04.05.2026, 22:02
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 08:50 von Buffy Summers.)
Initial war es vermutlich der Schlag, der sie derartig erschreckte und aufschreckte, dass Lilith kurz orientierungslos wirkte. Der Sprung von der Traumebene zurück ins Penthouse war abrupt und überraschender gewesen, als sie erwartet hätte. Mammon hatte es offenbar nicht bei einem Rufen belassen, sondern sie berührt – und wenn man ihren Körper so betrachtete, dann war die Dosis weiße Engelsmagie, die sie abbekommen hatte, sicherlich nicht gering.
Wahrscheinlich konnte sie dankbar sein, dass sie überhaupt noch am Leben war.
Mammon bestätigte, dass sie in Sicherheit war, und Lilith nickte stumm. Ja, das wusste sie theoretisch, der Engel war weg, die Gefahr, entdeckt zu werden, fürs erste auch zumindest in den Hintergrund getreten. Oder war sie das? Wenn sie weiterhin derart auffällig vollgestopft blieb mit weißer Energie, war das nicht, als würde sie eine Zielscheibe tragen? Ein großes, weißes Schild, auf dem in roten Lettern stand ‚Seht, was wir Verbotenes getan haben‘? Wie konnte der Engel sie einfach so hier zurücklassen?
Kisai sprach sie an, er fragte, wie es ihr ging. Lilith hielt eine Sekunde lang seinen Blick, so als müsste sie die Worte verarbeiten, dann sah sie an sich hinunter. Sie schob die Bettdecke beiseite, um an ihr linkes Bein heranzukommen. Hier war die Magie in sie eingetreten, der erste Punkt ihrer Heilung. Sie legte beide Hände prüfend auf ihren Oberschenkelknochen und drückte, aber es fühlte sich alles normal an, zumindest soweit sie das beurteilen konnte, unter ihren zittrigen Händen. Dann folgte sie den glühenden Spuren der Magie, die sich flammenartig nach oben zogen. Sie fuhr sie mit den Fingerspitzen entlang, schob ihr Negligee nach oben, um zur Wunde an ihrer Seite zu gelangen. Hier konzentrierte sich das Leuchten, die Wunde war tief gewesen. Aber auch hier ließ sich nichts mehr davon erfühlen. Sie ließ den seidenen Stoff wieder nach unten gleiten und presste erneut, wie zu Beginn, eine Hand auf ihr Brustbein.
Da war nicht alles wie vorher, auch wenn keine Wunde sichtbar war. Das Loch fühlte sich nicht mehr so klaffend an, nicht mehr ganz so schmerzhaft, aber es war immer noch da. Die konzentrierte Magie war ihr hier am unangenehmsten. Leicht abwesend rieb sie sich dort über die Haut.
Ihr Blick fand erneut Kisais.
„Es hat funktioniert“, antwortete sie, gab sich Mühe, ihrer Stimme möglichst viel Ebenheit mitzugeben, aber es gelang ihr nur teilweise. Das war keine direkte Antwort auf seine Frage, aber ganz so leicht war die auch nicht zu beantworten. Sie war körperlich geheilt, das konnte sie sagen. Alles andere…
„Ich bin… schwerer“
Das klang seltsam, das war ihr klar. Aber wie sollte sie sonst beschreiben, wie es war, wenn man in der Lage war zu fliegen und auf einmal… nicht mehr? Ihr Körper funktionierte fundamental anders und es war ein seltsames Gefühl. Eins, was die drei wahrscheinlich nicht nachvollziehen konnten.
„Und vielleicht–“, sie hielt kurz inne, weil ihr die Luft fehlte, um den gesamten Satz in einem abzuschließen. „–hab ich gleich einen Herzinfarkt.“
Auch wenn die initiale Panik sich ein klein wenig gelegt hatte, ihr Herz hämmerte weiterhin unentwegt gegen ihren Brustkorb, in einer Geschwindigkeit, die langsam unangenehm wurde. Vom Zittern und diesem verdammten Leuchten ganz zu schweigen. Sie versuchte es noch einmal mit sanftem Druck auf ihr Brustbein. Mammon fragte inzwischen, ob sie etwas brauchte.
