Slayertime

Normale Version: Let the Games Begin
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[Mammon - Lilith: Hauptbühne]

Hier sah man den direkten Unterschied der Beiden. Während Mammon es liebte in diesem Geschrei und der Aufruhr zu stehen und sogar die Masse dazu anstachelte noch lauter zu werden, liebte Lilith es, wenn alles um sie herum still war und man sie gebannt ansah, wann sie endlich das Wort ergriff. Ok, dann sollte sie sich dies gönnen, auch wenn es Mammon wirklich nicht gefiel. Das hier war schließlich ein verdammter Kampf und keine Geschichtsstunde, wo man dem Redner an den Lippen hängen musste, weil es für irgendetwas wichtig sein könnte. Aber gut, er würde das Ruder schon wieder rumreißen! Sollte sie ihren kurzen Ruhm der Stille genießen. Jedoch nicht zu lang und so hatte Mammon sich einfach das Recht herausgenommen ihr das Mikro wieder abzunehmen. Er war hier der Gastgeber und so galten auch seine Regeln und wenn er Lust hatte wieder das Mikrofon an sich zu nehmen, dann konnte er dies auch. Lilith, professionell, wie sie eben war, ließ ihm das Mikro ohne Murren abnehmen und so konnte Mammon wieder die Menge laut werden lassen. Unter Gebrüll, Jubel und Applaus der Leute, kündigte Mammon schließlich den ersten Kämpfer des Hauptkampfes an. Dieser legte einen hervorragenden Auftritt hin und zeigte offenkundig, wie sehr er diesen Kampf wollte.

Doch es fehlte natürlich noch die Ankündigung des zweiten Kämpfers und diese Ehre ließ er Lilith zukommen. Diese hatte sich schon von seiner Security helfen lassen, sodass sie nun oben auf dem Käfig stand. Tse… musste sie ihm das wirklich nachmachen? Hatte sie keine eigenen Ideen? Naja, andererseits… es gab keine bessere Idee und deswegen hatte die Teufelstochter ihm dies sicher nachgemacht. Aber gut, dann war es so und so warf er Lilith geschickt das Mikrofon nach oben, sodass sie endlich den Ehrengast ankündigen konnte. Spike, der Vampir, der wieder auferstanden war. Ja, Mammon hatte derweil ein besseres Wissen über diesen besonderen Vampir bekommen, dank Medea, aber auch Kisai. Aber das würde er so natürlich nicht herumposaunen. Vielleicht war das aber auch ein Grund, wieso Lilith diesen Vampir ankündigte und nicht er. Welcher Grund es jedoch schlussendlich war, würde wohl nur Mammon allein wissen.

Kaum hatte Lilith Spike Namen genannt, konnte man einen neuen Lichtkegel sehen. In diesem befand sich Spike. Mammon sah nur kurz zu diesem Vampir. Noch immer verstand er nicht ganz, wieso dieser so besonders war. Also, ja theoretisch schon, allein schon wegen der Sache mit dem Seitenwechsel und einer Seele, die er gehabt haben sollte. Mammon verschwendete erst gar keinen Gedanken daran, ob dieser noch immer eine besaß. Viel wichtiger war es doch, wie die Menge auf diesen schlanken Vampir reagierte und, dass der Blutsauger das tat, was er machen sollte, nämlich kämpfen und gewinnen, auch wenn sie hier Mammon fragte, wie dieser Kerl es generell geschafft hatte überhaupt noch zu existieren. Mal ehrlich… Vampire waren nicht gerade weit oben in der Rangliste unter den Dämonen und auch Mammon betitelte Vampire gern mal als Ratten der Unterwelt. Aber hey, vielleicht überraschte der Vampir ihn ja. Etwas musste er ja an sich haben, dass sogar Wolfram & Hart ihre Finger da irgendwie im Spiel hatten. Doch auch dies war eine Sache über die der Teufelssohn nicht weiter nachdachte. Was interessierte ihn schon diese Kanzlei? Er hatte mit diesem Abend sein Soll erfüllt. Er hatte den Club für diesen Käfigkampf zur Verfügung gestellt und ein Teil der Einnahmen heute Abend würden an Wolfram & Hart gehen und dann wären seine Schulden damit erledigt.

