09.04.2026, 21:03
Lilith bewegte sich schon seit endlosen Jahrzehnten regelmäßig auf der Erde. Jahrhunderten wahrscheinlich, wenn man es genau nahm. Es gab in der Regel recht wenige Dinge, die sie hier noch überraschen konnten. Manche Gepflogenheiten der Erdlinge verstand sie nicht so wirklich, aber sie kannte sie und wusste mit ihnen umzugehen – in der Regel zu ihrem Vorteil.
Aber das, was Medea getan hatte – mitten in der Nacht ein Sonderteam innerhalb der Kanzlei mobilisert, Mammon tatsächlich dazu bewegt, dass er und Kisai innerhalb von kürzester Zeit aufgetaucht waren, einen Engel gefunden, der bereit war, seine gesamte Existenz aufs Spiel zu setzen… und all das unter dem Druck von Mammons sicherlich nicht harmlosen Drohungen. Sie kannte ihren Bruder und zog ihn oft auf für seine eher naiven Eigenschaften und Haltungen, aber Lilith wusste sehr gut, dass er auch anders konnte, wenn er wollte.
All das hatte sie in Kauf genommen… einfach so. Nicht nur, dass sie das nicht verstand, es schockierte sie auch. Klar, die Erdlinge fabrizierten zuhauf idiotische Dinge, beeinflusst von irgendwelchen Gefühlsregungen, die sie so hatten. Aber Medea kannte sie nicht einmal. Nicht wirklich.
… oder zumindest dachte Lilith das. Wenn sie ihren folgenden Worten Glauben schenkte, dann war dem allerdings nicht so. Sie sprach von ihrem Auftreten, ihrer Aura, was per se nichts Ungewöhnliches war… wenn sie denn als Tochter Luzifers aufgetreten wäre, bei Wolfram & Hart. Als Engel, der sie war. Aber Lilith war nicht Mammon, in der Regel verschleierte sie ihre Natur im Alltag bevorzugt, um nicht direkt aufzufallen. Zu viel Aufmerksamkeit war hinderlich für ihre Geschäfte und Pläne, und es spielte ihr meist in die Karten, wenn ihr Gegenüber sie unterschätzte. Das bedeutete aber, dass Medea dennoch Bewunderung für sie gefunden hatte… nur für sie, und ihr Verhalten. Jenseits ihrer Natur.
Sie wusste nicht so recht, was sie mit dieser Information anfangen sollte, und verfluchte sich im nächsten Atemzug direkt schon wieder selbst, weil es ihr vor ein paar Tagen noch einfach egal gewesen wäre. Was interessierte es sie, was eine wahllose Erdenbewohnerin über sie dachte und wieso sie der Meinung war, irgendwelche aufopferungsvollen Heldentaten für sie zu vollbringen?
Aber plötzlich tat es das. Es interessierte sie, und sie hatte Emotionen dazu. Es war furchtbar.
„Nun… ich stehe in deiner Schuld. Und das werde ich nicht vergessen“, war letztendlich ihre doch recht nüchterne, leicht distanzierte Antwort. Alles andere bekam sie nicht sortiert… also war es am einfachsten, sich auf die Basics zu konzentrieren. Sie verdankte Medea ihr Leben, also würde sie diese Schuld irgendwann ausgleichen. So lief es in der Hölle.
Und dann erklärte sie ihr direkt noch etwas – theoretisches gegen praktisches Wissen. Hatte sie nicht eben noch den Eindruck gehabt, einem enorm jungen Wesen gegenüber zu sitzen? Und nur Minuten später erklärte sie ihr die Welt. Aber dieser Erörterung konnte sie immerhin folgen. Besser als dem Rest, zumindest. Und derart amüsante Vorstellungen von Mammon erheiterten sie ohnehin immer. Lilith schmunzelte.
„Du hast ihn erstarren lassen? Ich wette das fand er hervorragend“
Aber das, was Medea getan hatte – mitten in der Nacht ein Sonderteam innerhalb der Kanzlei mobilisert, Mammon tatsächlich dazu bewegt, dass er und Kisai innerhalb von kürzester Zeit aufgetaucht waren, einen Engel gefunden, der bereit war, seine gesamte Existenz aufs Spiel zu setzen… und all das unter dem Druck von Mammons sicherlich nicht harmlosen Drohungen. Sie kannte ihren Bruder und zog ihn oft auf für seine eher naiven Eigenschaften und Haltungen, aber Lilith wusste sehr gut, dass er auch anders konnte, wenn er wollte.
All das hatte sie in Kauf genommen… einfach so. Nicht nur, dass sie das nicht verstand, es schockierte sie auch. Klar, die Erdlinge fabrizierten zuhauf idiotische Dinge, beeinflusst von irgendwelchen Gefühlsregungen, die sie so hatten. Aber Medea kannte sie nicht einmal. Nicht wirklich.
… oder zumindest dachte Lilith das. Wenn sie ihren folgenden Worten Glauben schenkte, dann war dem allerdings nicht so. Sie sprach von ihrem Auftreten, ihrer Aura, was per se nichts Ungewöhnliches war… wenn sie denn als Tochter Luzifers aufgetreten wäre, bei Wolfram & Hart. Als Engel, der sie war. Aber Lilith war nicht Mammon, in der Regel verschleierte sie ihre Natur im Alltag bevorzugt, um nicht direkt aufzufallen. Zu viel Aufmerksamkeit war hinderlich für ihre Geschäfte und Pläne, und es spielte ihr meist in die Karten, wenn ihr Gegenüber sie unterschätzte. Das bedeutete aber, dass Medea dennoch Bewunderung für sie gefunden hatte… nur für sie, und ihr Verhalten. Jenseits ihrer Natur.
Sie wusste nicht so recht, was sie mit dieser Information anfangen sollte, und verfluchte sich im nächsten Atemzug direkt schon wieder selbst, weil es ihr vor ein paar Tagen noch einfach egal gewesen wäre. Was interessierte es sie, was eine wahllose Erdenbewohnerin über sie dachte und wieso sie der Meinung war, irgendwelche aufopferungsvollen Heldentaten für sie zu vollbringen?
Aber plötzlich tat es das. Es interessierte sie, und sie hatte Emotionen dazu. Es war furchtbar.
„Nun… ich stehe in deiner Schuld. Und das werde ich nicht vergessen“, war letztendlich ihre doch recht nüchterne, leicht distanzierte Antwort. Alles andere bekam sie nicht sortiert… also war es am einfachsten, sich auf die Basics zu konzentrieren. Sie verdankte Medea ihr Leben, also würde sie diese Schuld irgendwann ausgleichen. So lief es in der Hölle.
Und dann erklärte sie ihr direkt noch etwas – theoretisches gegen praktisches Wissen. Hatte sie nicht eben noch den Eindruck gehabt, einem enorm jungen Wesen gegenüber zu sitzen? Und nur Minuten später erklärte sie ihr die Welt. Aber dieser Erörterung konnte sie immerhin folgen. Besser als dem Rest, zumindest. Und derart amüsante Vorstellungen von Mammon erheiterten sie ohnehin immer. Lilith schmunzelte.
„Du hast ihn erstarren lassen? Ich wette das fand er hervorragend“

