Vor 9 Stunden
„Wen nutzt du hier so für Sex?“ Für viele wäre diese Frage sicher irritierend oder gar verstörend gewesen. Doch sie beide waren Höllenwesen und da war Sex genauso normal, wie das Foltern und erst Recht das darüber sprechen. So etwas, wie Monogamie gab es nicht wirklich in der Hölle. Man teilte sich durchaus seine Sexpartner. “Kommt ganz drauf an was du für Sex suchst.” Mammon wusste ja nicht welche Art von Sex sie gerade meinte. Eher die Kuschelvariante oder doch die mit Schmerzen? Wollte sie lieber eine schnelle Nummer oder sollte es doch über mehrere Runden gehen? War es komisch, wenn Mammon sagte, dass er durchaus so etwas, wie eine Liste an Leuten hatte? Nur eine Person würde er vor Lilith nicht für Sex erwähnen.
Ansonsten gab es natürlich keine Wunderformel dafür, wie man unerwünschte Gefühle schnell aus dem Verkehr zog. Selbst Mammon, der eine Ewigkeit dafür schon Zeit hatte, würde es selbst bald am eigenen Leib erfahren, dass es Grenzen gab. Natürlich konnte man für eine gewisse Zeit Gefühle ignorieren oder leugnen, aber das ging einfach nicht für immer so. Selbst Mammon war davor nicht geschützt. Und Lilith? Nun, sie wusste theoretisch, welche Gefühle es gab und was sie dafür tun musste um sie bei Wesen auszulösen, aber jetzt gehörte sie selbst zu diesen Wesen, die fühlen konnte. Welche Gefühle sie wohl alle zulassen wollen würde? Auch Mammon war gespannt darauf.
Natürlich hatte der Teufelssohn in den Verteidigungsmodus gewechselt. Seit wann fragte seine Schwester nur aus reinem Interesse? Normalerweise steckte da auch immer ein Hauch von Hohn dahinter. Ja, schon immer hatte Lilith ihm das Gefühl gegeben, dass er eben nicht rein war und somit durchaus nicht in der Lage war, irgendetwas richtig zu machen. Anerkennung? Fehlanzeige in der Vergangenheit und da war es doch nur logisch, dass er gerade so reagierte, wie er reagiert hatte. Im Übrigen war auch Mammon zu Lilith nicht anders. Die Hölle war eben kein Ort, wo Lob oder Anerkennung Platz fanden. Geschwisterliebe und Unterstützung? Auch das würde man in der Hölle vergeblich suchen. Außer… außer der Andere hatte etwas zu bieten, was man selbst gerade brauchte oder eben nützlich für die eigenen Pläne war. Im Grunde konnte man sagen, dass jeder sich selbst am nächsten war. Moment… was sagte sie da gerade? Er solle sich entspannen, weil sie aus Interesse und Anerkennung gesprochen hatte? Extrem verwundert sah er seine Schwester an. Solche Worte aus ihrem Munde? Nein, das war wirklich ungewöhnlich und daran musste sich der Dunkelhaarige erstmal gewöhnen. “Interesse und Anerkennung und beide in einem Satz aus deinem Mund.” Merkte er an. “Wow… darauf brauch ich noch nen Schluck.” Sprach er weiter, schüttelte einmal den Kopf mit einem Schmunzeln, ehe er wirklich noch einen Schluck aus seinem Glas nahm. Was die Aussage über Kisai anging, das ärgerte ihn nicht, denn hier hatte er eine ganz eigene Logik. Kisai war seine rechte Hand. ER hatte sich diesen zum Vertrauten ausgesucht und somit war auch er irgendwie daran beteiligt, wie das hier alles organisiert war. Klang das irgendwie logisch? Nun, für den Teufelssohn allemal. “Ich hab eben den Besten an meiner Seite.” Damit war das sowohl ein Lob für Kisai, welches er nicht hörte, aber auch für sich selbst, weil er so ein gutes Händchen für die Auswahl seiner rechten Hand hatte.
