18.09.2026, 10:44
Mammons Augenrollen genügte, um Hope die Lippen fester aufeinanderpressen zu lassen. Gut. Er verstand es nicht – und offenbar wollte er es auch gar nicht verstehen. Also würde sie ihm nicht noch einmal erklären, weshalb es für sie wichtig war.
Als er Lamia dann wieder ihre „bessere Hälfte“ nannte, störte Hope diesmal weniger die Bezeichnung selbst als das, was er danach sagte. Natürlich konnte Lamia solche Blicke lesen. Sie wusste, wie man Aufmerksamkeit erzeugte, sie festhielt und ausnutzte. Hope musste sich dagegen gerade erklären lassen, woran Neid überhaupt zu erkennen war. Sie sah erneut zu den beiden Frauen hinüber und musterte ihre Haltung nun fast konzentriert.
Steif, ja, vielleicht. Immer wieder zu ihnen herübersehend, auch das stimmte. Aber dieser Gesichtsausdruck? Ihre Stirn zog sich leicht zusammen.
„Welcher Gesichtsausdruck?“ fragte sie schließlich. „Ich hätte wahrscheinlich gedacht, dass sie einfach nur dich ansehen.“ Als Mammon erklärte, dass seine Aufmerksamkeit einen großen Teil des Neids ausmachte, glitt ihr Blick wieder zu ihm. „Also… eigentlich wegen dir.“ Das war wenigstens verständlicher und irgendwie auch beruhigender. Offenbar ging es nicht ausschließlich um sie, sondern ebenso darum, wessen Aufmerksamkeit sie gerade bekam. Sie stand dabei nicht im Fokus, sondern der Sohn des Teufels. Doch nun wollte sie es genauer wissen. „Warum reagieren Menschen eigentlich so stark auf dich? Ich meine… stärker als auf andere Männer.“ Sie zögerte. „War das schon immer so? Auch… in der Hölle?“ Ihre Frage klang vielleicht ungelenk und furchtbar dumm, aber die Neugier bahnte sich zusehends ihren Weg.
Die eben noch vorhandene Leichtigkeit verschwand augenblicklich aus ihrem Gesicht. Er hatte sie tatsächlich bloßstellen wollen. Nicht um ihr zu helfen, sondern schlicht, weil ihm ihre Überforderung Spaß gemacht hatte. Es klang beinahe sadistisch. Ihre Haltung wurde unwillkürlich wieder vorsichtiger.
„Du wolltest also wirklich nur, dass ich mich unwohl fühle“, sagte sie leise. Ernüchternd – und trotzdem nicht die ganze Wahrheit dessen, was auf dieser Bühne passiert war. Mammon hatte entschieden, weshalb er sie hinaufgebracht hatte. Aber nicht, was Hope für sich selbst daraus gemacht hatte. Einen Moment sah sie ihn nur an, dann schlich sich trotz allem ein kleines, ungläubiges Lächeln auf ihre Lippen. „Dann… dann hat mir ein Teil deiner Folter gefallen.“ Himmel, das klang völlig absurd! Und doch stimmte es, ein bisschen zumindest.
Fast noch interessanter war, wie abrupt Mammon ihrer nächsten Frage einen Riegel vorschob. Eben hatte er offen erzählt, dass er keinen Plan gehabt und einfach seinen Spaß gesucht hatte; jetzt genügte eine Frage danach, ob einmal etwas gegen seinen Willen gelaufen war, und plötzlich lag sein Fokus wieder auf seiner Rolle als Teufelssohn, seinem Rang und damit auch eine Distanz zwischen ihnen.
„Das vergesse ich nicht“, murmelte sie und blinzelte nervös dabei. „Ich… ich dachte nur, dass jemand wie der Teufelssohn kein Problem damit hätte, so etwas zuzugeben.“ Das war keinesfalls spitzzüngig von ihr gemeint gewesen. Für Hope war Mammon stark genug, um sich von einer Niederlage nicht kleiner machen lassen zu müssen. Umso auffälliger war, dass gerade dieses Thema offenbar eine Tür war, die er tunlichst geschlossen halten wollte. Ihre Neugier verschwand deshalb nicht, sie wurde nur bedachtsamer.
Dann bot er ihr ausgerechnet zwei Möglichkeiten an, von denen keine wirklich beruhigend klang. Private Räume oder Keller. Beim Keller wusste Hope immerhin, was sie erwartete – und genau das war das Problem. Dort unten warteten Dinge, von denen sie bereits wusste, dass sie unangenehm werden würden.
Die privaten Räume dagegen waren ein schwarzes Loch voller Möglichkeiten, und nach allem, was Mammon über Sex und Orgien erzählt hatte, war „privat“ ganz sicher kein automatisch harmloses Wort für die Dunkelhaarige. Immerhin würde sie dort nicht wieder auf irgendeiner Bühne stehen. „Was genau meinst du mit… privaten Räumen? Was geschieht dort?“ fragte sie vorsichtig. „Den Keller kenne ich zumindest schon aus deiner Beschreibung.“
Das Bekannte war gefährlich. Das Unbekannte vielleicht weniger – oder nur anders. Eigentlich hätte allein dieses Nichtwissen sie zuverlässig zum Keller treiben müssen. Seltsamerweise tat es das nicht. Einige Sekunden brauchte sie trotzdem, ehe sie leise einatmete. „Die privaten Räume.“
Ihr Blick blieb bei Mammon, vorsichtig genug, um deutlich zu machen, dass diese Entscheidung kein Freifahrtschein war. „Aber… du sagst mir vorher, was du vorhast.“ Noch eine kleine Pause. „Und falls ich es mir anders überlege… dann möchte ich wieder gehen.“
Als er Lamia dann wieder ihre „bessere Hälfte“ nannte, störte Hope diesmal weniger die Bezeichnung selbst als das, was er danach sagte. Natürlich konnte Lamia solche Blicke lesen. Sie wusste, wie man Aufmerksamkeit erzeugte, sie festhielt und ausnutzte. Hope musste sich dagegen gerade erklären lassen, woran Neid überhaupt zu erkennen war. Sie sah erneut zu den beiden Frauen hinüber und musterte ihre Haltung nun fast konzentriert.
