08.01.2026, 15:05
“Was?” kam es von ihm. Dass seine Gedanken sich in seinem Gesicht widerspiegelten, hatte man ihm noch nie gesagt. Okay, normalerweise sah man es ihm auch nicht so deutlich an. Doch die Person, die mit ihm hier saß, war ja auch nicht irgendjemand, sondern seine Schwester, die ihn in und auswendig kannte. Sie wusste jede Stärke und Schwäche von ihm. Kisai kannte Mammon zwar auch sehr gut, aber Lilith war mit Abstand die Einzige, die vermutlich jede Facette von ihm kannte. Naja, nicht jede, denn nie, ja wirklich niemals würde er mit der Teufelstochter ins Bett steigen. Kisai war etwas Anderes, aber mit seiner Schwester? Nope, das war echt abtörnend. Zum Glück ging es hier nicht gerade um Sex, auch wenn Mammon dieses Thema sehr mochte. Nein, hier ging es gerade um seinen misstrauischen Blick, den sie natürlich bemerkt hatte. Tja und da sie eben Lilith war, sprach sie das auch offen an. Mammon war in dieser Hinsicht ähnlich. Auch er hätte es angesprochen.
Natürlich kannte auch Mammon sie und ja, er wusste, dass Lilith sich niemals dabei selbst Schaden würde, egal bei was. Dennoch war da für einige Momente einfach dieser Gedanke gewesen. Konnte man/ Lilith ihm dies verübeln? Schließlich war es schon ungewöhnlich, dass Mammon all die Zeit, die er hier auf der Erde war, ewig nicht mehr seine Schwester gesehen hatte und er auch ebenso wenig etwas aus der Hölle gehört hatte, ob er seine Strafe abgesessen hatte oder nicht und dann plötzlich… so? Hätte sie nicht auch ein klitzekleines bisschen solche Gedanken gehabt? Egal, wie unlogisch es auch war? “Natürlich weiß ich, dass du nie etwas tun würdest, was auf deine Kosten geht.” Gab er ihr gleich zu verstehen. “Nur… ich höre oder sehe eine Ewigkeit nichts von dir oder irgendetwas aus der Hölle und urplötzlich tauchst du auf und dann so?” Dabei zeigte Mammon auf sie und bewegte dabei seine Hand von oben nach unten und wieder zurück. “Selbst du hättest wohl einen Hauch von Misstrauen gehabt.” Klang jetzt nicht gerade wie eine Entschuldigung von Mammon, aber wenn man ihn kannte, wusste man durchaus, dass es irgendwie schon eine war. “Und glaub mir. Du bist viel mehr als nur diese Gnade.” Meinte er. Was? Waren das tatsächlich aufmunternde Worte? Die Zeit auf der Erde hatte wirklich ihn ein wenig verändert, auch wenn Mammon das vielleicht nicht wahrhaben wollte.
Gefühle… unkontrollierbar und machten einen angreifbar. Das stimmte absolut. Mammon hatte im Gegensatz zu Lilith Gefühle und das von Anfang an. Dennoch musste man zugeben, dass der Teufel gute Arbeit bei Mammon geleistet hatte. Er hatte gewisse Gefühle, wie beispielsweise Wut gefördert und Gefühle, wie Sorge oder Mitleid so hinbekommen, dass sie tief irgendwo in Mammon verschlossen wurden, so als könnte Mammon so etwas nie fühlen. Nur seit er hier auf der Erde war und erst Recht, seit er Fred kennengelernt hatte, waren da Veränderungen, die Mammon immer wieder versuchte zu leugnen oder zu ignorieren. Dabei war das kaum möglich. Selbst als gestern der Anruf von Medea kam, war doch deutlich, dass er sich um Lilith sorgte. Ein Gefühl, was er doch angeblich gar nicht besaß. Mammon schüttelte imaginär diese Gedanken rund um Gefühle aus seinem Kopf und winkte nun auch sichtbar ab. “Ja, ja, schon gut. Ich versuch ja nur Theorien aufzustellen, die zwar unlogisch, aber nicht unmöglich wären.” Erklärte er sich. Dabei wusste Mammon doch selbst, dass es höchst unwahrscheinlich war, dass ein Handlanger solch eine Falle erstellen würde. Nein, so etwas tat der Teufel selbst, erst Recht, wenn es dabei um ein so mächtiges Wesen, wie die Teufelstochter, ging.
