01.09.2026, 10:38
Mammons Antwort auf ihre Frage nach den Auren traf Hope in zwei vollkommen unterschiedliche Richtungen. Zuerst war da beinahe Erleichterung: Nicht vermischt. Da war also noch eine Grenze, etwas, das sich unterscheiden ließ, selbst wenn Hope längst nicht mehr wusste, wo genau sie verlief. Dann folgte der Rest seiner Erklärung und machte alles wieder komplizierter. Auch Lamias Aura war nicht rein dämonisch, wenn sie den Körper übernahm. Natürlich konnte diese verdammte Antwort nicht einfach sein. Und bessere Hälfte? Selbstverständlich fand Mammon als Sohn des Teufels ausgerechnet Lamia besser. Hope schluckte den kleinen Stich hinunter und sah ihn dann ungewöhnlich direkt an. „Heißt das… dass bei ihr auch etwas von mir bleibt?“ Ihre Stimme wurde während sie dies sagte, etwas leiser. „Auch wenn sie… die Kontrolle hat?“ Sie wollte die Antwort wissen und fürchtete sie gleichzeitig. Vielleicht bedeutete es aber auch, dass selbst während Lamias Übernahmen etwas von Hope in diesem Körper zurückblieb – und dieser Gedanke stellte plötzlich einiges mehr auf den Kopf.
Seine Reaktion auf das Paar unter ihnen half kein bisschen. Hope suchte die Vampirin zwischen den Lichtern. „Aber wenn er nicht weiß, dass sie…“ Sie brach ab. Wozu auch? Mammon hatte mit seiner Sorge um blutverschmierte Möbel ziemlich eindeutig klargemacht, wo seine Prioritäten lagen. Nicht der Mann. Nicht die Möglichkeit, dass er sterben könnte. Hauptsache, seine verdammten Polster blieben sauber. Himmel. Hope fragte sich, ob sie ihn warnen sollte, doch sie wusste nicht einmal, ob die Vampirin ihn wirklich töten wollte. Mit einem Mal sah Hope unter all dem Gold und den Lichtern wieder deutlicher, was für Mammon hier ebenso selbstverständlich zum Vergnügen gehörte wie Musik und Alkohol.
Und dann erwischte Mammon sie auch noch beim Mustern. Verdammt. Hope hob ihren Bramble so hastig an die Lippen, dass das Glas beinahe ihre Nase streifte, und benutzte es als Versteck. „Ich hab dich doch gar nicht—“ Sie brach ab. Doch. hatte sie. Und er wusste es natürlich. Seine Bemerkung darüber, dass darunter alles noch attraktiver sei, ließ ihre Augen über dem Glasrand nur noch größer werden, und als er auch noch Sex-Orgien erwähnte und ihr anbot, daran teilzunehmen, war endgültig Schluss mit irgendeiner würdevollen Reaktion. „Nein!“ Viel zu schnell. Großartig. Hope presste das Glas gegen die Lippen, ohne zu trinken. Seine nächste Bemerkung traf anders. In diesem Fummel wirkst du auf einige Männer sicher attraktiv. Hopes Blick sank automatisch an sich hinunter. Das Kleid. Die Beine. Die feminine Silhouette, die sie sonst eher verbarg. Lamia hatte das ausgesucht und konnte so etwas tragen, als gehörte diese Weiblichkeit selbstverständlich zu ihr. Hope wusste ja nicht einmal, ob Männer sie überhaupt so wahrnahmen. „Wegen… des Kleides?“ fragte sie beinahe ungläubig. Ausgerechnet Mammon sagte es so selbstverständlich, als wäre daran überhaupt nichts Überraschendes. Für Hope war es das sehr wohl. Und verdammt noch mal, irgendein kleiner Teil von ihr mochte, wie sich diese Gewissheit anfühlte.
