Gestern, 21:00
Stimmt, das hatte Mammon in der Tat nicht. Er wurde eben so aufgezogen, dass man seine Launen aushalten sollte und er entschied wann er antwortete. Andersherum wurde ihm eingetrichtert, dass es sein gutes Recht war, ungeduldig zu sein, wenn der Andere nicht sofort antwortete. Er war der Teufelssohn, der Prinz der Hölle. Mammon konnte sich somit mehr erlauben. Doch hier… jetzt in diesem Moment… war alles anders. Mammon erwiderte nichts darauf, dass er Fred ja auch nicht sofort eine Antwort gegeben hatte. Nein, er brachte Abstand zwischen Fred und sich und dann… dann brachen die Worte aus ihm heraus. Mammon sprach davon, dass er nicht wusste, was mit ihm los war, er öffnete sich ihr sogar und gestand, dass da dieses Kribbeln in seiner Magengegend war, das er absolut nicht verstand. Dieser ganze Zustand verwirrte und überforderte ihn. Mammon war sogar so sehr mit sich beschäftigt und all diesem Chaos, dass er gar nicht wahrnahm, dass auch in Fred so einiges vorging. Er kam damit absolut nicht klar, sodass er schlussendlich noch mehr Abstand zwischen sich und ihr brachte und schließlich sich am Piano mit gesenktem Kopf abstütze. Wenn sie gehen wollte, würde er es verstehen. Wenn Mammon sich selbst sehen könnte, würde er dieses Elend nicht mit ansehen wollen. All diese Gefühle und all dieses Chaos. Hier stand nicht der Prinz der Hölle, sondern ein überforderter Kerl, der so gar nichts mit dem sonst so stolzen, selbstbewussten und selbstverliebten Mammon gemein hatte.
Und dann spürte er plötzlich ihre Hände und Arme an seinem Körper. Sofort lief ihm ein kleiner Schauer über den Rücken, der alles andere als unangenehm war. Wie schaffte sie es nur diese… komischen Gefühle in ihm hervorzurufen? Sie ging nicht? Als Mammon das hörte, hob sich schlagartig sein Kopf und er drehte diesen soweit er eben in dieser Position konnte. Erleichterung machte sich in ihm breit. Wieso erleichterte ihn dies? Wieso ging sie nicht? Sex war jetzt erst einmal passe, das wussten sie beide und dennoch blieb sie? Wieder etwas, was der Dunkelhaarige nicht verstand und auch nicht nachvollziehen konnte. Als Mammon sie fragen wollte, warum sie nicht ging, war Fed aber schon schneller gewesen und sprach weiter. Sie sprach davon, dass es sich ganz danach anhörte, dass er sich verknallt hatte. Moment… Er?! Das… das konnte nicht möglich sein! Solche Gefühle besaß er nicht und konnte er somit nie fühlen. Sie musste sich irren, anders konnte es nicht sein. Wenn dem aber doch so war, dann hieß das, dass er sein ganzes Leben lang belogen wurde. Das hieß, dass sein Vater ihn belogen hatte. Wut machte sich in Mammon breit. Ein weiterer Grund ihn endlich auszuschalten. Oh, wenn es wirklich stimmte, dass der Teufel ihn belogen hatte, dann war er noch mehr als vorher entschlossen, diesen zu vernichten!
Die Wut machte sich soweit bemerkbar, dass sein Körper sich anspannte, sein Blick starr auf sein Instrument wieder gerichtet war und seine Finger sich krümmten als würden sie versuchen sich in das Piano zu krallen und dann war da dieser sanfte Kuss auf seine Schulter. Diese kleinen neckischen Spruch hatte Mammon gar nicht erst wahrgenommen, zu sehr war er gerade in seiner Wut vertieft gewesen. Es war der Kuss auf seine Schulter gewesen, die ihn wieder ins hier und jetzt zurückgeholt hatte und dann sprach sie von Mut und dass nicht jeder diesen Mut hatte und durchaus auch nicht zur gleichen Zeit. Was Fred ihm damit genau sagen wollte? Nein, das konnte er nicht richtig deuten.
Dennoch drehte er sich nun langsam komplett zu ihr herum. Kurz trafen sich ihre Blicke, auch als Mammon nun anfing wieder zu sprechen. “Tse… das ist kein Mut! Gefühle machen einen nicht mutig! Sie machen einen…” Er unterbrach seinen Satz und sah nun doch wieder weg von Fred. Er fühlte sich irgendwie gerade nicht würdig ihre Berührung zu genießen, weshalb Mammon sich eher sanft aus ihrer Umarmung befreite und wieder etwas Abstand zwischen sich beiden brachte. Es waren nur ein paar Schritte, ehe Mammon wieder zum Stehen kam. Erneut eine Hand eingestützt an seiner Hüfte und die anderen rieb kurz über sein Gesicht, ehe er sie an seinem Körper hinunter hingen ließ. “Was ist daran mutig, dass ich am liebsten jeden Kerl, der dir zu nahe kommt den Kopf abreißen würde oder zumindest foltern will?” Fing er an zu sprechen und drehte sich nun doch wieder zu ihr. “Was ist daran mutig nur jede Gelegenheit zu nutzen, um dich in meiner Nähe haben zu können?” Dabei ging er auf Fred zu. Sein Tonfall war nicht sanft, sondern man hörte deutlich seine Überforderung heraus, die ihn irgendwie wütend machte. “Was ist mutig daran gehofft zu haben dich zu vergessen als du diese Auszeit wolltest?” Wollte er dann wissen und stand nun wieder direkt vor ihr. “Ich bin der Sohn des Teufels und mir wurde von Geburt an beigebracht, dass ich über so etwas stehe. Wenn das alles gelogen war dann…” Noch einmal hielt er inne, sammelte sich und sprach dann erst weiter. “Wer bin ich dann noch, wenn dem nicht so ist?” Verzweiflung, Verwirrung und Überforderung war in seinem Blick zu sehen. Vielleicht sogar ein Hauch von Hilflosigkeit. Konnte sie ihm nicht einfach sagen, dass das alles nur ein blöder, billiger Zauber war? Konnte sie ihn nicht einfach irgendwie erlösen von diesem… Leid?