„Eine Idee… wie ich das loswerde… wäre ganz fabelhaft. Jemand… einen Vorschlag?“ Ihr Blick wanderte von ihm, zu Kisai, zu Medea. Wahrscheinlich tappten sie alle im Dunkeln – gefallene Engel hielten sich in der Regel fern von weißer Magie, besonders in diesen Dosen. Offensichtlich aus gutem Grund.
Wahrscheinlich konnte sie dankbar sein, dass sie überhaupt noch am Leben war.
Mammon bestätigte, dass sie in Sicherheit war, und Lilith nickte stumm. Ja, das wusste sie theoretisch, der Engel war weg, die Gefahr, entdeckt zu werden, fürs erste auch zumindest in den Hintergrund getreten. Oder war sie das? Wenn sie weiterhin derart auffällig vollgestopft blieb mit weißer Energie, war das nicht, als würde sie eine Zielscheibe tragen? Ein großes, weißes Schild, auf dem in roten Lettern stand ‚Seht, was wir Verbotenes getan haben‘? Wie konnte der Engel sie einfach so hier zurücklassen?
Kisai sprach sie an, er fragte, wie es ihr ging. Lilith hielt eine Sekunde lang seinen Blick, so als müsste sie die Worte verarbeiten, dann sah sie an sich hinunter. Sie schob die Bettdecke beiseite, um an ihr linkes Bein heranzukommen. Hier war die Magie in sie eingetreten, der erste Punkt ihrer Heilung. Sie legte beide Hände prüfend auf ihren Oberschenkelknochen und drückte, aber es fühlte sich alles normal an, zumindest soweit sie das beurteilen konnte, unter ihren zittrigen Händen. Dann folgte sie den glühenden Spuren der Magie, die sich flammenartig nach oben zogen. Sie fuhr sie mit den Fingerspitzen entlang, schob ihr Negligee nach oben, um zur Wunde an ihrer Seite zu gelangen. Hier konzentrierte sich das Leuchten, die Wunde war tief gewesen. Aber auch hier ließ sich nichts mehr davon erfühlen. Sie ließ den seidenen Stoff wieder nach unten gleiten und presste erneut, wie zu Beginn, eine Hand auf ihr Brustbein.
Da war nicht alles wie vorher, auch wenn keine Wunde sichtbar war. Das Loch fühlte sich nicht mehr so klaffend an, nicht mehr ganz so schmerzhaft, aber es war immer noch da. Die konzentrierte Magie war ihr hier am unangenehmsten. Leicht abwesend rieb sie sich dort über die Haut.
Ihr Blick fand erneut Kisais.
„Es hat funktioniert“, antwortete sie, gab sich Mühe, ihrer Stimme möglichst viel Ebenheit mitzugeben, aber es gelang ihr nur teilweise. Das war keine direkte Antwort auf seine Frage, aber ganz so leicht war die auch nicht zu beantworten. Sie war körperlich geheilt, das konnte sie sagen. Alles andere…
„Ich bin… schwerer“
Das klang seltsam, das war ihr klar. Aber wie sollte sie sonst beschreiben, wie es war, wenn man in der Lage war zu fliegen und auf einmal… nicht mehr? Ihr Körper funktionierte fundamental anders und es war ein seltsames Gefühl. Eins, was die drei wahrscheinlich nicht nachvollziehen konnten.
„Und vielleicht–“, sie hielt kurz inne, weil ihr die Luft fehlte, um den gesamten Satz in einem abzuschließen. „–hab ich gleich einen Herzinfarkt.“
Auch wenn die initiale Panik sich ein klein wenig gelegt hatte, ihr Herz hämmerte weiterhin unentwegt gegen ihren Brustkorb, in einer Geschwindigkeit, die langsam unangenehm wurde. Vom Zittern und diesem verdammten Leuchten ganz zu schweigen. Sie versuchte es noch einmal mit sanftem Druck auf ihr Brustbein. Mammon fragte inzwischen, ob sie etwas brauchte.
„Eine Idee… wie ich das loswerde… wäre ganz fabelhaft. Jemand… einen Vorschlag?“ Ihr Blick wanderte von ihm, zu Kisai, zu Medea. Wahrscheinlich tappten sie alle im Dunkeln – gefallene Engel hielten sich in der Regel fern von weißer Magie, besonders in diesen Dosen. Offensichtlich aus gutem Grund.