Als Mammon über ihr Eingeständnis lachte, nicht tanzen zu können, brach dieses kleine warme Gefühl sofort wieder in sich zusammen. Natürlich. Man erzählte etwas Peinliches über sich und bekam prompt bestätigt, warum man solche Dinge besser für sich behielt. Hope zog die Schultern näher an den Körper und senkte verlegen den Blick. „Ich hab doch gesagt, dass ich es nicht kann“, murmelte sie. Das bisschen Mut zog sich schon wieder zurück, als Mammon plötzlich verkündete: „Gut… dann werden wir das jetzt ändern.“ Hope hob den Kopf. „Was?!“
Doch mehr Zeit bekam sie nicht. Seine Hand schloss sich um ihr Handgelenk und im nächsten Moment bestand ihre Welt nur noch aus Bewegung. Ein Ruck, Brombeerdrink, der gefährlich gegen den Glasrand schwappte, viel zu hohe Pumps und Stufen, die schneller unter ihren Füßen auftauchten, als irgendein vernünftiger Mensch verlangen durfte. „Mammon—!“ Verdammt, das Glas! Die Schuhe! Das Kleid! Und warum zum Teufel lief dieser Mann so schnell?! Ihre freie Hand versuchte gleichzeitig den Bramble zu retten und einen Sturz zu verhindern. „Warte— ich meinte doch nur—“ Zu spät. Natürlich war es zu spät. Die Galerie verschwand über ihr, der Bass wurde lauter, die Menschen größer. Empathische Abrissbirne. Verfluchte empathische Abrissbirne! Sie hatte gesagt, sie wollte erst einmal an den Rand der Tanzfläche.
Dann begriff sie, wohin er sie brachte. Die Bühne. Oh nein. Nein, nein, nein! Irgendwo in ihrem Gedächtnis existierte tatsächlich so ein Albtraum – plötzlich vor einer Menge stehen, alle Augen auf sich gerichtet, ohne zu wissen, was man tun sollte. Stechende Blicke, die wirklich verdammt weh taten! Damals hatte sie wenigstens aufwachen können. Jetzt spürte sie den Bühnenboden unter ihren Pumps, das Glas in ihrer Hand, die Scheinwerfer auf ihrer Haut. Alles war viel zu echt. Dann verstummte die Musik. Ausgerechnet die Stille war schlimmer als der Lärm. Hope fuhr zu Mammon herum. Was. Tust. Du?! „Mammon…“ Ihre Stimme war nicht mehr als ein Krächzen und mehr schaffte sie nicht. Denn er nahm das Mikrofon.
Als er von einem „extremen Notfall“ sprach, auf sie zeigte und dem ganzen Club erzählte, dass sie nicht tanzen konnte, brach in Hope endgültig alles gleichzeitig los. Das Raunen der Menge traf sie beinahe körperlich. Ihr Herz schoss los; ihr Gesicht brannte, während es ihr eiskalt über den Rücken lief. Weg. Sie musste hier weg, sofort! Nur wohin zum Teufel?! Überall Augen, hinter ihr Licht. Neben ihr Mammon und unter ihren Füßen natürlich keine rettende Falltür.
Das Raunen wurde dumpf, ein dünnes Pfeifen legte sich darüber, und plötzlich wurden die Ränder ihres Blickfelds dunkel. Der Boden schwankte. Oder war sie es? Oh Gott. Nicht ohnmächtig werden. Bitte nicht. Nicht hier. Nicht vor allen Leuten! Die Vorstellung, Mammon müsste sie vor dem ganzen Club vom Boden aufsammeln, war so entsetzlich, dass sie sich zu einem Atemzug zwang. Und noch einem. Der Bramble war längst kein Getränk mehr, sondern ein Schutzschild. Sie hätte gerade impulsiv jeden seiner Folterräume genommen. Er durfte sogar dabei zusehen! Alles war gerade besser als das hier.
Dann begann er zu spielen, und Hope stand zunächst einfach nur da. Knallrot und steif wie ein Brett, ohne auch nur mit einem Muskel zu zucken, beinahe katatonisch. Verloren im Bühnenlicht, während Mammon sang und unter ihr wieder Bewegung in die Menge kam.
Erst nach einigen Sekunden begriff sie es. Die Leute tanzten. Fast alle. Und sie machten dieselben Bewegungen. Nicht besonders elegant, teilweise chaotisch. Einer setzte zu spät ein, zwei Gäste stießen beinahe zusammen und machten trotzdem weiter. Noch immer raste ihr Herz und die Sekunden, nein, es waren Minuten, verstrichen. Das Lied ging verdammt lang, oder zog er es absichtlich in die Länge, bis sie einsetzen würde?
