entwendet, dass er ihr das in einem Gegenzug zurückzahlte, war verständlich – aber das öffentliche Spektakel die Grenzen eines berechtigten Gegenzugs überschritt. Das allein schrie schon danach, dass sie es ihm zurückzahlen musste… dass er sie derartig ins Rampenlicht gezerrt hatte, dass sie nun den ganzen Pöbel am Hals hatte. Wobei, zumindest um letzteres kümmerte er sich immerhin.
Eventuell stimmte sie das wieder etwas milde, eventuell hatte sie aber auch sichtbar Spaß an dem kleinen Spiel, das sie sich hier lieferten. Und Mammon ging es ganz offensichtlich nicht anders, denn sie hörte das Grinsen in seiner Stimme schon lange, bevor sie es sehen konnte, während er dabei war, ihr die nächste Drohung zu versprechen – aber dabei mitten im Satz innehielt. Verwundert machte Lilith einen Schritt zurück und drehte sich um, sodass sie der angedeuteten Richtung seines Nickens folgen konnte.
Auch sie sah Medea nahezu augenblicklich, sobald Mammon sie angesprochen hatte. In ihrem weißen Kleid hob sie sich schon ein wenig von der generellen Masse ab, zumindest hier unten – und Lilith war mindestens ebenso irritiert, dass sie nicht im VIP-Bereich war. Als Hauptorganisatorin des Abends wäre ein Platz dort doch das Mindeste gewesen, das sie hätte aushandeln sollen?
„Hast du vergessen, sie auf die Gästeliste setzen zu lassen?“, konterte sie amüsiert in Richtung Mammon. Die Chance, dass er die Gästeliste überhaupt jemals gesehen hatte, war vermutlich eher gering, so beschäftigt wie er mit Planung und Proben seiner dramatischen Selbstinszenierung gewesen war. Dennoch kein Grund, ihn nicht trotzdem damit aufzuziehen.
Allerdings hatte er ebenso Recht damit, dass jemand wie Medea – die Frau, der sie ihr Leben zu verdanken hatte – sich nicht inmitten dieser Gesellschaft aufhalten sollte.
„Du gehst und rettest sie. Ich besorg’ uns Drinks.“ Einerseits hatten Mammon und sie sich die definitiv verdient; andererseits war ein Drink das Mindeste, das Lilith der Dämonin schuldete.
Sie ließ Mammon zurück für einen kurzen Abstecher zur Bar.