Und plötzlich hatten sie irgendwie die Rollen getauscht. Jetzt war Lilith die in den Verteidigungsmodus ging. Dabei hatte Mammon es nicht so gemeint, wie sie es gerade auffasste. Er war definitiv davon ausgegangen, dass sie weiterhin stärker und mächtiger als ein Dämon war. Doch sie war eben verletzt und wer wusste schon, wie fit sie wieder nach der Heilung mit dem Engel war, sollte Medea es wirklich schaffen einen aufzutreiben. Mammon hatte es doch nur gemeint, er sorgte sich einfach um sie. Ach verflucht! Was waren das denn jetzt für Gefühle? Er hatte sich noch NIE um sie gesorgt, genauso wenig, wie sie Anerkennung und Interesse für ihn übrig gehabt hatte. Was hatte sich nur geändert? Vielleicht, dass er hier auf der Erde schon so lange war? Der Umstand, dass sie nun extrem geschwächt war? Er wusste es nicht, wollte aber auch nicht darüber nachdenken und da war es sehr willkommen, dass Lilith sich selbst irgendwie in den Griff bekommen hatte und ein wenig zurückruderte um ihre Aussage mit einem Schmunzeln zu beenden. “Natürlich ist sie heiß. Falls du also Sex gepaart mit lustvollen Schmerzen haben willst, dann bist du bei ihr genau richtig.” Woher Mammon das nun schon wieder wusste? Nun, er hatte doch testen müssen, wie sie so ist, bevor er sie einstellte. Tja und eine Foltermeisterin musste eben gewisse Qualitäten mitbringen.
Seine Idee mit dem Thronrollstuhl blieb ohne weiteren Kommentar von Lilith und auch blieben ihre Lippen verschlossen als Mammon ihr anbot, dass Kisai ihr ein passendes Opfer brachte. Na gut, wenn sie gerade irgendwo anders mit den Gedanken war, dann konnte Mammon auch etwas Musik machen. Natürlich spielte er selbst. Er hatte das Gefühl, dass da einfach etwas aus ihm heraus will und wenn man ihn kannte und seine Lieder hörte, hatte man immer ein Gefühl dafür, in was für einer Stimmung er war, was ihn beschäftigte oder was er unbewusst versuchte zu verarbeiten. So war es nun auch bei diesem Lied. Ein Lied darüber, dass er wusste, dass sie eines Tages die Hölle und die Erde beherrschen würde. Ja, sie und damit meinte er neben sich auch noch Lilith. Es war eine indirekte Aussage, dass er sich freute, dass seine Schwester hier war, dass er froh war, dass es ihr etwas besser ging. Doch da war noch etwas viel offensichtliches. Er wollte mit ihr zusammenarbeiten, so als wusste er, dass wenn sie sich zusammentun würde, sie ein unbesiegbares Team wären. Sie beiden gegen den Rest der Welt. Sie beiden würden die Zukunft beherrschen und nach ihren beider Willen kreieren und mit Kisai an seiner Seite wäre das erst Recht ein Zuckerschlecken.
Dass selbst seine Schwester mit einstimmte, bekam Mammon nicht mit. Meist war er so vertieft in seinem Spiel und Gesang, dass er durchaus gern mal alles um sich herum vergaß bzw es alles weiter weg für ihn war.
Seine Stimme verstummte und kurz danach auch der letzte Ton, den er gespielt hatte. Für einen Moment kehrte Stille ein. Es war jedoch keine unangenehme Stille, denn es fühlte sich so an, als würden seine Worte noch im Raum hallen und diesen einnehmen. Es war schließlich Lilith, die dann das Wort ergriff und die Stille unterbrach. Mammon drehte sich zu ihr und sah sie leicht fragend an. Welche Worte genau meinte sie denn? „Dass du mich unterstützen würdest? Gegen ihn?“ Ah, das meinte Lilith. Mammon antwortete noch nicht sofort, sondern stand erst einmal auf und setzte sich in Bewegung. Wieder bei ihr und den Sitzmöglichkeiten angekommen, setzte er sich jedoch nicht hin, sondern blieb hinter seinem Sessel stehen. Seine Hände legte er oben auf die Rückenlehne und sein Oberkörper bewegte sich in ihre Richtung. Sein Blick war fest und man sah keinerlei Lächeln oder sonst irgendeine Art, die zeigen würde, dass er das nicht ernst meinte. “Mit jeder Faser meines Körpers.” Seine Stimme war fest und klang überzeugend. Ja, er meinte es ernst. Sicher… der Teufel hatte ihn nicht wie sie gefoltert, aber der Teufel hatte ihn aus der Hölle geworfen, wie einen räudigen Köter und ihm dann noch seiner Kräfte entledigt. Für Mammon war das fast schon, wie eine Folter gewesen. Es war für ihn eine Demütigung gewesen, wie ein Absturz ganz nach unten. “Hast du etwa schon eine Idee, wie wir es anstellen könnten?” Neugier war in der Frage zu hören und neugier auch in seinem Blick, während er nun um den Sessel herumging und sich schließlich wieder setzte.
