29.04.2026, 19:39
Lilith war es gewohnt, dass Erdlinge sich zu ihr hingezogen fühlten. Sie suchten ihre Nähe, weil sie Aufmerksamkeit wollten, Schutz… oder mehr. In den meisten Fällen ging es dabei allerdings primär um sehr physische Interaktionen, ob es sich nun um Zuflucht und Sicherheit handelte, wenn sie in ihrer Gunst standen, oder um Sexualität. Wie sie damit umging, war in der Regel ähnlich simpel – sie unterhielt diese Avancen, oder sie riss den entsprechenden Wesen ihre Gliedmaßen heraus.
Medeas Absichten jedoch schienen in eine andere Richtung zu gehen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass es schon mit dem Anlehnen begonnen hatte. Dann die Umarmung, das Abnehmen ihrer Brille. Und jetzt errötete sie sogar, nachdem Lilith sich ihr genähert hatte. Für jemanden, der selbst so konstant darauf aus war, körperliche Distanz zu verringern, reagierte sie auffällig seltsam darauf, wenn man ähnlich mit ihr umging.
Es fiel ihr schwer, dieses Verhalten zu deuten. Womöglich weil sie nicht den gleichen Zugang hatte zu ihren Kräften, ihre Aura nicht genauso lesen konnte wie zuvor. Vielleicht waren es auch die Strapazen des heutigen Tages, oder eine Kombination aus all diesen Dingen.
Und bevor sie sich darüber klar werden konnte, hatte Medea sich plötzlich nach vorne gelehnt, und ihre Wange geküsst. Normalerweise wäre das die Gelegenheit gewesen, sie an sich zu ziehen und einen richtigen Kuss anzuschließen – oder das besagte gewaltsame Entfernen ihrer Gliedmaßen, aber von diesem Bedürfnis war Lilith aktuell sehr weit entfernt – allerdings war sie weder körperlich, noch mental derzeit in Stimmung für Sex.
Und scheinbar schien das auch tatsächlich nicht Medeas Ziel gewesen zu sein, weil sie sich anschließend… bedankte? So als hätte sie ihr einen Gefallen getan. Lilith verstand den Zusammenhang nicht ganz, bekam aber dann auch keine Gelegenheit mehr, danach zu fragen… weil sie plötzlich die Stimme ihres Bruders hörte.
Sie konnte Mammon nicht auf ganz so weite Distanzen wahrnehmen, wie das mit anderen Engeln der Fall war, aber über metaphysische Ebenen hinweg hörte sie ihn eigentlich immer. Er rief nach ihr, und das bedeutete vor allem eines – sie hatten wohl die Zeit ein wenig aus den Augen verloren und zu lange noch hier auf der Traumebene verharrt.
„Wir müssen–“ Doch bevor sie den Satz in Richtung Medea zu Ende führen konnte, durchzuckte etwas wie ein Stromschlag ihren Körper, und Lilith fand sich zurück in ihrem Bett im Penthouse.
Sie schreckte auf, rutschte wie automatisch zum Kopfende des Bettes und schnappte nach Luft, als hätte sie die letzten Minuten unter Wasser verbracht. Ihre Hände fanden beide den Weg auf ihr Brustbein. Ihr Herz raste, ihre Haut deutlich gezeichnet davon, was in der anderen Ebene stattgefunden hatte. Und es war… schlimmer, hier. Lag es daran, dass die Traumebene nur aus einem Abbild ihrer selbst bestand?
In jedem Fall waren die Auswirkungen der wohl reinsten, weißen Magie, die es überhaupt gab, auf ihren Körper sehr viel klarer sicht- und spürbar. Die Schwere, die mit der Änderung ihres Gleichgewichts einherging. Die glühenden Zeichnungen auf ihrer Haut, ausgehend von ihrem Bein – immerhin war das nicht mehr gebrochen. Aber sie schien im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom zu stehen, ihre Muskeln zuckten unter der puren Energie.
Hilfesuchend sah sie zu Mammon, der tatsächlich etwas entfernt neben dem Bett stand. Dann zu Kisai.
Was passierte mit ihr? Und wie wurde sie es wieder los?
Medeas Absichten jedoch schienen in eine andere Richtung zu gehen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass es schon mit dem Anlehnen begonnen hatte. Dann die Umarmung, das Abnehmen ihrer Brille. Und jetzt errötete sie sogar, nachdem Lilith sich ihr genähert hatte. Für jemanden, der selbst so konstant darauf aus war, körperliche Distanz zu verringern, reagierte sie auffällig seltsam darauf, wenn man ähnlich mit ihr umging.
Es fiel ihr schwer, dieses Verhalten zu deuten. Womöglich weil sie nicht den gleichen Zugang hatte zu ihren Kräften, ihre Aura nicht genauso lesen konnte wie zuvor. Vielleicht waren es auch die Strapazen des heutigen Tages, oder eine Kombination aus all diesen Dingen.
Und bevor sie sich darüber klar werden konnte, hatte Medea sich plötzlich nach vorne gelehnt, und ihre Wange geküsst. Normalerweise wäre das die Gelegenheit gewesen, sie an sich zu ziehen und einen richtigen Kuss anzuschließen – oder das besagte gewaltsame Entfernen ihrer Gliedmaßen, aber von diesem Bedürfnis war Lilith aktuell sehr weit entfernt – allerdings war sie weder körperlich, noch mental derzeit in Stimmung für Sex.
Und scheinbar schien das auch tatsächlich nicht Medeas Ziel gewesen zu sein, weil sie sich anschließend… bedankte? So als hätte sie ihr einen Gefallen getan. Lilith verstand den Zusammenhang nicht ganz, bekam aber dann auch keine Gelegenheit mehr, danach zu fragen… weil sie plötzlich die Stimme ihres Bruders hörte.
Sie konnte Mammon nicht auf ganz so weite Distanzen wahrnehmen, wie das mit anderen Engeln der Fall war, aber über metaphysische Ebenen hinweg hörte sie ihn eigentlich immer. Er rief nach ihr, und das bedeutete vor allem eines – sie hatten wohl die Zeit ein wenig aus den Augen verloren und zu lange noch hier auf der Traumebene verharrt.
„Wir müssen–“ Doch bevor sie den Satz in Richtung Medea zu Ende führen konnte, durchzuckte etwas wie ein Stromschlag ihren Körper, und Lilith fand sich zurück in ihrem Bett im Penthouse.
Sie schreckte auf, rutschte wie automatisch zum Kopfende des Bettes und schnappte nach Luft, als hätte sie die letzten Minuten unter Wasser verbracht. Ihre Hände fanden beide den Weg auf ihr Brustbein. Ihr Herz raste, ihre Haut deutlich gezeichnet davon, was in der anderen Ebene stattgefunden hatte. Und es war… schlimmer, hier. Lag es daran, dass die Traumebene nur aus einem Abbild ihrer selbst bestand?
In jedem Fall waren die Auswirkungen der wohl reinsten, weißen Magie, die es überhaupt gab, auf ihren Körper sehr viel klarer sicht- und spürbar. Die Schwere, die mit der Änderung ihres Gleichgewichts einherging. Die glühenden Zeichnungen auf ihrer Haut, ausgehend von ihrem Bein – immerhin war das nicht mehr gebrochen. Aber sie schien im wahrsten Sinne des Wortes unter Strom zu stehen, ihre Muskeln zuckten unter der puren Energie.
Hilfesuchend sah sie zu Mammon, der tatsächlich etwas entfernt neben dem Bett stand. Dann zu Kisai.
Was passierte mit ihr? Und wie wurde sie es wieder los?

