12.01.2026, 22:55
Lilith hatte vollkommen Recht damit, dass sie in diesem Bereich gleich waren. Selbst Schaden in Kauf nehmen um den Anderen eine reinzuwischen? Nein, nie im Leben! Selbstlos und aufopferungsvoll? Eher keine Worte, die im Wortschatz von Mammon Platz fanden. Nein, Mammon war eher egoistisch und auf seinen Vorteil bedacht. Naja und wenn er obendrein seine Schwester noch in den Wahnsinn treiben konnte oder zumindest auf die Palme bringen konnte, dann war das ein sehr erfolgreicher Tag. Schließlich war es gar nicht so einfach die Teufelstochter zur Weißglut zu bringen. Sie war da klar im Vorteil mit ihrer Gnade gegenüber seiner menschlichen Seite. Dennoch… ab und zu hatte er es doch irgendwie geschafft gehabt. Doch dafür war seit gestern gar kein Platz mehr. Seit gestern hatte sich irgendwie so einiges geändert gehabt. Egoistisch? Davon war gestern gar keine Spur gewesen. Er hatte sich wirklich um sie gesorgt gehabt und selbst jetzt, wo er wusste, dass sie auf dem Weg der Besserung war, sorgte er sich und versuchte es ihr so angenehm wie möglich zu machen. Das so offen sagen? Nein, das konnte er nicht, obwohl Mammon ja eigentlich kein Blatt vor dem Mund nahm. Doch bei solchen Dingen tat er das, was er er am besten konnte, wenn solche Gefühle aufkamen. Er versuchte diese irgendwie zu leugnen und sich andere Gründe auszudenken, warum er so handelte, wie er handelte.
Im Übrigen war es absolut kein Vorwurf gewesen, dass sie sich hatte so lange nicht blicken lassen. Mammon fand es eigentlich ganz entspannt seine kleine Schwester so lang nicht zu sehen. Aber gut, Lilith war bisher noch in keinem Zustand ihr das so zu sagen. Ja, er wenig rücksichtsvoll war er gerade schon. Sie hatte gerade ihre Schonzeit, wenn man es denn so nennen konnte.
Moment… wieso schaute sie ihn gerade so überrascht an und runzelte die Stirn? Das brachte ihn nun dazu, sie komisch anzusehen. “Was ist? Hab ich plötzlich irgendwas im Gesicht oder zwischen den Zähnen?” Dass er ihr gerade aufrichtig Mut zugesprochen hatte, war ihm gar nicht so bewusst. Für ihn war es einfach klar gewesen, dass man eben mehr war als nur die Gnade oder eine Seele. Wenn man nur wegen solchen Dingen existieren würde, dann würde doch Lilith nun nicht hier sitzen. Also, wieso diese komische Reaktion? Es MUSSTE somit daran liegen, dass plötzlich etwas an ihm anders war.
Und dann hielt sie sich plötzlich den Bauch. Ja, ihm war diese kleine Geste aufgefallen. Es war ungewöhnlich, dass Lilith dies tat. War es, weil sie Hunger hatte oder konnte es vielleicht sein, dass sie irgendetwas spürte in Richtung Gefühle? Aber, wieso dann den Bauch? Soetwas, was Lilith gerade spürte, nun soetwas, hatte selbst der Teufelssohn noch nicht gespürt gehabt. Sollte er etwas sagen? Nein, fürs Erste beließ er es dabei. Sollte es ihm aber nochmals auffallen, nun dann würde er definitiv nicht mehr seinen Mund halten.
“Mh… vielleicht aber auch eine Mischung aus beidem? Wann hat man schon die Möglichkeit einem gefallenen Engel mal zu foltern?” Ja, das ‘gefallen’ sprach er anders aus, denn Lilith war dahingehend ein Sonderfall. So wie Mammon war auch sie nie im Himmel gewesen und war somit auch nie gefallen. Dennoch hatte sie die Fähigkeiten eines gefallenen Engels. Er selbst hatte noch nie einen ihrer Tanten oder Onkel jemals gefoltert. Hatte er es gewollt? Nein… irgendwie nicht. Vielleicht lag es durchaus daran, dass er tief in sich wusste, dass diese eigentlich über ihm standen und irgendwie es sich auch komisch anfühlen würde. Vielleicht lag es aber auch an seiner menschlichen Seite. Fakt war aber, dass der Teufel sehr wohl nicht nur dazu in der Lage war, sondern es auch tun würde oder gar getan hat?
