27.04.2026, 22:22
[Spike - Lilith: Keller in einem der Folterräume]
Man sollte meinen, dass Spike in einer Situation wie dieser Besseres zu tun hatte, als sich über einen Kommentar aufzuregen, der sein männliches Ego angekratzt hatte. Aber natürlich war sein Hauptfokus ausschließlich das, sobald sie ihn als kleinen Jungen bezeichnet hatte. Lilith grinste wissend. Er war so einfach zu durchschauen, so einfach zu spielen.
„Es scheint mir fragwürdig, dass du lieber als ‚Untoter‘ bezeichnet werden werden möchtest, aber jetzt wo du es sagst–“ Sie ließ ihren Blick kurz an seinem Körper hoch und wieder runter wandern, nachdem er selbst so einladend mit seiner Hand auf eben diesen gestikuliert hatte. „–wirklich frisch siehst du nicht aus.“
Ob ihm das besser passte, wenn er mit ihren ‚Komplimenten‘, wie er es nannte, unzufrieden war? Dabei war sie nicht hier, um ihn zu umschmeicheln. Im Gegenteil, sie rettete gerade sein armseliges Leben, auch wenn er das weder verdiente noch ansatzweise zu würdigen wusste.
Scheinbar erinnerte sich Spike dann aber doch daran, warum er hier war und was eigentlich seiner Aufmerksamkeit bedurfte. Und zu Liliths Erleichterung konnte er sich sogar erinnern, was sie ihm beim letzten Mal gezeigt hatte, trotz Blutrausch, trotz Durstrecke dazwischen.
Guter Junge.
Sie behielt den Gedanken diesmal in weiser Voraussicht für sich.
„Richtig“, entgegnete sie stattdessen, seine Zusammenfassung ihrer Aussagen aus ihrer letzten Begegnung bestätigend. „Wobei du mir nicht vertrauen musst, dir den Weg dorthin zu zeigen – das habe ich schon. Du weißt, dass er da ist, du weißt, dass ich ihn in Sekunden wieder öffnen kann. Das Vertrauen wird eher nötig sein, wenn du wieder zurückkommen willst.“ Und die erste Hürde lag höchstwahrscheinlich schon allein darin, dass er in einem halbwegs geistig brauchbaren Zustand den Weg zu ihr zurück finden musste. Sicherlich konnte sie sich auch Mühe geben und ihn finden, aber das war mit recht hoher Wahrscheinlichkeit stark davon abhängig, wie ihre Laune zum jeweiligen Zeitpunkt dann war… und ob sie eventuell von etwas anderem abgelenkt wurde.
Aber um diese relevanten Details des Prozesses machte Spike sich natürlich wieder keine Gedanken. Anstatt sich seinen hübschen Lockenkopf zu zerbrechen darüber, wie er seinen Verstand nach einem Trip dieser Größenordnung wieder zusammensetzen konnte, hielt er sich erneut mit den unwichtigen Fragen auf, an denen er sich beim letzten Mal schon vehement aufhängen wollte.
“Und da stellt sich mir erneut die Frage… was hast du davon? Was bringt es dir, wenn ich gewinne?”
Lilith seufzte. Sie hatte sich wohl zu früh gefreut darüber, dass er seine Erinnerungen an ihre Abmachung noch beisammen hatte.
„Hast du schon vergessen, dass wir einen Blutpakt geschlossen haben? Ich rette dein Leben, und du stehst in meiner Schuld. Der Tag wird kommen, an dem ich sie einfordern werde, und du wirst nicht ablehnen können. Egal, was ich von dir verlange.“ So war es nunmal mit Lebensschulden. Spike wusste um die Konditionen – und selbst wenn nicht, er hatte bereits zugestimmt. Für einen Rückzieher war es jetzt ohnehin zu spät… ganz abgesehen davon, dass ihm seine Schuldenfreiheit auch herzlich wenig bringen würde, wenn er in einer Stunde tot war.