Doch warum dann überhaupt diese Falle bzw. diese Folter? Nein, Mammon verstand es noch nicht ganz, wieso der Teufel nicht kurzen Prozess gemacht hatte. Wenn er wirklich Lilith aus dem Weg schaffen wollte, dann machte er es dabei doch eigentlich kurz und knackig und nicht so kompliziert mit der Gefahr hin, dass sie sich befreien könnte… es sei denn… doch Mammon kam gar nicht dazu seine wohl abstruseste Theorie vorzustellen. Lilith war mit ihrer zweiten Theorie schneller gewesen. Ein Test für Lilith? Meinte sie wirklich? Mammon, der ihre Geste mit dem Glas verstand, füllte dieses erst einmal und lauschte dabei ihren Worten. “Du meinst, er will sehen, wie du ohne Gnade klarkommst und ob du es schaffst dir deine Gnade wiederzuholen?” Hatte er das so richtig verstanden? Es stimmte schon, dass der Teufel durchaus mal solche Spielchen nach seinen Regeln spielte, einfach, weil ihm gerade danach war, aber würde er auch so etwas mit seinem eigenen Fleisch und Blut machen? “Oder Theorie Nummer 3 ist, dass er dich töten wollte, aber zu lange zögerte, weil er seine eigene Kinder nicht töten will.” Ja, schon klar, es klang sehr menschlich, aber war es nicht irgendwie auch… Menschlich gedacht überhaupt Nachkommen haben zu wollen? Schließlich war es ja nicht so, dass der Teufels gleich morgen sterben würde. Was war, wenn selbst in höheren Wesen, wie (gefallenen) Engel ein Hauch von Menschlichkeit steckte? Okay, Menschlichkeit war das falsche Wort, aber Lilith würde vermutlich wissen, was er damit meinte.
„Er hat mir auch Tan genommen. Ich weiß nicht, wo sie ist… oder ob sie überhaupt noch lebt.“ Moment… jetzt wo sie es sagte… eigentlich war Tan doch nie weit weg, wenn seine Schwester irgendwo war. Aber sie war nicht da gewesen. Wieso Mammon dies erst durch Lilith Worte klar wurde? Tja, weil seine Gedanken sich einfach nur um Lilith und ihren Zustand gedreht hatten. Außerdem hatte er mit Tan nicht wirklich viel zu tun gehabt bzw. hatte er nie wirkliches Interesse an ihr gehabt. “Meinst du wirklich, dass er sie getötet hat? Ich mein… wenn deine zweite Theorie wirklich stimmt, meinst du nicht, dass es dann sinnvoller wäre, sie am Leben zu lassen, so als zusätzliche Motivation für dich, um sie zurückzubekommen?” Vielleicht sah er es zu gelassen. Aber so würde er es vermutlich machen. Er wusste ja, wie viel Tan Lilith bedeutete. Tan war lebendig viel mehr wert als tot.
Natürlich kannte auch Mammon sie und ja, er wusste, dass Lilith sich niemals dabei selbst Schaden würde, egal bei was. Dennoch war da für einige Momente einfach dieser Gedanke gewesen. Konnte man/ Lilith ihm dies verübeln? Schließlich war es schon ungewöhnlich, dass Mammon all die Zeit, die er hier auf der Erde war, ewig nicht mehr seine Schwester gesehen hatte und er auch ebenso wenig etwas aus der Hölle gehört hatte, ob er seine Strafe abgesessen hatte oder nicht und dann plötzlich… so? Hätte sie nicht auch ein klitzekleines bisschen solche Gedanken gehabt? Egal, wie unlogisch es auch war? “Natürlich weiß ich, dass du nie etwas tun würdest, was auf deine Kosten geht.” Gab er ihr gleich zu verstehen. “Nur… ich höre oder sehe eine Ewigkeit nichts von dir oder irgendetwas aus der Hölle und urplötzlich tauchst du auf und dann so?” Dabei zeigte Mammon auf sie und bewegte dabei seine Hand von oben nach unten und wieder zurück. “Selbst du hättest wohl einen Hauch von Misstrauen gehabt.” Klang jetzt nicht gerade wie eine Entschuldigung von Mammon, aber wenn man ihn kannte, wusste man durchaus, dass es irgendwie schon eine war. “Und glaub mir. Du bist viel mehr als nur diese Gnade.” Meinte er. Was? Waren das tatsächlich aufmunternde Worte? Die Zeit auf der Erde hatte wirklich ihn ein wenig verändert, auch wenn Mammon das vielleicht nicht wahrhaben wollte.