Ansonsten gab es natürlich keine Wunderformel dafür, wie man unerwünschte Gefühle schnell aus dem Verkehr zog. Selbst Mammon, der eine Ewigkeit dafür schon Zeit hatte, würde es selbst bald am eigenen Leib erfahren, dass es Grenzen gab. Natürlich konnte man für eine gewisse Zeit Gefühle ignorieren oder leugnen, aber das ging einfach nicht für immer so. Selbst Mammon war davor nicht geschützt. Und Lilith? Nun, sie wusste theoretisch, welche Gefühle es gab und was sie dafür tun musste um sie bei Wesen auszulösen, aber jetzt gehörte sie selbst zu diesen Wesen, die fühlen konnte. Welche Gefühle sie wohl alle zulassen wollen würde? Auch Mammon war gespannt darauf.
Natürlich hatte der Teufelssohn in den Verteidigungsmodus gewechselt. Seit wann fragte seine Schwester nur aus reinem Interesse? Normalerweise steckte da auch immer ein Hauch von Hohn dahinter. Ja, schon immer hatte Lilith ihm das Gefühl gegeben, dass er eben nicht rein war und somit durchaus nicht in der Lage war, irgendetwas richtig zu machen. Anerkennung? Fehlanzeige in der Vergangenheit und da war es doch nur logisch, dass er gerade so reagierte, wie er reagiert hatte. Im Übrigen war auch Mammon zu Lilith nicht anders. Die Hölle war eben kein Ort, wo Lob oder Anerkennung Platz fanden. Geschwisterliebe und Unterstützung? Auch das würde man in der Hölle vergeblich suchen. Außer… außer der Andere hatte etwas zu bieten, was man selbst gerade brauchte oder eben nützlich für die eigenen Pläne war. Im Grunde konnte man sagen, dass jeder sich selbst am nächsten war. Moment… was sagte sie da gerade? Er solle sich entspannen, weil sie aus Interesse und Anerkennung gesprochen hatte? Extrem verwundert sah er seine Schwester an. Solche Worte aus ihrem Munde? Nein, das war wirklich ungewöhnlich und daran musste sich der Dunkelhaarige erstmal gewöhnen. “Interesse und Anerkennung und beide in einem Satz aus deinem Mund.” Merkte er an. “Wow… darauf brauch ich noch nen Schluck.” Sprach er weiter, schüttelte einmal den Kopf mit einem Schmunzeln, ehe er wirklich noch einen Schluck aus seinem Glas nahm. Was die Aussage über Kisai anging, das ärgerte ihn nicht, denn hier hatte er eine ganz eigene Logik. Kisai war seine rechte Hand. ER hatte sich diesen zum Vertrauten ausgesucht und somit war auch er irgendwie daran beteiligt, wie das hier alles organisiert war. Klang das irgendwie logisch? Nun, für den Teufelssohn allemal. “Ich hab eben den Besten an meiner Seite.” Damit war das sowohl ein Lob für Kisai, welches er nicht hörte, aber auch für sich selbst, weil er so ein gutes Händchen für die Auswahl seiner rechten Hand hatte.