Spike stand nun mittlerweile vor dem Käfig und die Securitys, die ihn festhalten, warteten nur noch auf Mammons Zeichen. Doch bevor er dieses gab, musste er dafür sorgen, dass seine Schwester wieder vom Käfig herunterkam und so, wie es eben für eine Teufelstochter würdig war.
Er fing elegant das Mikro wieder auf, welches Lilith ihm zuwarf und danach reichte er ihr die andere Hand, sodass diese sich festhalten konnte und grazil wieder herunterkam. Mammon lächelte sie mit einem kleinen anerkennenden Lächeln an. Ja, er musste zugeben, dass sie, wie natürlich nicht anders zu erwarten, es hervorragend gemacht hatte. Doch dieses Lächeln musste ausreichen, wie er fand. Außerdem hatte jetzt sowieso Priorität, dass Spike in den Käfig kam. "Seid ihr bereit für einen spektakulären und unvergesslichen Kampf, der in die Geschichte eingehen wird?” Fragte er die Menge, die sofort wieder lauter anfingen zu jubeln und zu schreien. “Dann… lasst den Kampf BEGINNEEEEEEEEN!” Bevor er diesen Satz jedoch sagte, hatte er das Mikro in seiner linken Hand. M´Sein rechter Arm ging nach oben, der jedoch dann sich blitzschnell nach unten bewegte, als er das letzte Wort beendet hatte. Dies war das Zeichen für die Securitys Spike in den Käfig zu bringen und den Käfig zu schließen. Sofort gingen die Kämpfer aufeinander los und Mammon legte seine Hand erneut auf Lilith Rücken. Eher diesmal unbewusst, so als müsse er sie vorsichtshalber beschützen, dass ihr nichts passierte.

Mit etwas Druck darauf auszuüben, zog er Lilith ein Stück weit vom Käfig weg und neigte seinen Kopf in ihre Richtung, sodass er nah genug war, um ihr etwas leise zu sagen. “Netter Auftritt, aber das nächste Mal lässt du dir was eigenes einfallen.” Ja, Mammon musste einfach nach einem kleinen Kompliment doch noch irgendwie sticheln. Dennoch würde Lilith wissen, dass er durchaus ihren Auftritt gut fand. Dafür kannten sie sich einfach viel zu sehr. Aus einer anderen Perspektive, konnte diese Geste auch durchaus als intim bewertet werden. Weder Mammon noch Lilith hatten schließlich aufgeklärt, wie sie zueinander standen oder was sie füreinander waren. Kisai wusste es und auch Medea und Damon, aber die breite Masse? Diese würde vermutlich erst nach dem Abklingen des Adrenalins, welches durch ihre Adern floss, darüber nachdenken.
[Mammon - Lilith: vor dem Käfig/Main Floor]

Mammon reichte ihr die Hand, nachdem er das Mikrofon kurz weggesteckt hatte, und Lilith ergriff sie. Mit der Selbstverständlichkeit eines Wesens, das seine gesamte Existenz Flügel besessen hatte, sprang sie die nicht unbedenkliche Höhe des Käfigs herunter, und vermutlich konnte sie froh sein, dass Mammon ihren Sprung – zusätzlich zur Unterstützung seiner rechten Hand – mit ähnlicher Selbstverständlichkeit durch einen festen Griff um ihre Taille abdämpfte und sie so sicher wieder auf die Füße stellte. Sie bemerkte nicht einmal bewusst, dass sie seine Hilfe in Anspruch genommen hatte.
Sein anerkennendes Lächeln erwiderte sie mit dem provokanten Hochziehen ihrer linken Augenbraue. Es war wie ein Spiel – er hatte versucht, sie aus der Reserve zu locken und schachmatt zu setzen, und sicherlich war dieser Stunt nicht ihr bevorzugter Ablauf dieses Abends, aber sie hatte sich seinem Zug gebeugt und mitgespielt… für den Moment.

