17.03.2026, 00:50
Fred hatte im Grunde nichts falsch gemacht. Sie hatte lediglich in ihm etwas ausgelöst, was er einfach nicht mehr aufhalten konnte. Sie hatte etwas zum Vorschein gebracht, was Mammon glaubte gar nicht erst zu besitzen, weil es ihm von Geburt an gesagt wurde. Sie traf keine Schuld und auch Mammon wusste tief in sich drin, dass es so war. Wäre er anderer Meinung, dann hätte er all seine Wut sofort an Fred ausgelassen. Doch dem war nicht so. Mammon hatte sich sogar aus ihrer Umarmung befreit. Einerseits weil er gerade den Abstand brauchte, andererseits um Fred auch ein wenig vor sich zu schützen. Mammon wusste, dass er impulsiv reagieren konnte und das Letzte, was er wollte, war ihr wehzutun. Der Person, für die er anscheinend Gefühle hatte, Gefühle, die sich einerseits so befremdlich und irritierend anfühlten, dass sie ihn überforderten, aber andererseits sich so… gut anfühlten. Der Abstand half für einen Moment. Zumindest so, dass er nicht gleich sein ganzes Penthouse zerlegen wollte. Er fing an zu sprechen, darüber, was daran mutig war Dinge zu tun, die sich für ihn nicht als mutig anfühlten. Tja und Fred? Sie sagte, dass es mutig war solche Dinge zuzugeben und gerade das offen darüber reden einen angreifbar machte und das wiederum mutig war. “Tse…” Kam kurz von Mammon und er musste den Kopf schütteln. Das konnte ja wohl nicht wahr sein! “Ich bin so gut, wie unbesiegbar. Keine von der Erde hergestellte Waffe kann mich töten. Ich bin nicht angreifbar… ich…” Mammon stockte. “Ich bin der Sohn des Teufels.” Gerade den letzten Satz sagte er eher zu sich selbst als zu Fred. So als würde er es sich selbst sagen müssen, wer seine Vorfahren waren. Sein Vater, der Teufel, und Gott war sein Großvater. Mammon war etwas Besonderes, etwas, das weit oben in der Rangordnung stand. Wie konnte er da also angreifbar sein?
Ja, Mammon wusste, dass er halb Mensch war und er wusste, dass diese Seite irgendwo in ihm war. In der Hölle war diese aber nie zum Vorschein gekommen. Luzifer hatte dafür gesorgt, dass diese Seite tief in ihm verborgen blieb mit all diesen hässlichen Gefühlen, die einen nur schwach machten. Doch hier und jetzt fragte er sich, ob sein eigener Vater ihn belogen hatte. Oh… gnade ihm Großvater, dass der Teufel es nicht getan hatte, denn sonst… nein, es war besser an dieser Stelle nicht weiterzudenken, denn etwas ganz anderes fragte er sich viel mehr. Wer war er dann noch? Konnte Fred ihm nicht diese Frage beantworten? Nein, das konnte sie nicht, aber was sie konnte, war ihn zu verstehen und ihm Hoffnung zu geben, dass er herausfinden würde, wer er war, denn auch sie wurde von ihrem eigenen Vater angelogen. “Hast du deinen Vater vernichtet? Denn wenn sich wirklich herausstellt, dass er mich all die Zeit angelogen hat, dann werde ich ihn vernichten.” Wie ernst es ihm war, hörte man deutlich aus seiner Stimme heraus. Dennoch, für einen kurzen Moment war die Wut in ihm abgemildert. Irgendwie fühlte er sich ein kleines bisschen besser zu wissen, dass sie ihn verstand und wusste, was in ihm vorging, weil sie das gleiche erlebt hatte. Als Fred dann nach einer seiner Hände griff, wanderte Mammons Blick zu dieser und dann wieder hoch zu Fred. Hatte sie eigentlich eine Ahnung, was jede Berührung von ihr in ihm auslöste? Es war fast so, wie ein Schalter, der sich umlegte. Die Wut wurde schwächer, die Verzweiflung ebenso. Mammons Körper wurde wieder weicher. Als sie dann noch sprach, war da wieder dieses Kribbeln in der Magengegend. Diese Worte trafen ihn eiskalt. Nie zuvor hatte jemals jemand ihm so aufrichtig helfen wollen. Erst Recht nicht in einem Moment, wo er so machtlos und schwach war, was auch daran lag, dass niemand ihn jemals in so einem Zustand gesehen hatte. Er selbst kannte solch einen Zustand nicht mal von sich. Ihre Worte hatten ihn sprachlos gemacht und er konnte nicht anders als Fred einfach nur anzusehen mit einer Mischung aus Dankbarkeit und etwas, was er gerade nicht beschreiben konnte.
Zum Glück musste er das auch nicht, denn Fred hatte auch schon weiter gesprochen und es sogar geschafft, dass ein kurzes Schmunzeln über seine Lippen huschte. “Würdest du sie gern auch so lange foltern, bis sie nach Erlösung betteln?” Fragte er Fred. “Du bist eifersüchtig?” Leicht ungläubig sah er sie an. Fred musste keinesfalls eifersüchtig sein. Sie war die erste Person, die es geschafft hatte, dass er in der Zwischenzeit mit niemand anderem intim wurde. Sie war die erste Person, die er nicht in seinem Sex-Ordner erwähnte, weil er das Gefühl hatte, dass er das mit niemandem teilen wollte.