Und plötzlich hatten sie irgendwie die Rollen getauscht. Jetzt war Lilith die in den Verteidigungsmodus ging. Dabei hatte Mammon es nicht so gemeint, wie sie es gerade auffasste. Er war definitiv davon ausgegangen, dass sie weiterhin stärker und mächtiger als ein Dämon war. Doch sie war eben verletzt und wer wusste schon, wie fit sie wieder nach der Heilung mit dem Engel war, sollte Medea es wirklich schaffen einen aufzutreiben. Mammon hatte es doch nur gemeint, er sorgte sich einfach um sie. Ach verflucht! Was waren das denn jetzt für Gefühle? Er hatte sich noch NIE um sie gesorgt, genauso wenig, wie sie Anerkennung und Interesse für ihn übrig gehabt hatte. Was hatte sich nur geändert? Vielleicht, dass er hier auf der Erde schon so lange war? Der Umstand, dass sie nun extrem geschwächt war? Er wusste es nicht, wollte aber auch nicht darüber nachdenken und da war es sehr willkommen, dass Lilith sich selbst irgendwie in den Griff bekommen hatte und ein wenig zurückruderte um ihre Aussage mit einem Schmunzeln zu beenden. “Natürlich ist sie heiß. Falls du also Sex gepaart mit lustvollen Schmerzen haben willst, dann bist du bei ihr genau richtig.” Woher Mammon das nun schon wieder wusste? Nun, er hatte doch testen müssen, wie sie so ist, bevor er sie einstellte. Tja und eine Foltermeisterin musste eben gewisse Qualitäten mitbringen.
Seine Idee mit dem Thronrollstuhl blieb ohne weiteren Kommentar von Lilith und auch blieben ihre Lippen verschlossen als Mammon ihr anbot, dass Kisai ihr ein passendes Opfer brachte. Na gut, wenn sie gerade irgendwo anders mit den Gedanken war, dann konnte Mammon auch etwas Musik machen. Natürlich spielte er selbst. Er hatte das Gefühl, dass da einfach etwas aus ihm heraus will und wenn man ihn kannte und seine Lieder hörte, hatte man immer ein Gefühl dafür, in was für einer Stimmung er war, was ihn beschäftigte oder was er unbewusst versuchte zu verarbeiten. So war es nun auch bei diesem Lied. Ein Lied darüber, dass er wusste, dass sie eines Tages die Hölle und die Erde beherrschen würde. Ja, sie und damit meinte er neben sich auch noch Lilith. Es war eine indirekte Aussage, dass er sich freute, dass seine Schwester hier war, dass er froh war, dass es ihr etwas besser ging. Doch da war noch etwas viel offensichtliches. Er wollte mit ihr zusammenarbeiten, so als wusste er, dass wenn sie sich zusammentun würde, sie ein unbesiegbares Team wären. Sie beiden gegen den Rest der Welt. Sie beiden würden die Zukunft beherrschen und nach ihren beider Willen kreieren und mit Kisai an seiner Seite wäre das erst Recht ein Zuckerschlecken.
Dass selbst seine Schwester mit einstimmte, bekam Mammon nicht mit. Meist war er so vertieft in seinem Spiel und Gesang, dass er durchaus gern mal alles um sich herum vergaß bzw es alles weiter weg für ihn war.
Seine Stimme verstummte und kurz danach auch der letzte Ton, den er gespielt hatte. Für einen Moment kehrte Stille ein. Es war jedoch keine unangenehme Stille, denn es fühlte sich so an, als würden seine Worte noch im Raum hallen und diesen einnehmen. Es war schließlich Lilith, die dann das Wort ergriff und die Stille unterbrach. Mammon drehte sich zu ihr und sah sie leicht fragend an. Welche Worte genau meinte sie denn? „Dass du mich unterstützen würdest? Gegen ihn?“ Ah, das meinte Lilith. Mammon antwortete noch nicht sofort, sondern stand erst einmal auf und setzte sich in Bewegung. Wieder bei ihr und den Sitzmöglichkeiten angekommen, setzte er sich jedoch nicht hin, sondern blieb hinter seinem Sessel stehen. Seine Hände legte er oben auf die Rückenlehne und sein Oberkörper bewegte sich in ihre Richtung. Sein Blick war fest und man sah keinerlei Lächeln oder sonst irgendeine Art, die zeigen würde, dass er das nicht ernst meinte. “Mit jeder Faser meines Körpers.” Seine Stimme war fest und klang überzeugend. Ja, er meinte es ernst. Sicher… der Teufel hatte ihn nicht wie sie gefoltert, aber der Teufel hatte ihn aus der Hölle geworfen, wie einen räudigen Köter und ihm dann noch seiner Kräfte entledigt. Für Mammon war das fast schon, wie eine Folter gewesen. Es war für ihn eine Demütigung gewesen, wie ein Absturz ganz nach unten. “Hast du etwa schon eine Idee, wie wir es anstellen könnten?” Neugier war in der Frage zu hören und neugier auch in seinem Blick, während er nun um den Sessel herumging und sich schließlich wieder setzte.