Der Grund, warum sie es vorgezogen hätte, unerkannt zu bleiben war, dass nun entsprechend große Aufmerksamkeit auf ihnen lag. Ihnen beiden, wie sie mitten in der Menge vor dem Käfig standen – aber anders als Mammon gab ihr das Bad in der Menge meist nicht so viel; Lilith suchte sich die Wesen, mit denen sie Umgang pflegte, in der Regel selbst und… persönlich aus. Während ihr Bruder also nun den Kampf endlich freigab, wandte sie sich knapp zu einem Dämon um, der nach ihrer Hüfte gegriffen hatte.
„Hände weg, oder du bist sie los“, kommentierte sie ruhig, aber mit einer Kälte, die sowohl ihren Stand als auch ihre Fähigkeit, die Drohung in die Tat umzusetzen, klar absteckte. Ob sie noch genauso dazu in der Lage war, wie das früher der Fall gewesen wäre? Genau wusste sie es nicht, aber wie in der Hölle zählte auch hier der Eindruck, den man hinterließ. Und Lilith würde einen Teufel tun, sich durch das leiseste Zeichen von Schwäche angreifbar zu machen.
Eine Sekunde später war sie bereit, es drauf ankommen zu lassen und ein Exempel zu statuieren am nächsten Paar übergriffiger Hände, ehe sie feststellte, dass es diesmal Mammon war, der sie mit sanftem Druck auf ihren unteren Rücken ein Stück weit vom Käfig wegbrachte.
“Netter Auftritt, aber das nächste Mal lässt du dir was eigenes einfallen.”
Im ersten Augenblick konnte sie seinem Gedankengang nicht folgen und versuchte instinktiv, seinen Blick zu suchen – aber er war ihr zu nah, aufgrund der Lautstärke, die nun im Club entbrannt war, unter all den Besuchern, die die Kämpfer anfeuerten. Und wahrscheinlich war das ihr großes Glück, da ihr kurz darauf bewusst wurde, dass er höchstwahrscheinlich Bezug nahm auf seine Eröffnungsshow zu Beginn des Abends – nur dass Lilith die Referenz nicht verstand, weil sie den Großteil davon nicht gesehen hatte, dank Kisais… weitaus unterhaltsamerem Alternativprogramm. Aber das konnte sie Mammon selbstverständlich nicht gestehen, nicht, wenn sie Kisai den anschließenden Ärger ersparen wollte. Es spielte ihr also ganz gut in die Karten, dass er ihren kurzzeitig verwirrten Blick nicht hatte sehen können.

Sie überging den Kommentar gekonnt, er war ohnehin nichts weiter als eine Stichelei, wie sie sie tausendfach regelmäßig austauschten. Stattdessen drehte sie sich ein Stück weit und schob eine Hand in seinen Nacken, um ihn zu sich herunterzuziehen – sie war nicht klein, aber Mammon überragte sie dennoch um ein gutes Stück. Die andere Hand ruhte auf seiner Brust, sodass sie sich auf die Zehenspitzen stellen und ihm ebenfalls ins Ohr sprechen konnte.
„Ich verstehe dein Bedürfnis, mich bestrafen zu wollen“, setzte sie an. Ihm das abzusprechen wäre kleinlich und ginge gegen ihre Würde. Und er war hier der Hausherr, auch wenn sie nicht anerkannte, dass er als älterer Bruder grundsätzlich allein aufgrund seines Alters in einer Position war, sie maßregeln zu können.
„Aber das hier…“ Sie hielt kurz inne, ihre Lippen streiften seine Wange beinahe. „…das war keine Strafe mehr. Das war eine Herausforderung.“
Dann löste sich sich ein kleines Stück von ihm, allerdings hauptsächlich deshalb, um die Schlüsselkarte – der Ursprung ihres kleinen Disputs – zwischen Zeige- und Mittelfinger zurück in die Innentasche seines Sakkos gleiten zu lassen. Etwas weniger subtil diesmal als zum Zeitpunkt, als sie sie entwendet hatte, sodass er die Geste diesmal wahrnehmen würde. Aber dennoch galant und diskret genug, dass es für alle umstehenden wirkte wie eine vertrauliche Berührung. Kein Grund mitten unter allen gewöhnlichen Besuchern des Clubs klar zu machen, wo Mammon seine Wertsachen aufbewahrte. Das hier war ein Spiel zwischen ihnen und ausschließlich zwischen ihnen. Niemals würde sie ihn durch unüberlegte Handlungen von außen angreifbar machen.
„Ich lasse ungern Rechnungen offen. Betrachte diese hier als beglichen.“
Sie ließ ihm ein paar wenige Sekunden im Glauben, dass er triumphiert hatte, ehe sie noch einmal ansetzte:
„Die nächste hast du gerade selbst eröffnet.“
Fred-Kisai-Scott: Devils Balcony