Und dann spürte er plötzlich ihre Hände und Arme an seinem Körper. Sofort lief ihm ein kleiner Schauer über den Rücken, der alles andere als unangenehm war. Wie schaffte sie es nur diese… komischen Gefühle in ihm hervorzurufen? Sie ging nicht? Als Mammon das hörte, hob sich schlagartig sein Kopf und er drehte diesen soweit er eben in dieser Position konnte. Erleichterung machte sich in ihm breit. Wieso erleichterte ihn dies? Wieso ging sie nicht? Sex war jetzt erst einmal passe, das wussten sie beide und dennoch blieb sie? Wieder etwas, was der Dunkelhaarige nicht verstand und auch nicht nachvollziehen konnte. Als Mammon sie fragen wollte, warum sie nicht ging, war Fed aber schon schneller gewesen und sprach weiter. Sie sprach davon, dass es sich ganz danach anhörte, dass er sich verknallt hatte. Moment… Er?! Das… das konnte nicht möglich sein! Solche Gefühle besaß er nicht und konnte er somit nie fühlen. Sie musste sich irren, anders konnte es nicht sein. Wenn dem aber doch so war, dann hieß das, dass er sein ganzes Leben lang belogen wurde. Das hieß, dass sein Vater ihn belogen hatte. Wut machte sich in Mammon breit. Ein weiterer Grund ihn endlich auszuschalten. Oh, wenn es wirklich stimmte, dass der Teufel ihn belogen hatte, dann war er noch mehr als vorher entschlossen, diesen zu vernichten!
Die Wut machte sich soweit bemerkbar, dass sein Körper sich anspannte, sein Blick starr auf sein Instrument wieder gerichtet war und seine Finger sich krümmten als würden sie versuchen sich in das Piano zu krallen und dann war da dieser sanfte Kuss auf seine Schulter. Diese kleinen neckischen Spruch hatte Mammon gar nicht erst wahrgenommen, zu sehr war er gerade in seiner Wut vertieft gewesen. Es war der Kuss auf seine Schulter gewesen, die ihn wieder ins hier und jetzt zurückgeholt hatte und dann sprach sie von Mut und dass nicht jeder diesen Mut hatte und durchaus auch nicht zur gleichen Zeit. Was Fred ihm damit genau sagen wollte? Nein, das konnte er nicht richtig deuten.
Dennoch drehte er sich nun langsam komplett zu ihr herum. Kurz trafen sich ihre Blicke, auch als Mammon nun anfing wieder zu sprechen. “Tse… das ist kein Mut! Gefühle machen einen nicht mutig! Sie machen einen…” Er unterbrach seinen Satz und sah nun doch wieder weg von Fred. Er fühlte sich irgendwie gerade nicht würdig ihre Berührung zu genießen, weshalb Mammon sich eher sanft aus ihrer Umarmung befreite und wieder etwas Abstand zwischen sich beiden brachte. Es waren nur ein paar Schritte, ehe Mammon wieder zum Stehen kam. Erneut eine Hand eingestützt an seiner Hüfte und die anderen rieb kurz über sein Gesicht, ehe er sie an seinem Körper hinunter hingen ließ. “Was ist daran mutig, dass ich am liebsten jeden Kerl, der dir zu nahe kommt den Kopf abreißen würde oder zumindest foltern will?” Fing er an zu sprechen und drehte sich nun doch wieder zu ihr. “Was ist daran mutig nur jede Gelegenheit zu nutzen, um dich in meiner Nähe haben zu können?” Dabei ging er auf Fred zu. Sein Tonfall war nicht sanft, sondern man hörte deutlich seine Überforderung heraus, die ihn irgendwie wütend machte. “Was ist mutig daran gehofft zu haben dich zu vergessen als du diese Auszeit wolltest?” Wollte er dann wissen und stand nun wieder direkt vor ihr. “Ich bin der Sohn des Teufels und mir wurde von Geburt an beigebracht, dass ich über so etwas stehe. Wenn das alles gelogen war dann…” Noch einmal hielt er inne, sammelte sich und sprach dann erst weiter. “Wer bin ich dann noch, wenn dem nicht so ist?” Verzweiflung, Verwirrung und Überforderung war in seinem Blick zu sehen. Vielleicht sogar ein Hauch von Hilflosigkeit. Konnte sie ihm nicht einfach sagen, dass das alles nur ein blöder, billiger Zauber war? Konnte sie ihn nicht einfach irgendwie erlösen von diesem… Leid?

