Vor 9 Stunden
Sie spürte seine Überforderung mit der Situation. Es war in seiner Haltung, der Art, wie er seine Worte wählte, wie er sie musterte und jede ihrer Bewegungen verfolgte. War das Sorge in seinem Blick? Ganz genau konnte Lilith es nicht sagen, es war zu lange her, dass er sich zuletzt um sie gesorgt hatte – Hunderte von Jahren definitiv. Aber heute Abend spürte sie es deutlich, den gesamten Abend schon, von der Heilung über ihr Gespräch danach… bis jetzt. Es war ein seltsames Gefühl – in dieser Position zu sein einerseits, angewiesen auf andere… auf Hilfe. Aber auch die Situation an sich… und dass sie nun auch Gefühle dazu hatte, wenn er seine Provokationen unterließ, weil es ihr offensichtlich nicht gut ging. Wenn er so vehement nachfragte, obwohl sie ihm Auswege aus dieser Unterhaltung bot.
Es drückte irgendwie auf ihren Brustkorb, dass es eine Bedeutung hatte. Aber aktuell passierte sonst einfach zu viel in ihrem Körper, als dass Lilith die Kapazität hätte aufbringen können, ihre Gefühle zu sortieren, selbst wenn sie gewollt hätte. Es war am besten, sie einfach zu ignorieren und zu warten, bis sie vorbei gingen – das hatte Mammon ihr ja auch neulich erst empfohlen.
Inzwischen war sie im Wohnbereich, nahe der Wandverglasung mit dem Blick ins Valen. Der Welt, die sich unaufhörlich weiterbewegte, selbst wenn sie kein Teil mehr davon war.
Obwohl Lilith nicht sonderlich schnell ging, dauerte es einen ganzen Moment, bis Mammon ihr gefolgt war – Unsicherheit in seinen Schritten, in jeder seiner Handlungen. Aber immerhin ging er direkt auf ihre Frage ein und erzählte, dass er sich hatte umziehen wollen, weil seinen Sakko befleckt worden war.
„Du hättest ihn… einfach ausziehen können“, gab sie neutral zurück. Gemessen an den Maßstäben des Clubs war die Nacht noch nicht so weit fortgeschritten, ja, aber es war auch nicht früh. Und ein hochwertiges Hemd, ein paar Knöpfe geöffnet, die Ärmel hochgeschoben – vermutlich hätte es sogar besser ausgesehen, und es war der Uhrzeit nicht unangemessen.
Aber entgegen ihres ersten Eindrucks ließ Mammon sich doch nicht in eine Unterhaltung über seine Garderobe ziehen, sie im Idealfall damit endete, dass er korrigierte, was er korrigieren wollte und dann zurück in den Club ging. Er bemerkte ihre Absicht, und Lilith musste unwillkürlich schmunzeln, als er sie so offensichtlich zur Rede stellte. Mammon war oftmals so ratlos in diesen subtilen Vorgängen, dass sie nicht anders konnte als eventuell ein klein wenig stolz zu sein, wenn er einen ihrer Tricks entlarvte – allerdings war sie derzeit natürlich auch weit entfernt von ihrer regulären Form.
Er fragte erneut, was sie vorhatte, und diesmal gab sie nach… auch wenn ihn das vermutlich ebenso wenig zufriedenstellen würde wie ihre vorherigen Antworten.
„Ich hab es… dir doch gesagt. Ich muss… raus“ Die Geschichte mit dem Mantel sparte sie sich zu erklären, Mammon war nicht dumm. Er würde schon selbst schlussfolgern können, dass sie mit den Zeichen weißer Magie in ihrem Körper draußen nicht hausieren gehen sollte.
„Und nicht… auf die Terrasse. Ich würde mir… selbst nicht trauen dort.“ Jede Minute mehr der kribbelnden Energie unter ihrer Haut, und sie würde vielleicht vom Dach springen. Einfach nur damit es endlich aufhörte.
Es drückte irgendwie auf ihren Brustkorb, dass es eine Bedeutung hatte. Aber aktuell passierte sonst einfach zu viel in ihrem Körper, als dass Lilith die Kapazität hätte aufbringen können, ihre Gefühle zu sortieren, selbst wenn sie gewollt hätte. Es war am besten, sie einfach zu ignorieren und zu warten, bis sie vorbei gingen – das hatte Mammon ihr ja auch neulich erst empfohlen.
Inzwischen war sie im Wohnbereich, nahe der Wandverglasung mit dem Blick ins Valen. Der Welt, die sich unaufhörlich weiterbewegte, selbst wenn sie kein Teil mehr davon war.
Obwohl Lilith nicht sonderlich schnell ging, dauerte es einen ganzen Moment, bis Mammon ihr gefolgt war – Unsicherheit in seinen Schritten, in jeder seiner Handlungen. Aber immerhin ging er direkt auf ihre Frage ein und erzählte, dass er sich hatte umziehen wollen, weil seinen Sakko befleckt worden war.
„Du hättest ihn… einfach ausziehen können“, gab sie neutral zurück. Gemessen an den Maßstäben des Clubs war die Nacht noch nicht so weit fortgeschritten, ja, aber es war auch nicht früh. Und ein hochwertiges Hemd, ein paar Knöpfe geöffnet, die Ärmel hochgeschoben – vermutlich hätte es sogar besser ausgesehen, und es war der Uhrzeit nicht unangemessen.
Aber entgegen ihres ersten Eindrucks ließ Mammon sich doch nicht in eine Unterhaltung über seine Garderobe ziehen, sie im Idealfall damit endete, dass er korrigierte, was er korrigieren wollte und dann zurück in den Club ging. Er bemerkte ihre Absicht, und Lilith musste unwillkürlich schmunzeln, als er sie so offensichtlich zur Rede stellte. Mammon war oftmals so ratlos in diesen subtilen Vorgängen, dass sie nicht anders konnte als eventuell ein klein wenig stolz zu sein, wenn er einen ihrer Tricks entlarvte – allerdings war sie derzeit natürlich auch weit entfernt von ihrer regulären Form.
Er fragte erneut, was sie vorhatte, und diesmal gab sie nach… auch wenn ihn das vermutlich ebenso wenig zufriedenstellen würde wie ihre vorherigen Antworten.
„Ich hab es… dir doch gesagt. Ich muss… raus“ Die Geschichte mit dem Mantel sparte sie sich zu erklären, Mammon war nicht dumm. Er würde schon selbst schlussfolgern können, dass sie mit den Zeichen weißer Magie in ihrem Körper draußen nicht hausieren gehen sollte.
„Und nicht… auf die Terrasse. Ich würde mir… selbst nicht trauen dort.“ Jede Minute mehr der kribbelnden Energie unter ihrer Haut, und sie würde vielleicht vom Dach springen. Einfach nur damit es endlich aufhörte.