In ihrer katatonischen Panik entstand langsam ein winziger Riss. Niemand schien darauf zu warten, dass sie versagte. Niemand verlangte eine komplizierte Choreografie. Dieses Lied war offenbar dafür gemacht, einfach mitzumachen und sich irgendwie zu bewegen. War es tatsächlich egal, dass sie es nicht konnte? Der Gedanke fühlte sich so ungewohnt an, dass Hope ihm kaum traute.
Sie sah zu Mammon hinüber, und ihr Blick versprach ziemlich eindeutig, dass sie ihn für diese öffentliche Hinrichtung ihres letzten Restes Würde noch hassen durfte. Dann glitt ihr Blick wieder zu den Gästen und es dauerte weitere Minuten, in denen die Situation in ihr weiterwirken konnte.
Ihr Fuß kannte den Rhythmus von oben und bewegte sich wieder, klein zunächst, als würde er testen, ob Hope ihn zurückpfiff, doch sie tat es nicht. Noch ein Schritt. Es war zu spät. Hope erstarrte, sah hastig hinunter – niemand schien es bemerkt zu haben. Also noch einmal. Diesmal bewusster und näher am Rhythmus. Für die Dunkelhaarige war dies ein riesiger Schritt im wahrsten Sinne des Wortes.
Dann eine der einfachen Bewegungen der anderen. Ungelenk und zögerlich, danach sofort mit dem Bedürfnis, sie ungeschehen zu machen. Dann noch eine, verdammt vorsichtig. Aber sie tat es. Mammon hatte sie von ihrer Galerie heruntergezerrt und vor einem ganzen Nachtclub bloßgestellt – aber diesen Schritt hatte er nicht für sie gemacht. Den hatte sie gewählt. Als sie bei der nächsten Bewegung prompt wieder falsch lag und unten gleichzeitig irgendein Mann fast genauso unbeholfen seinen Nachbarn streifte, entkam ihr plötzlich ein kurzes Lachen. Echt und hell, was sie vollkommen überraschte.
Dann sah sie zu Mammon, die Wangen glühend, die Augen voller Überforderung und mit einem Rest jenes eindeutigen Du bist unmöglich, das er sich redlich verdient hatte. Doch auch gleichzeitig irgendetwas an das sie sich festhalten wollte, wenn auch nur mit einem Blick. Denn geheuer war es ihr beileibe nicht. Aber da war nun noch etwas anderes. Ein winziger Teil von ihr wagte gerade Spaß zu haben…
Seine Reaktion auf das Paar unter ihnen half kein bisschen. Hope suchte die Vampirin zwischen den Lichtern. „Aber wenn er nicht weiß, dass sie…“ Sie brach ab. Wozu auch? Mammon hatte mit seiner Sorge um blutverschmierte Möbel ziemlich eindeutig klargemacht, wo seine Prioritäten lagen. Nicht der Mann. Nicht die Möglichkeit, dass er sterben könnte. Hauptsache, seine verdammten Polster blieben sauber. Himmel. Hope fragte sich, ob sie ihn warnen sollte, doch sie wusste nicht einmal, ob die Vampirin ihn wirklich töten wollte. Mit einem Mal sah Hope unter all dem Gold und den Lichtern wieder deutlicher, was für Mammon hier ebenso selbstverständlich zum Vergnügen gehörte wie Musik und Alkohol.