Gefühle… unkontrollierbar und machten einen angreifbar. Das stimmte absolut. Mammon hatte im Gegensatz zu Lilith Gefühle und das von Anfang an. Dennoch musste man zugeben, dass der Teufel gute Arbeit bei Mammon geleistet hatte. Er hatte gewisse Gefühle, wie beispielsweise Wut gefördert und Gefühle, wie Sorge oder Mitleid so hinbekommen, dass sie tief irgendwo in Mammon verschlossen wurden, so als könnte Mammon so etwas nie fühlen. Nur seit er hier auf der Erde war und erst Recht, seit er Fred kennengelernt hatte, waren da Veränderungen, die Mammon immer wieder versuchte zu leugnen oder zu ignorieren. Dabei war das kaum möglich. Selbst als gestern der Anruf von Medea kam, war doch deutlich, dass er sich um Lilith sorgte. Ein Gefühl, was er doch angeblich gar nicht besaß. Mammon schüttelte imaginär diese Gedanken rund um Gefühle aus seinem Kopf und winkte nun auch sichtbar ab. “Ja, ja, schon gut. Ich versuch ja nur Theorien aufzustellen, die zwar unlogisch, aber nicht unmöglich wären.” Erklärte er sich. Dabei wusste Mammon doch selbst, dass es höchst unwahrscheinlich war, dass ein Handlanger solch eine Falle erstellen würde. Nein, so etwas tat der Teufel selbst, erst Recht, wenn es dabei um ein so mächtiges Wesen, wie die Teufelstochter, ging.
Doch warum dann überhaupt diese Falle bzw. diese Folter? Nein, Mammon verstand es noch nicht ganz, wieso der Teufel nicht kurzen Prozess gemacht hatte. Wenn er wirklich Lilith aus dem Weg schaffen wollte, dann machte er es dabei doch eigentlich kurz und knackig und nicht so kompliziert mit der Gefahr hin, dass sie sich befreien könnte… es sei denn… doch Mammon kam gar nicht dazu seine wohl abstruseste Theorie vorzustellen. Lilith war mit ihrer zweiten Theorie schneller gewesen. Ein Test für Lilith? Meinte sie wirklich? Mammon, der ihre Geste mit dem Glas verstand, füllte dieses erst einmal und lauschte dabei ihren Worten. “Du meinst, er will sehen, wie du ohne Gnade klarkommst und ob du es schaffst dir deine Gnade wiederzuholen?” Hatte er das so richtig verstanden? Es stimmte schon, dass der Teufel durchaus mal solche Spielchen nach seinen Regeln spielte, einfach, weil ihm gerade danach war, aber würde er auch so etwas mit seinem eigenen Fleisch und Blut machen? “Oder Theorie Nummer 3 ist, dass er dich töten wollte, aber zu lange zögerte, weil er seine eigene Kinder nicht töten will.” Ja, schon klar, es klang sehr menschlich, aber war es nicht irgendwie auch… Menschlich gedacht überhaupt Nachkommen haben zu wollen? Schließlich war es ja nicht so, dass der Teufels gleich morgen sterben würde. Was war, wenn selbst in höheren Wesen, wie (gefallenen) Engel ein Hauch von Menschlichkeit steckte? Okay, Menschlichkeit war das falsche Wort, aber Lilith würde vermutlich wissen, was er damit meinte.
„Er hat mir auch Tan genommen. Ich weiß nicht, wo sie ist… oder ob sie überhaupt noch lebt.“ Moment… jetzt wo sie es sagte… eigentlich war Tan doch nie weit weg, wenn seine Schwester irgendwo war. Aber sie war nicht da gewesen. Wieso Mammon dies erst durch Lilith Worte klar wurde? Tja, weil seine Gedanken sich einfach nur um Lilith und ihren Zustand gedreht hatten. Außerdem hatte er mit Tan nicht wirklich viel zu tun gehabt bzw. hatte er nie wirkliches Interesse an ihr gehabt. “Meinst du wirklich, dass er sie getötet hat? Ich mein… wenn deine zweite Theorie wirklich stimmt, meinst du nicht, dass es dann sinnvoller wäre, sie am Leben zu lassen, so als zusätzliche Motivation für dich, um sie zurückzubekommen?” Vielleicht sah er es zu gelassen. Aber so würde er es vermutlich machen. Er wusste ja, wie viel Tan Lilith bedeutete. Tan war lebendig viel mehr wert als tot.

