Gestern, 23:23
Lilith bemerkte nicht einmal, dass der andere Engel verschwunden war. Natürlich würde er sich nicht verabschieden - nicht bei ihr zumindest, aufgrund der Wahrung seiner -ihrer- Anonymität. Die ganze Prozedur hatte lange genug gedauert, und je länger sie hier noch weiter verweilen würde, desto höher wurde das Risiko, entdeckt zu werden. Und was dann geschehen würde... nunja. Ihr Großvater war ein sehr rachsüchtiger Mann.
Aber sie war zu sehr mit sich selbst beschäftigt - mit ihrem neuen/alten Körper, all den Empfindungen, Schmerzen, die verflogen waren, aber ein gewisses Echo hinterlassen hatten, nicht zuletzt untermalt durch die Überreste der Magie in ihren Gliedmaßen, der sie weiterhin stetig zittern ließ.
Und die Tränen. Sie waren da, schwer und voll in ihren Augenwinkeln. Egal was sie tat, sie wollten nicht verschwinden, im Gegenteil... sie wurden noch schwerer. Drohten zu fallen. Zeugnis von Emotionen, die sie nie hatte, nie wollte und jetzt nicht kontrollieren konnte.
Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
Zügig hob Lilith wieder den Kopf, so als hätte sie kurz vergessen, dass sie sich nicht allein auf dieser Ebene befand. Ein paar der Tränen fanden durch die Schwerkraft ihren Weg nach unten. Medea war noch da. Einen Herzschlag lang sah Lilith sie an, ratlos, so als würden ihre Worte keinen Sinn ergeben. Dann fing sie sich wieder.
"Ja... natürlich." Sie wischte mit einer ausladenden Bewegung ihres Handrückens, die aus der Entfernung auch ein Zurückstreichen ihrer Haare hätte sein können, über ihre Wangen, um zügig und effektiv die Überreste der Tränen zu entfernen. Zu frisch war noch die Erinnerung an Mammons Reaktion auf den Ausdruck ihrer Emotionen am vorherigen Tag.
Aber sie war zu sehr mit sich selbst beschäftigt - mit ihrem neuen/alten Körper, all den Empfindungen, Schmerzen, die verflogen waren, aber ein gewisses Echo hinterlassen hatten, nicht zuletzt untermalt durch die Überreste der Magie in ihren Gliedmaßen, der sie weiterhin stetig zittern ließ.
Und die Tränen. Sie waren da, schwer und voll in ihren Augenwinkeln. Egal was sie tat, sie wollten nicht verschwinden, im Gegenteil... sie wurden noch schwerer. Drohten zu fallen. Zeugnis von Emotionen, die sie nie hatte, nie wollte und jetzt nicht kontrollieren konnte.
Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
Zügig hob Lilith wieder den Kopf, so als hätte sie kurz vergessen, dass sie sich nicht allein auf dieser Ebene befand. Ein paar der Tränen fanden durch die Schwerkraft ihren Weg nach unten. Medea war noch da. Einen Herzschlag lang sah Lilith sie an, ratlos, so als würden ihre Worte keinen Sinn ergeben. Dann fing sie sich wieder.
"Ja... natürlich." Sie wischte mit einer ausladenden Bewegung ihres Handrückens, die aus der Entfernung auch ein Zurückstreichen ihrer Haare hätte sein können, über ihre Wangen, um zügig und effektiv die Überreste der Tränen zu entfernen. Zu frisch war noch die Erinnerung an Mammons Reaktion auf den Ausdruck ihrer Emotionen am vorherigen Tag.