“Ich will nicht, dass du gehst.” Meinte er plötzlich. “Das würde nur dafür sorgen, dass ich mein ganzes Penthouse zerstören würde und eigentlich mag ich es so, wie es jetzt ist.” Gab er zu. Sie war somit gerade der Grund, wieso hier noch alles so stand, wie es hier gerade stand. Unbewusst drückte Mammon dabei ihre Hand, so als würde er sonst Sorge haben, doch noch die Kontrolle zu verlieren. “Was soll bitteschön an diesem komischen Gefühl so toll sein? Es fühlt sich im Magen eher so an, als hätte ich Verdorbenes gegessen.” In Liedern, Serien, Filmen und Büchern klang es dagegen immer nach einem schönen Gefühl. Wenn sich Liebe aber so anfühlte, dann konnte er gern darauf verzichten.
Ja, Mammon wusste, dass er halb Mensch war und er wusste, dass diese Seite irgendwo in ihm war. In der Hölle war diese aber nie zum Vorschein gekommen. Luzifer hatte dafür gesorgt, dass diese Seite tief in ihm verborgen blieb mit all diesen hässlichen Gefühlen, die einen nur schwach machten. Doch hier und jetzt fragte er sich, ob sein eigener Vater ihn belogen hatte. Oh… gnade ihm Großvater, dass der Teufel es nicht getan hatte, denn sonst… nein, es war besser an dieser Stelle nicht weiterzudenken, denn etwas ganz anderes fragte er sich viel mehr. Wer war er dann noch? Konnte Fred ihm nicht diese Frage beantworten? Nein, das konnte sie nicht, aber was sie konnte, war ihn zu verstehen und ihm Hoffnung zu geben, dass er herausfinden würde, wer er war, denn auch sie wurde von ihrem eigenen Vater angelogen. “Hast du deinen Vater vernichtet? Denn wenn sich wirklich herausstellt, dass er mich all die Zeit angelogen hat, dann werde ich ihn vernichten.” Wie ernst es ihm war, hörte man deutlich aus seiner Stimme heraus. Dennoch, für einen kurzen Moment war die Wut in ihm abgemildert. Irgendwie fühlte er sich ein kleines bisschen besser zu wissen, dass sie ihn verstand und wusste, was in ihm vorging, weil sie das gleiche erlebt hatte. Als Fred dann nach einer seiner Hände griff, wanderte Mammons Blick zu dieser und dann wieder hoch zu Fred. Hatte sie eigentlich eine Ahnung, was jede Berührung von ihr in ihm auslöste? Es war fast so, wie ein Schalter, der sich umlegte. Die Wut wurde schwächer, die Verzweiflung ebenso. Mammons Körper wurde wieder weicher. Als sie dann noch sprach, war da wieder dieses Kribbeln in der Magengegend. Diese Worte trafen ihn eiskalt. Nie zuvor hatte jemals jemand ihm so aufrichtig helfen wollen. Erst Recht nicht in einem Moment, wo er so machtlos und schwach war, was auch daran lag, dass niemand ihn jemals in so einem Zustand gesehen hatte. Er selbst kannte solch einen Zustand nicht mal von sich. Ihre Worte hatten ihn sprachlos gemacht und er konnte nicht anders als Fred einfach nur anzusehen mit einer Mischung aus Dankbarkeit und etwas, was er gerade nicht beschreiben konnte.
Zum Glück musste er das auch nicht, denn Fred hatte auch schon weiter gesprochen und es sogar geschafft, dass ein kurzes Schmunzeln über seine Lippen huschte. “Würdest du sie gern auch so lange foltern, bis sie nach Erlösung betteln?” Fragte er Fred. “Du bist eifersüchtig?” Leicht ungläubig sah er sie an. Fred musste keinesfalls eifersüchtig sein. Sie war die erste Person, die es geschafft hatte, dass er in der Zwischenzeit mit niemand anderem intim wurde. Sie war die erste Person, die er nicht in seinem Sex-Ordner erwähnte, weil er das Gefühl hatte, dass er das mit niemandem teilen wollte.
“Ich will nicht, dass du gehst.” Meinte er plötzlich. “Das würde nur dafür sorgen, dass ich mein ganzes Penthouse zerstören würde und eigentlich mag ich es so, wie es jetzt ist.” Gab er zu. Sie war somit gerade der Grund, wieso hier noch alles so stand, wie es hier gerade stand. Unbewusst drückte Mammon dabei ihre Hand, so als würde er sonst Sorge haben, doch noch die Kontrolle zu verlieren. “Was soll bitteschön an diesem komischen Gefühl so toll sein? Es fühlt sich im Magen eher so an, als hätte ich Verdorbenes gegessen.” In Liedern, Serien, Filmen und Büchern klang es dagegen immer nach einem schönen Gefühl. Wenn sich Liebe aber so anfühlte, dann konnte er gern darauf verzichten.

