[Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume]
„Hältst du mich wirklich für so…“ Sie hielt kurz inne, auf der Suche nach dem richtigen Wort. Es klang fast anmaßend in Verbindung mit ihr, dem, was sie war und woher sie stammte. Aber das konnte Spike selbstverständlich nicht wissen, und entsprechend unabsichtlich naiv waren seine Aussagen.
„…unschuldig?“ Niemals würde er derartige Vermutungen anstellen, wenn er noch seine Erinnerungen hätte. Aber wieso ihn nicht im Glauben lassen, was er glauben wollte? Wenn das gerade seine Fantasie bediente, dass sie sich gerne mal der aufregenden Versuchung hingab, aber ansonsten wohlbehütet und beschützt – oder zu mächtig, als dass jemand sie jemals würde antasten können, je nachdem wie man es sah – war, dann konnte er dieses Bild gern behalten.
Zusätzlich zu noch einigen anderen, die sie ihm nun spendierte. Und er reagierte genau so, wie sie es erwartet hatte: Sein Blick noch hungriger, sein Verlangen noch spürbarer. Seine Aura prickelte für sie, so geladen schien sie in diesen Sekunden zu sein, und Liliths Wahrnehmung war deutlich dumpfer und getrübter, ohne ihre Gnade.
Die meisten Erdlinge filterten ihre Emotionen auf die eine oder andere Weise, oder sie versuchten es zumindest. Nur wenige gaben sich ihrem Verlangen so ungeschönt und zügellos hin, wie Spike das tat… oder zumindest nicht ohne deutliche Aufforderung und/oder deutlich mehr Provokationen, als sie ihm gerade gegeben hatte. Und nicht nur das – kurz darauf entschied er sich sogar, dass er mitspielen wollte.
Natürlich war Lilith bewusst gewesen, dass sie sich theoretisch in seinem äußersten Bewegungsradius befand, so wie sie an der Tischkante lehnte. Nur dass ihm das so schnell klar wurde, und dass er es auf diese Art und Weise ausnutzte… das hatte sie nicht direkt erwartet. Nicht, dass es eine negative Überraschung war, ganz im Gegenteil. Er erwies sich als sehr viel spannenderer Spielgefährte, als sie ihm zugetraut hätte, und Lilith war die letzte, die sich nicht auf eine spontane Planänderung einließ, ganz besonders, wenn sie sich derartig vielversprechend gestaltete.
Er führte ihre Hand, und sie ließ ihn gewähren. Ihr Blick blieb währenddessen allerdings verschlossen mit seinem… es hatte etwas besonders Anregendes, die Herausforderung in seinen Augen zu sehen und sie noch weiter anzufachen, während er blind das Messer bewegte, dessen Position sie zwar beide nicht sehen, aber deutlich spüren konnten. Es war scharf, wie alle Instrumente, die hier lagen. Und genau das verlieh dieser Situation einen ganz besonderen Rausch für sie, den sie selten zuvor so erlebt hatte. Sie war aktuell sterblich. Die Hauptschlagader, die durch ihren Oberschenkel verlief, mit einem Messer aufzuschlitzen, würde sie binnen kürzester Zeit verbluten lassen. Ob Spike das genauso einordnen konnte? Vielleicht, vielleicht nicht. Er wusste, dass sie kein Mensch war, allein aufgrund ihres Blutes.
Ohne seine Erinnerungen wusste er sicher nicht, wie man sie töten konnte. Oder ob überhaupt.
Aber es war sekundär, was seine Absicht war und was er fühlte – wichtig für Lilith waren ihre Gefühle. Empfindungen, die sie nie zuvor gehabt hatte. Das Adrenalin, das mit der enormen Aufregung einherging, wenn ihr Körper GEFAHR schrie. Eine gewisse Prise Angst. Wie die sich auf ihren Herzschlag auswirkte. Der Durst nach mehr… und das alles gepaart mit der Erregung, die sie fühlte, resultierte in einem Rauschzustand, den sie zweifelsohne enorm genoss.
Dass er sie so sehr unterhielt, hatte sie definitiv nicht erwartet.
Sie bewegte ihren Körper minimal nach vorn, gerade genug, um ihn spüren zu lassen, dass sie näher gekommen war und den Druck der Messerspitze auf ihre sensible Haut am inneren Oberschenkel zu erhöhen. Sie kostete all diese Empfindungen noch ein paar Sekunden lang aus, gab sich ihnen vollkommen hin.
Diese Seite der Gefühle? Lange nicht so furchtbar wie der Rest, den sie bisher erlebt hatte.
Dann machte sie einen weiteren Schritt seitlich nach vorn, weg vom Tisch, lockerte den Druck des Messers, und legte die Hand, die noch immer die Klinge hielt, stattdessen auf seine Brust. Die Schneide selbstverständlich nach oben gerichtet, gezielt auf sein Kinn. Kurz darauf gab sie ihm einen Stoß, der ihn rücklings zu Boden beförderte. Sie hielt ihn dort, indem sie einen Fuß mit entsprechendem Druck auf seiner Brust platzierte.
„Ist es unter den Umständen nicht schade, dass du den Drink erst nach deinem Kampf bekommst?“ Sie war noch nicht fertig mit ihrem Spiel, das war wohl deutlich in ihrem Tonfall zu erkennen. Und selbst wenn nicht – auch Spike war kein Mensch. Er konnte ihre Aura nicht erkennen, aber auch Vampire hatten ihre Methoden, Signale zu deuten, das wusste sie.