Und dann erwischte Mammon sie auch noch beim Mustern. Verdammt. Hope hob ihren Bramble so hastig an die Lippen, dass das Glas beinahe ihre Nase streifte, und benutzte es als Versteck. „Ich hab dich doch gar nicht—“ Sie brach ab. Doch. hatte sie. Und er wusste es natürlich. Seine Bemerkung darüber, dass darunter alles noch attraktiver sei, ließ ihre Augen über dem Glasrand nur noch größer werden, und als er auch noch Sex-Orgien erwähnte und ihr anbot, daran teilzunehmen, war endgültig Schluss mit irgendeiner würdevollen Reaktion. „Nein!“ Viel zu schnell. Großartig. Hope presste das Glas gegen die Lippen, ohne zu trinken. Seine nächste Bemerkung traf anders. In diesem Fummel wirkst du auf einige Männer sicher attraktiv. Hopes Blick sank automatisch an sich hinunter. Das Kleid. Die Beine. Die feminine Silhouette, die sie sonst eher verbarg. Lamia hatte das ausgesucht und konnte so etwas tragen, als gehörte diese Weiblichkeit selbstverständlich zu ihr. Hope wusste ja nicht einmal, ob Männer sie überhaupt so wahrnahmen. „Wegen… des Kleides?“ fragte sie beinahe ungläubig. Ausgerechnet Mammon sagte es so selbstverständlich, als wäre daran überhaupt nichts Überraschendes. Für Hope war es das sehr wohl. Und verdammt noch mal, irgendein kleiner Teil von ihr mochte, wie sich diese Gewissheit anfühlte.
Als Mammon über ihr Eingeständnis lachte, nicht tanzen zu können, brach dieses kleine warme Gefühl sofort wieder in sich zusammen. Natürlich. Man erzählte etwas Peinliches über sich und bekam prompt bestätigt, warum man solche Dinge besser für sich behielt. Hope zog die Schultern näher an den Körper und senkte verlegen den Blick. „Ich hab doch gesagt, dass ich es nicht kann“, murmelte sie. Das bisschen Mut zog sich schon wieder zurück, als Mammon plötzlich verkündete: „Gut… dann werden wir das jetzt ändern.“ Hope hob den Kopf. „Was?!“
Doch mehr Zeit bekam sie nicht. Seine Hand schloss sich um ihr Handgelenk und im nächsten Moment bestand ihre Welt nur noch aus Bewegung. Ein Ruck, Brombeerdrink, der gefährlich gegen den Glasrand schwappte, viel zu hohe Pumps und Stufen, die schneller unter ihren Füßen auftauchten, als irgendein vernünftiger Mensch verlangen durfte. „Mammon—!“ Verdammt, das Glas! Die Schuhe! Das Kleid! Und warum zum Teufel lief dieser Mann so schnell?! Ihre freie Hand versuchte gleichzeitig den Bramble zu retten und einen Sturz zu verhindern. „Warte— ich meinte doch nur—“ Zu spät. Natürlich war es zu spät. Die Galerie verschwand über ihr, der Bass wurde lauter, die Menschen größer. Empathische Abrissbirne. Verfluchte empathische Abrissbirne! Sie hatte gesagt, sie wollte erst einmal an den Rand der Tanzfläche.
Dann begriff sie, wohin er sie brachte. Die Bühne. Oh nein. Nein, nein, nein! Irgendwo in ihrem Gedächtnis existierte tatsächlich so ein Albtraum – plötzlich vor einer Menge stehen, alle Augen auf sich gerichtet, ohne zu wissen, was man tun sollte. Stechende Blicke, die wirklich verdammt weh taten! Damals hatte sie wenigstens aufwachen können. Jetzt spürte sie den Bühnenboden unter ihren Pumps, das Glas in ihrer Hand, die Scheinwerfer auf ihrer Haut. Alles war viel zu echt. Dann verstummte die Musik. Ausgerechnet die Stille war schlimmer als der Lärm. Hope fuhr zu Mammon herum. Was. Tust. Du?! „Mammon…“ Ihre Stimme war nicht mehr als ein Krächzen und mehr schaffte sie nicht. Denn er nahm das Mikrofon.
Als er von einem „extremen Notfall“ sprach, auf sie zeigte und dem ganzen Club erzählte, dass sie nicht tanzen konnte, brach in Hope endgültig alles gleichzeitig los. Das Raunen der Menge traf sie beinahe körperlich. Ihr Herz schoss los; ihr Gesicht brannte, während es ihr eiskalt über den Rücken lief. Weg. Sie musste hier weg, sofort! Nur wohin zum Teufel?! Überall Augen, hinter ihr Licht. Neben ihr Mammon und unter ihren Füßen natürlich keine rettende Falltür.
