20.09.2026, 23:04
Im Grunde war es Lilith herzlich egal, was Mammon trug oder nicht trug, egal ob hier oben oder unten im Club. In der Regel war das aber eine sehr zuverlässige Methode, um ihn von einem Thema abzulenken – er konnte endlos und mit sehr großer Vorliebe ausufernd über sich selbst sprechen, oft auch so intensiv, dass er alles Vorhergehende vergaß.
Heute funktionierte das offenbar nicht – allerdings spielte sie auch mit einem unfairen Nachteil. Sie konnte sich kaum auf etwas anderes konzentrieren als die rasende Magie in ihrem Körper. Magie, für die sie so langsam alles geben würde, wenn sie sie nur loswerden könnte. Weiße und schwarze Engelsmagie konnte und sollte nicht in einer Entität koexistieren… es war einfach zu viel. Ihr Körper konnte nicht beides halten.
“Ich dachte, dass wir das schon hinter uns haben.”
„Die Selbstmordgedanken?“ Sie lachte leise, aber bitter auf. „Nein, ich kann dir versichern, die sind noch präsent. Aus anderen Gründen vielleicht inzwischen… aber was macht das schon für einen Unterschied.“
Entwaffnende Ehrlichkeit, darauf basierte die Kommunikation zwischen ihnen meist. So sehr sie sich auch mit Vorliebe gegenseitig ausspielten, Lilith hatte normalerweise keinerlei Gründe, wirklich ernste Themen vor Mammon zu verschleiern oder zu beschönigen.
Sie ertappte sich dabei, wie sie beide Hände wieder in den Saum des Mantels krallte. Es war schwierig, den Griff wieder zu lockern, also ging Lilith ein paar Schritte, weg von der Glasfront und wieder hinein in den Raum, wo sie sich mit beiden Händen an der Rückenlehne des Sofas abstütze. Kurz war sie verleitet, dem Drang nachzugeben, sich dort hinzusetzen… aber vermutlich würde sie ohnehin nicht sitzen bleiben können.
Also versuchte sie zumindest, sich halbwegs auf Mammon und seine Fragen zu konzentrieren. Fragen dazu, was sie vorhatte.
„Ja, vielleicht. Ich weiß es nicht“, gab sie ihm nüchtern zurück. Es war die simple Wahrheit, auch wenn sie weit weg von zufriedenstellend war, weder für sie, noch für ihn. Sie hatte keinen Plan, und wenn sie wüsste, was ihr helfen würde, dann würde sie sicherlich nicht hier stehen und mit Mammon diskutieren.
„Ich weiß es nicht“, wiederholte sie, auf die Frage, ob sie glaube das würde ihr helfen. Es klang redundant und sinnbefreit, all seine Fragen so zu beantworten, aber was sollte sie sonst tun? Immerhin fragte er anschließend nach den Tabletten, und die Antwort konnte Lilith ihm geben. Sie deutete mit einer ausladenden Handbewegung der Länge nach auf ihren – zugegebenermaßen eher gebrechlich anmutenden, aber durchaus aufrecht stehenden – Körper.
„Dosis für drei erwachsene Männer. Ich stehe noch.“
Heute funktionierte das offenbar nicht – allerdings spielte sie auch mit einem unfairen Nachteil. Sie konnte sich kaum auf etwas anderes konzentrieren als die rasende Magie in ihrem Körper. Magie, für die sie so langsam alles geben würde, wenn sie sie nur loswerden könnte. Weiße und schwarze Engelsmagie konnte und sollte nicht in einer Entität koexistieren… es war einfach zu viel. Ihr Körper konnte nicht beides halten.
“Ich dachte, dass wir das schon hinter uns haben.”
„Die Selbstmordgedanken?“ Sie lachte leise, aber bitter auf. „Nein, ich kann dir versichern, die sind noch präsent. Aus anderen Gründen vielleicht inzwischen… aber was macht das schon für einen Unterschied.“
Entwaffnende Ehrlichkeit, darauf basierte die Kommunikation zwischen ihnen meist. So sehr sie sich auch mit Vorliebe gegenseitig ausspielten, Lilith hatte normalerweise keinerlei Gründe, wirklich ernste Themen vor Mammon zu verschleiern oder zu beschönigen.
Sie ertappte sich dabei, wie sie beide Hände wieder in den Saum des Mantels krallte. Es war schwierig, den Griff wieder zu lockern, also ging Lilith ein paar Schritte, weg von der Glasfront und wieder hinein in den Raum, wo sie sich mit beiden Händen an der Rückenlehne des Sofas abstütze. Kurz war sie verleitet, dem Drang nachzugeben, sich dort hinzusetzen… aber vermutlich würde sie ohnehin nicht sitzen bleiben können.
Also versuchte sie zumindest, sich halbwegs auf Mammon und seine Fragen zu konzentrieren. Fragen dazu, was sie vorhatte.
„Ja, vielleicht. Ich weiß es nicht“, gab sie ihm nüchtern zurück. Es war die simple Wahrheit, auch wenn sie weit weg von zufriedenstellend war, weder für sie, noch für ihn. Sie hatte keinen Plan, und wenn sie wüsste, was ihr helfen würde, dann würde sie sicherlich nicht hier stehen und mit Mammon diskutieren.
„Ich weiß es nicht“, wiederholte sie, auf die Frage, ob sie glaube das würde ihr helfen. Es klang redundant und sinnbefreit, all seine Fragen so zu beantworten, aber was sollte sie sonst tun? Immerhin fragte er anschließend nach den Tabletten, und die Antwort konnte Lilith ihm geben. Sie deutete mit einer ausladenden Handbewegung der Länge nach auf ihren – zugegebenermaßen eher gebrechlich anmutenden, aber durchaus aufrecht stehenden – Körper.
„Dosis für drei erwachsene Männer. Ich stehe noch.“