Dennoch gab es da dann noch eine Theorie, die Mammon hatte, wieso der Teufel Lilith nicht getötet hatte. Ob man es nun Mitgefühl, emotionale Distanz oder Verbundenheit war, irgendwie lief das doch alles auf das Gleiche hinaus. Lilith war schwer verletzt, aber lebte. „Und du meinst, weil er mich so sehr liebt, hat er sich stattdessen schön viel Zeit genommen, mich in aller Ruhe zu filetieren.“ So, wie sie es jetzt sagte, klang es natürlich nicht danach als würde seine abwegige Theorie stimmen, aber sie sprachen hier nicht von Menschen, sondern vom Teufel. “Naja, vielleicht ist es auch seine Art, das zu zeigen?” Schließlich gab es doch auch Menschen, die durch Gewalt zeigten, dass sie die andere Person liebten. Ja, schon klar, von all diesen Gefühlsduseleien hatte Mammon auch nicht sonderlich viel Ahnung, aber er hatte dennoch das Eine oder Andere schon gehört.
Und dann sprachen sie über Tan. Im Grunde war Tan für Lilith, wie Kisai für ihn. Tan war ihre Vertraute, Geliebte oder was auch immer. Da, wo Lilith war, war Tan nicht weit, außer jetzt und wie er erfuhr hatte Luzifer Tan in seine Gewalt. Vielleicht lebend, vielleicht aber auch tot. Lilith wusste es nicht und ja, auch Mammon natürlich nicht. Dennoch… wenn es wirklich eine Prüfung für Lilith war, dann war Tan lebend viel wertvoller gewesen als tot. Also standen die Chancen doch eigentlich ganz gut, oder? Aber Lilith sagte dazu nicht wirklich etwas. Nein, sie konnte gerade dazu nichts wirklich sagen. Ihre Stimme war zittrig geworden und man sah ihr an, dass irgendetwas sie überkam. Ihre Hand wanderte zu ihrem Hals und kurze Zeit später an ihren Augen. Moment… jetzt, wo er ihre Augen so betrachtete… waren sie.. feucht?
Mammon beugte sich etwas nach vorn, so, als müsse er genauer hinsehen, so als müsse er sich vergewissern, dass es das war, was er vermutete. “Heulst du etwa?” Ja, nicht gerade einfühlsam, aber dies war auch nichts, was er in der Hölle gelernt hatte. Es war ja im Grunde auch kein Heulen im eigentlichen Sinne. Es waren ja erstmal Tränen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber was machte man da? Bisher hatte er es gut hinbekommen die Leute, die anfingen zu weinen irgendwie… loszuwerden. Entweder ging er weg oder schickte diese eben ins Getümmel des Clubs oder… oder er tröstete diese armen Menschen mit Sex und da waren sehr schnell die Tränen getrocknet. Alle drei Optionen fielen hier aber weg und besonders die letzte. Also was sollte er jetzt tun? Sein Blick fiel auf sein EInstecktuch. Sollte er wirklich… schließlich seufzte er und rollte mit den Augen, ehe er sein Glas auf den kleinen Tisch abstellte und Lilith schließlich sein Einstecktuch rüberreichte. “Wehe da gehen andere Flüssigkeiten außer diese Tränen rein.” Was er damit meinte? Hoffentlich schnäutze sie da nicht rein. Das wäre echt ekelhaft. “Nimm schon. Das ist echt nicht zu ertragen.” Gestand er, denn Mammon merkte, dass es ihm nicht gefiel, wenn seine Schwester Tränen in den Augen hatte.
Im Übrigen war es absolut kein Vorwurf gewesen, dass sie sich hatte so lange nicht blicken lassen. Mammon fand es eigentlich ganz entspannt seine kleine Schwester so lang nicht zu sehen. Aber gut, Lilith war bisher noch in keinem Zustand ihr das so zu sagen. Ja, er wenig rücksichtsvoll war er gerade schon. Sie hatte gerade ihre Schonzeit, wenn man es denn so nennen konnte.
Moment… wieso schaute sie ihn gerade so überrascht an und runzelte die Stirn? Das brachte ihn nun dazu, sie komisch anzusehen. “Was ist? Hab ich plötzlich irgendwas im Gesicht oder zwischen den Zähnen?” Dass er ihr gerade aufrichtig Mut zugesprochen hatte, war ihm gar nicht so bewusst. Für ihn war es einfach klar gewesen, dass man eben mehr war als nur die Gnade oder eine Seele. Wenn man nur wegen solchen Dingen existieren würde, dann würde doch Lilith nun nicht hier sitzen. Also, wieso diese komische Reaktion? Es MUSSTE somit daran liegen, dass plötzlich etwas an ihm anders war.
Und dann hielt sie sich plötzlich den Bauch. Ja, ihm war diese kleine Geste aufgefallen. Es war ungewöhnlich, dass Lilith dies tat. War es, weil sie Hunger hatte oder konnte es vielleicht sein, dass sie irgendetwas spürte in Richtung Gefühle? Aber, wieso dann den Bauch? Soetwas, was Lilith gerade spürte, nun soetwas, hatte selbst der Teufelssohn noch nicht gespürt gehabt. Sollte er etwas sagen? Nein, fürs Erste beließ er es dabei. Sollte es ihm aber nochmals auffallen, nun dann würde er definitiv nicht mehr seinen Mund halten.