Man sollte meinen, dass Spike in einer Situation wie dieser Besseres zu tun hatte, als sich über einen Kommentar aufzuregen, der sein männliches Ego angekratzt hatte. Aber natürlich war sein Hauptfokus ausschließlich das, sobald sie ihn als kleinen Jungen bezeichnet hatte. Lilith grinste wissend. Er war so einfach zu durchschauen, so einfach zu spielen.
„Es scheint mir fragwürdig, dass du lieber als ‚Untoter‘ bezeichnet werden werden möchtest, aber jetzt wo du es sagst–“ Sie ließ ihren Blick kurz an seinem Körper hoch und wieder runter wandern, nachdem er selbst so einladend mit seiner Hand auf eben diesen gestikuliert hatte. „–wirklich frisch siehst du nicht aus.“
Ob ihm das besser passte, wenn er mit ihren ‚Komplimenten‘, wie er es nannte, unzufrieden war? Dabei war sie nicht hier, um ihn zu umschmeicheln. Im Gegenteil, sie rettete gerade sein armseliges Leben, auch wenn er das weder verdiente noch ansatzweise zu würdigen wusste.
Scheinbar erinnerte sich Spike dann aber doch daran, warum er hier war und was eigentlich seiner Aufmerksamkeit bedurfte. Und zu Liliths Erleichterung konnte er sich sogar erinnern, was sie ihm beim letzten Mal gezeigt hatte, trotz Blutrausch, trotz Durstrecke dazwischen.
Guter Junge.
Sie behielt den Gedanken diesmal in weiser Voraussicht für sich.
„Richtig“, entgegnete sie stattdessen, seine Zusammenfassung ihrer Aussagen aus ihrer letzten Begegnung bestätigend. „Wobei du mir nicht vertrauen musst, dir den Weg dorthin zu zeigen – das habe ich schon. Du weißt, dass er da ist, du weißt, dass ich ihn in Sekunden wieder öffnen kann. Das Vertrauen wird eher nötig sein, wenn du wieder zurückkommen willst.“ Und die erste Hürde lag höchstwahrscheinlich schon allein darin, dass er in einem halbwegs geistig brauchbaren Zustand den Weg zu ihr zurück finden musste. Sicherlich konnte sie sich auch Mühe geben und ihn finden, aber das war mit recht hoher Wahrscheinlichkeit stark davon abhängig, wie ihre Laune zum jeweiligen Zeitpunkt dann war… und ob sie eventuell von etwas anderem abgelenkt wurde.
Aber um diese relevanten Details des Prozesses machte Spike sich natürlich wieder keine Gedanken. Anstatt sich seinen hübschen Lockenkopf zu zerbrechen darüber, wie er seinen Verstand nach einem Trip dieser Größenordnung wieder zusammensetzen konnte, hielt er sich erneut mit den unwichtigen Fragen auf, an denen er sich beim letzten Mal schon vehement aufhängen wollte.
“Und da stellt sich mir erneut die Frage… was hast du davon? Was bringt es dir, wenn ich gewinne?”
Lilith seufzte. Sie hatte sich wohl zu früh gefreut darüber, dass er seine Erinnerungen an ihre Abmachung noch beisammen hatte.
„Hast du schon vergessen, dass wir einen Blutpakt geschlossen haben? Ich rette dein Leben, und du stehst in meiner Schuld. Der Tag wird kommen, an dem ich sie einfordern werde, und du wirst nicht ablehnen können. Egal, was ich von dir verlange.“ So war es nunmal mit Lebensschulden. Spike wusste um die Konditionen – und selbst wenn nicht, er hatte bereits zugestimmt. Für einen Rückzieher war es jetzt ohnehin zu spät… ganz abgesehen davon, dass ihm seine Schuldenfreiheit auch herzlich wenig bringen würde, wenn er in einer Stunde tot war.