Steif, ja, vielleicht. Immer wieder zu ihnen herübersehend, auch das stimmte. Aber dieser Gesichtsausdruck? Ihre Stirn zog sich leicht zusammen.
„Welcher Gesichtsausdruck?“ fragte sie schließlich. „Ich hätte wahrscheinlich gedacht, dass sie einfach nur dich ansehen.“ Als Mammon erklärte, dass seine Aufmerksamkeit einen großen Teil des Neids ausmachte, glitt ihr Blick wieder zu ihm. „Also… eigentlich wegen dir.“ Das war wenigstens verständlicher und irgendwie auch beruhigender. Offenbar ging es nicht ausschließlich um sie, sondern ebenso darum, wessen Aufmerksamkeit sie gerade bekam. Sie stand dabei nicht im Fokus, sondern der Sohn des Teufels. Doch nun wollte sie es genauer wissen. „Warum reagieren Menschen eigentlich so stark auf dich? Ich meine… stärker als auf andere Männer.“ Sie zögerte. „War das schon immer so? Auch… in der Hölle?“ Ihre Frage klang vielleicht ungelenk und furchtbar dumm, aber die Neugier bahnte sich zusehends ihren Weg.
Die eben noch vorhandene Leichtigkeit verschwand augenblicklich aus ihrem Gesicht. Er hatte sie tatsächlich bloßstellen wollen. Nicht um ihr zu helfen, sondern schlicht, weil ihm ihre Überforderung Spaß gemacht hatte. Es klang beinahe sadistisch. Ihre Haltung wurde unwillkürlich wieder vorsichtiger.
„Du wolltest also wirklich nur, dass ich mich unwohl fühle“, sagte sie leise. Ernüchternd – und trotzdem nicht die ganze Wahrheit dessen, was auf dieser Bühne passiert war. Mammon hatte entschieden, weshalb er sie hinaufgebracht hatte. Aber nicht, was Hope für sich selbst daraus gemacht hatte. Einen Moment sah sie ihn nur an, dann schlich sich trotz allem ein kleines, ungläubiges Lächeln auf ihre Lippen. „Dann… dann hat mir ein Teil deiner Folter gefallen.“ Himmel, das klang völlig absurd! Und doch stimmte es, ein bisschen zumindest.
Fast noch interessanter war, wie abrupt Mammon ihrer nächsten Frage einen Riegel vorschob. Eben hatte er offen erzählt, dass er keinen Plan gehabt und einfach seinen Spaß gesucht hatte; jetzt genügte eine Frage danach, ob einmal etwas gegen seinen Willen gelaufen war, und plötzlich lag sein Fokus wieder auf seiner Rolle als Teufelssohn, seinem Rang und damit auch eine Distanz zwischen ihnen.
„Das vergesse ich nicht“, murmelte sie und blinzelte nervös dabei. „Ich… ich dachte nur, dass jemand wie der Teufelssohn kein Problem damit hätte, so etwas zuzugeben.“ Das war keinesfalls spitzzüngig von ihr gemeint gewesen. Für Hope war Mammon stark genug, um sich von einer Niederlage nicht kleiner machen lassen zu müssen. Umso auffälliger war, dass gerade dieses Thema offenbar eine Tür war, die er tunlichst geschlossen halten wollte. Ihre Neugier verschwand deshalb nicht, sie wurde nur bedachtsamer.
Dann bot er ihr ausgerechnet zwei Möglichkeiten an, von denen keine wirklich beruhigend klang. Private Räume oder Keller. Beim Keller wusste Hope immerhin, was sie erwartete – und genau das war das Problem. Dort unten warteten Dinge, von denen sie bereits wusste, dass sie unangenehm werden würden.
Die privaten Räume dagegen waren ein schwarzes Loch voller Möglichkeiten, und nach allem, was Mammon über Sex und Orgien erzählt hatte, war „privat“ ganz sicher kein automatisch harmloses Wort für die Dunkelhaarige. Immerhin würde sie dort nicht wieder auf irgendeiner Bühne stehen. „Was genau meinst du mit… privaten Räumen? Was geschieht dort?“ fragte sie vorsichtig. „Den Keller kenne ich zumindest schon aus deiner Beschreibung.“
Das Bekannte war gefährlich. Das Unbekannte vielleicht weniger – oder nur anders. Eigentlich hätte allein dieses Nichtwissen sie zuverlässig zum Keller treiben müssen. Seltsamerweise tat es das nicht. Einige Sekunden brauchte sie trotzdem, ehe sie leise einatmete. „Die privaten Räume.“
Ihr Blick blieb bei Mammon, vorsichtig genug, um deutlich zu machen, dass diese Entscheidung kein Freifahrtschein war. „Aber… du sagst mir vorher, was du vorhast.“ Noch eine kleine Pause. „Und falls ich es mir anders überlege… dann möchte ich wieder gehen.“