“Mh… vielleicht aber auch eine Mischung aus beidem? Wann hat man schon die Möglichkeit einem gefallenen Engel mal zu foltern?” Ja, das ‘gefallen’ sprach er anders aus, denn Lilith war dahingehend ein Sonderfall. So wie Mammon war auch sie nie im Himmel gewesen und war somit auch nie gefallen. Dennoch hatte sie die Fähigkeiten eines gefallenen Engels. Er selbst hatte noch nie einen ihrer Tanten oder Onkel jemals gefoltert. Hatte er es gewollt? Nein… irgendwie nicht. Vielleicht lag es durchaus daran, dass er tief in sich wusste, dass diese eigentlich über ihm standen und irgendwie es sich auch komisch anfühlen würde. Vielleicht lag es aber auch an seiner menschlichen Seite. Fakt war aber, dass der Teufel sehr wohl nicht nur dazu in der Lage war, sondern es auch tun würde oder gar getan hat?
Dennoch gab es da dann noch eine Theorie, die Mammon hatte, wieso der Teufel Lilith nicht getötet hatte. Ob man es nun Mitgefühl, emotionale Distanz oder Verbundenheit war, irgendwie lief das doch alles auf das Gleiche hinaus. Lilith war schwer verletzt, aber lebte. „Und du meinst, weil er mich so sehr liebt, hat er sich stattdessen schön viel Zeit genommen, mich in aller Ruhe zu filetieren.“ So, wie sie es jetzt sagte, klang es natürlich nicht danach als würde seine abwegige Theorie stimmen, aber sie sprachen hier nicht von Menschen, sondern vom Teufel. “Naja, vielleicht ist es auch seine Art, das zu zeigen?” Schließlich gab es doch auch Menschen, die durch Gewalt zeigten, dass sie die andere Person liebten. Ja, schon klar, von all diesen Gefühlsduseleien hatte Mammon auch nicht sonderlich viel Ahnung, aber er hatte dennoch das Eine oder Andere schon gehört.
Und dann sprachen sie über Tan. Im Grunde war Tan für Lilith, wie Kisai für ihn. Tan war ihre Vertraute, Geliebte oder was auch immer. Da, wo Lilith war, war Tan nicht weit, außer jetzt und wie er erfuhr hatte Luzifer Tan in seine Gewalt. Vielleicht lebend, vielleicht aber auch tot. Lilith wusste es nicht und ja, auch Mammon natürlich nicht. Dennoch… wenn es wirklich eine Prüfung für Lilith war, dann war Tan lebend viel wertvoller gewesen als tot. Also standen die Chancen doch eigentlich ganz gut, oder? Aber Lilith sagte dazu nicht wirklich etwas. Nein, sie konnte gerade dazu nichts wirklich sagen. Ihre Stimme war zittrig geworden und man sah ihr an, dass irgendetwas sie überkam. Ihre Hand wanderte zu ihrem Hals und kurze Zeit später an ihren Augen. Moment… jetzt, wo er ihre Augen so betrachtete… waren sie.. feucht?
Mammon beugte sich etwas nach vorn, so, als müsse er genauer hinsehen, so als müsse er sich vergewissern, dass es das war, was er vermutete. “Heulst du etwa?” Ja, nicht gerade einfühlsam, aber dies war auch nichts, was er in der Hölle gelernt hatte. Es war ja im Grunde auch kein Heulen im eigentlichen Sinne. Es waren ja erstmal Tränen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber was machte man da? Bisher hatte er es gut hinbekommen die Leute, die anfingen zu weinen irgendwie… loszuwerden. Entweder ging er weg oder schickte diese eben ins Getümmel des Clubs oder… oder er tröstete diese armen Menschen mit Sex und da waren sehr schnell die Tränen getrocknet. Alle drei Optionen fielen hier aber weg und besonders die letzte. Also was sollte er jetzt tun? Sein Blick fiel auf sein EInstecktuch. Sollte er wirklich… schließlich seufzte er und rollte mit den Augen, ehe er sein Glas auf den kleinen Tisch abstellte und Lilith schließlich sein Einstecktuch rüberreichte. “Wehe da gehen andere Flüssigkeiten außer diese Tränen rein.” Was er damit meinte? Hoffentlich schnäutze sie da nicht rein. Das wäre echt ekelhaft. “Nimm schon. Das ist echt nicht zu ertragen.” Gestand er, denn Mammon merkte, dass es ihm nicht gefiel, wenn seine Schwester Tränen in den Augen hatte.