Das Raunen wurde dumpf, ein dünnes Pfeifen legte sich darüber, und plötzlich wurden die Ränder ihres Blickfelds dunkel. Der Boden schwankte. Oder war sie es? Oh Gott. Nicht ohnmächtig werden. Bitte nicht. Nicht hier. Nicht vor allen Leuten! Die Vorstellung, Mammon müsste sie vor dem ganzen Club vom Boden aufsammeln, war so entsetzlich, dass sie sich zu einem Atemzug zwang. Und noch einem. Der Bramble war längst kein Getränk mehr, sondern ein Schutzschild. Sie hätte gerade impulsiv jeden seiner Folterräume genommen. Er durfte sogar dabei zusehen! Alles war gerade besser als das hier.
Dann begann er zu spielen, und Hope stand zunächst einfach nur da. Knallrot und steif wie ein Brett, ohne auch nur mit einem Muskel zu zucken, beinahe katatonisch. Verloren im Bühnenlicht, während Mammon sang und unter ihr wieder Bewegung in die Menge kam.
Erst nach einigen Sekunden begriff sie es. Die Leute tanzten. Fast alle. Und sie machten dieselben Bewegungen. Nicht besonders elegant, teilweise chaotisch. Einer setzte zu spät ein, zwei Gäste stießen beinahe zusammen und machten trotzdem weiter. Noch immer raste ihr Herz und die Sekunden, nein, es waren Minuten, verstrichen. Das Lied ging verdammt lang, oder zog er es absichtlich in die Länge, bis sie einsetzen würde?
In ihrer katatonischen Panik entstand langsam ein winziger Riss. Niemand schien darauf zu warten, dass sie versagte. Niemand verlangte eine komplizierte Choreografie. Dieses Lied war offenbar dafür gemacht, einfach mitzumachen und sich irgendwie zu bewegen. War es tatsächlich egal, dass sie es nicht konnte? Der Gedanke fühlte sich so ungewohnt an, dass Hope ihm kaum traute.
Sie sah zu Mammon hinüber, und ihr Blick versprach ziemlich eindeutig, dass sie ihn für diese öffentliche Hinrichtung ihres letzten Restes Würde noch hassen durfte. Dann glitt ihr Blick wieder zu den Gästen und es dauerte weitere Minuten, in denen die Situation in ihr weiterwirken konnte.
Ihr Fuß kannte den Rhythmus von oben und bewegte sich wieder, klein zunächst, als würde er testen, ob Hope ihn zurückpfiff, doch sie tat es nicht. Noch ein Schritt. Es war zu spät. Hope erstarrte, sah hastig hinunter – niemand schien es bemerkt zu haben. Also noch einmal. Diesmal bewusster und näher am Rhythmus. Für die Dunkelhaarige war dies ein riesiger Schritt im wahrsten Sinne des Wortes.
Dann eine der einfachen Bewegungen der anderen. Ungelenk und zögerlich, danach sofort mit dem Bedürfnis, sie ungeschehen zu machen. Dann noch eine, verdammt vorsichtig. Aber sie tat es. Mammon hatte sie von ihrer Galerie heruntergezerrt und vor einem ganzen Nachtclub bloßgestellt – aber diesen Schritt hatte er nicht für sie gemacht. Den hatte sie gewählt. Als sie bei der nächsten Bewegung prompt wieder falsch lag und unten gleichzeitig irgendein Mann fast genauso unbeholfen seinen Nachbarn streifte, entkam ihr plötzlich ein kurzes Lachen. Echt und hell, was sie vollkommen überraschte.
Dann sah sie zu Mammon, die Wangen glühend, die Augen voller Überforderung und mit einem Rest jenes eindeutigen Du bist unmöglich, das er sich redlich verdient hatte. Doch auch gleichzeitig irgendetwas an das sie sich festhalten wollte, wenn auch nur mit einem Blick. Denn geheuer war es ihr beileibe nicht. Aber da war nun noch etwas anderes. Ein winziger Teil von ihr wagte gerade Spaß zu haben…

