[Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume]
Spike gab sich in ihrer kleinen, unterhaltsamen Nebendiskussion geschlagen. Das musste Lilith anerkennen; es war eine Kunst zu wissen, wann man reden und wann besser schweigen sollte, weil man den Kürzeren zog. Nicht alle Erdlinge beherrschten diesen Mechanismus, die wenigsten von ihnen auch noch in Verbindung mit geschicktem Timing. Das brachte ihm wieder ein paar Punkte ein… sie umgab sich weitaus lieber mit intelligenten Wesen als mit einfach gestrickten. Und Spike war klug, er ließ sich oft nur hinreißen zu impulsiven oder unüberlegten Kurzschlussreaktionen.
Dann fragte er sie, wie er sich bisher verhalten hatte. Gut, er konnte sich nicht erinnern, aber was war mit seiner Natur? Seinen inneren Treibern, seiner Motivation?
„Ich habe dich immer als sehr ambitioniertes Wesen erlebt“, gestand sie ihm schließlich sowas wie eine Information zu. Oder zumindest einen Teil davon. „Nicht als jemanden der rumsitzt, wartet und andere die Arbeit machen lässt.“
Und nach Liliths Aufassung konnte das auch nicht nur an seinen Frauen liegen, an die er immer so viel seines Daseinszweckes knüpfte. Nein, auch Spike jenseits des traurigen, liebestollen Poeten war ein Wesen, das nach etwas strebte. Der nächste Kampf, eine weitere Herausforderung. Irgendetwas, das ihn an seine Grenzen brachte. Hatte er nicht auch mal eine Zeit lang Jagd explizit auf Jägerinnen gemacht, exakt die Sorte Wesen, die berufen waren, seinesgleichen zu vernichten?
Kurzzeitig in ihren Gedanken verloren, bekam Lilith zunächst gar nicht mit, dass Spikes Fokus sich verschoben hatte – auf das Messer in ihren Händen. Sie erhaschte seinen Blick allerdings knapp, als sie den Kopf wieder hob und ehe er sich erneut seinem Glas zuwandte, um es zu leeren.
“Übrigens, wenn ich gewinne, dann schuldest du mir nen weiteren Drink.”
Er grinste, wieder in der großspurigen, vorlauten Persona, die sie von ihm kannte. Lilith erwiderte sein Grinsen gleichermaßen.
„Tu ich das?“ Sie hob das Messer, das weiterhin locker in ihrer Hand lag, an und tippte es mit der Klinge zunächst scheinbar nachdenklich an ihr Kinn, ehe sie die Spitze der Klinge langsam und deutlich provokant nach unten gleiten ließ. Die Unterseite ihres Kinns entlang, über ihre Kehle, ihren Hals hinunter. Sie verletzte keine Haut – dazu war sie bei Weitem zu versiert im Umgang mit derartigen Klingen – aber sie ahnte, welche Wirkung es auf ihn haben würde.
„Welche Art von... Drink?“
Spike gab sich in ihrer kleinen, unterhaltsamen Nebendiskussion geschlagen. Das musste Lilith anerkennen; es war eine Kunst zu wissen, wann man reden und wann besser schweigen sollte, weil man den Kürzeren zog. Nicht alle Erdlinge beherrschten diesen Mechanismus, die wenigsten von ihnen auch noch in Verbindung mit geschicktem Timing. Das brachte ihm wieder ein paar Punkte ein… sie umgab sich weitaus lieber mit intelligenten Wesen als mit einfach gestrickten. Und Spike war klug, er ließ sich oft nur hinreißen zu impulsiven oder unüberlegten Kurzschlussreaktionen.
Dann fragte er sie, wie er sich bisher verhalten hatte. Gut, er konnte sich nicht erinnern, aber was war mit seiner Natur? Seinen inneren Treibern, seiner Motivation?
„Ich habe dich immer als sehr ambitioniertes Wesen erlebt“, gestand sie ihm schließlich sowas wie eine Information zu. Oder zumindest einen Teil davon. „Nicht als jemanden der rumsitzt, wartet und andere die Arbeit machen lässt.“
Und nach Liliths Aufassung konnte das auch nicht nur an seinen Frauen liegen, an die er immer so viel seines Daseinszweckes knüpfte. Nein, auch Spike jenseits des traurigen, liebestollen Poeten war ein Wesen, das nach etwas strebte. Der nächste Kampf, eine weitere Herausforderung. Irgendetwas, das ihn an seine Grenzen brachte. Hatte er nicht auch mal eine Zeit lang Jagd explizit auf Jägerinnen gemacht, exakt die Sorte Wesen, die berufen waren, seinesgleichen zu vernichten?
Kurzzeitig in ihren Gedanken verloren, bekam Lilith zunächst gar nicht mit, dass Spikes Fokus sich verschoben hatte – auf das Messer in ihren Händen. Sie erhaschte seinen Blick allerdings knapp, als sie den Kopf wieder hob und ehe er sich erneut seinem Glas zuwandte, um es zu leeren.
“Übrigens, wenn ich gewinne, dann schuldest du mir nen weiteren Drink.”
Er grinste, wieder in der großspurigen, vorlauten Persona, die sie von ihm kannte. Lilith erwiderte sein Grinsen gleichermaßen.
„Tu ich das?“ Sie hob das Messer, das weiterhin locker in ihrer Hand lag, an und tippte es mit der Klinge zunächst scheinbar nachdenklich an ihr Kinn, ehe sie die Spitze der Klinge langsam und deutlich provokant nach unten gleiten ließ. Die Unterseite ihres Kinns entlang, über ihre Kehle, ihren Hals hinunter. Sie verletzte keine Haut – dazu war sie bei Weitem zu versiert im Umgang mit derartigen Klingen – aber sie ahnte, welche Wirkung es auf ihn haben würde.
„Welche Art von... Drink?“