„Hältst du mich wirklich für so…“ Sie hielt kurz inne, auf der Suche nach dem richtigen Wort. Es klang fast anmaßend in Verbindung mit ihr, dem, was sie war und woher sie stammte. Aber das konnte Spike selbstverständlich nicht wissen, und entsprechend unabsichtlich naiv waren seine Aussagen.
„…unschuldig?“ Niemals würde er derartige Vermutungen anstellen, wenn er noch seine Erinnerungen hätte. Aber wieso ihn nicht im Glauben lassen, was er glauben wollte? Wenn das gerade seine Fantasie bediente, dass sie sich gerne mal der aufregenden Versuchung hingab, aber ansonsten wohlbehütet und beschützt – oder zu mächtig, als dass jemand sie jemals würde antasten können, je nachdem wie man es sah – war, dann konnte er dieses Bild gern behalten.
Zusätzlich zu noch einigen anderen, die sie ihm nun spendierte. Und er reagierte genau so, wie sie es erwartet hatte: Sein Blick noch hungriger, sein Verlangen noch spürbarer. Seine Aura prickelte für sie, so geladen schien sie in diesen Sekunden zu sein, und Liliths Wahrnehmung war deutlich dumpfer und getrübter, ohne ihre Gnade.
Die meisten Erdlinge filterten ihre Emotionen auf die eine oder andere Weise, oder sie versuchten es zumindest. Nur wenige gaben sich ihrem Verlangen so ungeschönt und zügellos hin, wie Spike das tat… oder zumindest nicht ohne deutliche Aufforderung und/oder deutlich mehr Provokationen, als sie ihm gerade gegeben hatte. Und nicht nur das – kurz darauf entschied er sich sogar, dass er mitspielen wollte.
Natürlich war Lilith bewusst gewesen, dass sie sich theoretisch in seinem äußersten Bewegungsradius befand, so wie sie an der Tischkante lehnte. Nur dass ihm das so schnell klar wurde, und dass er es auf diese Art und Weise ausnutzte… das hatte sie nicht direkt erwartet. Nicht, dass es eine negative Überraschung war, ganz im Gegenteil. Er erwies sich als sehr viel spannenderer Spielgefährte, als sie ihm zugetraut hätte, und Lilith war die letzte, die sich nicht auf eine spontane Planänderung einließ, ganz besonders, wenn sie sich derartig vielversprechend gestaltete.
Er führte ihre Hand, und sie ließ ihn gewähren. Ihr Blick blieb währenddessen allerdings verschlossen mit seinem… es hatte etwas besonders Anregendes, die Herausforderung in seinen Augen zu sehen und sie noch weiter anzufachen, während er blind das Messer bewegte, dessen Position sie zwar beide nicht sehen, aber deutlich spüren konnten. Es war scharf, wie alle Instrumente, die hier lagen. Und genau das verlieh dieser Situation einen ganz besonderen Rausch für sie, den sie selten zuvor so erlebt hatte. Sie war aktuell sterblich. Die Hauptschlagader, die durch ihren Oberschenkel verlief, mit einem Messer aufzuschlitzen, würde sie binnen kürzester Zeit verbluten lassen. Ob Spike das genauso einordnen konnte? Vielleicht, vielleicht nicht. Er wusste, dass sie kein Mensch war, allein aufgrund ihres Blutes.
Ohne seine Erinnerungen wusste er sicher nicht, wie man sie töten konnte. Oder ob überhaupt.
Aber es war sekundär, was seine Absicht war und was er fühlte – wichtig für Lilith waren ihre Gefühle. Empfindungen, die sie nie zuvor gehabt hatte. Das Adrenalin, das mit der enormen Aufregung einherging, wenn ihr Körper GEFAHR schrie. Eine gewisse Prise Angst. Wie die sich auf ihren Herzschlag auswirkte. Der Durst nach mehr… und das alles gepaart mit der Erregung, die sie fühlte, resultierte in einem Rauschzustand, den sie zweifelsohne enorm genoss.
Dass er sie so sehr unterhielt, hatte sie definitiv nicht erwartet.
Sie bewegte ihren Körper minimal nach vorn, gerade genug, um ihn spüren zu lassen, dass sie näher gekommen war und den Druck der Messerspitze auf ihre sensible Haut am inneren Oberschenkel zu erhöhen. Sie kostete all diese Empfindungen noch ein paar Sekunden lang aus, gab sich ihnen vollkommen hin.
Diese Seite der Gefühle? Lange nicht so furchtbar wie der Rest, den sie bisher erlebt hatte.
Dann machte sie einen weiteren Schritt seitlich nach vorn, weg vom Tisch, lockerte den Druck des Messers, und legte die Hand, die noch immer die Klinge hielt, stattdessen auf seine Brust. Die Schneide selbstverständlich nach oben gerichtet, gezielt auf sein Kinn. Kurz darauf gab sie ihm einen Stoß, der ihn rücklings zu Boden beförderte. Sie hielt ihn dort, indem sie einen Fuß mit entsprechendem Druck auf seiner Brust platzierte.
„Ist es unter den Umständen nicht schade, dass du den Drink erst nach deinem Kampf bekommst?“ Sie war noch nicht fertig mit ihrem Spiel, das war wohl deutlich in ihrem Tonfall zu erkennen. Und selbst wenn nicht – auch Spike war kein Mensch. Er konnte ihre Aura nicht erkennen, aber auch Vampire hatten ihre Methoden, Signale zu deuten, das wusste sie.