Der Kampf endete und damit hatt Scott verloren, auch wenn er nicht gewettet hatte. Etwas womit Kisai von Anfang an gerechnet hatte, daher hatte es ihn schon verwundert, dass Scott auf den anderen gesetzt hatte. Aber vermutlich war Scott einfach nicht so bewandert was Kämpfe anging, wie Kisai es war oder scheinbar auch Fred, die auch richtig gelegen hatte. Sie führte auch noch eine recht schlaue Erklärung an und Kisai war kurz etwas beeindruckt, schließlich waren Mammons Romanzen -wenn man sie denn so nennen konnte - eher von schlichterer Natur und viel weniger an Kämpfen interessiert oder gar beteiligt. Doch Kisai kommentierte es nicht weiter, war dabei auch viel zu abgelenkt von dem Spektakel auf der Bühne, ein Grinsen konnte er sich nicht verkneifen. Die beiden Geschwister zogen eine wunderbare Show ab und wenn man sie nicht kannte, konnte man so einiges missverstehen. So wie auch Fred es scheinbar traf und Kisai damit amüsierte.
Kurz überlegte er noch etwas Salz in die Wunde zu streuen, allerdings wollte er nicht verraten, wer Lilith genau war. Doch dann entschied er sich dagegen, Fred musste nicht wissen, wie genau Kisai sie beobachtete und außerdem würde er schon noch mit ihr Spielen können, er musste Lilith nur davon erzählen und hätte sicherlich noch mehr als einmal Gelegenheit dazu haben.
Die beiden Gäste setzten beide auf den Vampir, allerdings aus unterschiedlichen Gründen und fragten dann auch schon ihn nach seiner Meinung.
„Als ob es Mammon interessieren würde, wenn die Jägerin Ärger macht. Ich bitte dich, sie ist uns nicht mal im Ansatz gewachsen“ meinte er jedoch lässig. „Aber der Vampir gewinnt, da bin ich ganz bei euch“ erklärte er dann und besah sich weiter die Show der Teufelskinder, die die Menge anheizten und die Spannung steigen ließen.
Kisai trank einen Schluck. „Da haben die Beiden mal wieder einen grandiosen Auftritt hingelegt. Meint ihr nicht?“ fragte er dann locker in die Runde um doch etwas zu sticheln.


[Mammon - Lilith: vor dem Käfig/Main Floor]

Es war eine Aktion, bei der er nicht nachdenken brauchte, es war eher wie eine Art Reflex oder wie die Luft, die man zum Atmen brauchte, also wäre man nur ein normaler Mensch. So war es auch für Mammon natürlich gewesen Lilith bei ihrem eleganten Hinuntergleiten zu stützen, so dass sie dabei keinesfalls einen unwürdigen Abgang hinlegte. Generell musste der Teufelssohn zugeben, dass sie eine wirklich gute Figur hingelegt hatte. Andererseits… jemand von ihrem Format, bei dem ging man eigentlich davon aus, dass sie diesen Auftritt mit Bravur meistern würde. Hätte Mammon damit gerechnet, dass Lilith das nicht hinbekommen würde, hätte er ihr niemals diese kleine Strafe auferlegt. Doch so… so konnte er sich diesen kleinen Spaß erlauben. Wer sich aber sicher nicht erlauben durfte, war dieser Dämon, der so dreist war und seiner Schwester an die Hüfte wollte und es sogar schaffte. Mammon konnte nicht sofort reagieren, weil er gerade mitten dabei gewesen war den Kampf zu starten, aber kaum waren seine Worte beendet, hatte Mammon unauffällig den Abstand zwischen ihm und diesem besagten Dämon reduziert und diesen sogar angefasst. Mammons Augen machten deutlich, dass der Dämon mit dem Feuer spielte und als kleine Zugabe, fügte Mammon diesem kurz, aber deutlich Schmerzen zu. Diese waren für den Dämon spürbar, aber nicht so, dass dieser laut aufschrie. Das sollte schließlich nur eine kleine Sache zwischen dem Dämon und ihm sein. Keiner fasste einfach so seine Schwester an, außer… sie wollte es oder er war es! Der Dämon zog sich sofort zurück und Mammon konnte mit seinem ursprünglichen Weg fortsetzen und hatte dann schon eher demonstrativ seine Hand auf Lilith Rücken gelegt. Wehe jemand weiteres wagte es, sie erneut zu versuchen anzufassen! Damit das klar war!

Aber nun zurück zu Lilith und ihren kleinen Auftritt. Dieser war, keine Frage, grandios gewesen, aber leider nur eine geklaute Idee und genau das hatte Mammon ihr jetzt unter die Nase gerieben. Sie hatte wirklich Glück, dass die beiden so nah beieinander standen, denn so hatte der Teufelssohn wirklich nicht gesehen, dass sie kurz irritiert drein blickte. Glück für sie. Doch anstelle etwas dazu zu sagen oder sich gar zu verteidigen, überging sie einfach seine Aussage. Tse.. eigentlich auch wieder typisch für Lilith! Sicher nur ein Versuch, ihn ein wenig zu provozieren. Das war ja ihre liebste Aufgabe. Doch dann legte Lilith ihre Hand in seinen Nacken und zog ihn zu sich. Ach… wollte sie sich jetzt doch noch mit Worten verteidigen oder zog sie ihn zu sich, um anzuerkennen, dass er dieses kleine Spiel gewonnen hatte? Natürlich nichts davon! Oh nein, sie hatte dies nur getan, um ihm mitzuteilen, dass es keine Strafe war, sondern einfach nur eine Herausforderung! War das ihr Ernst? Kurz verengten sich seine Augen und ja, ein wenig ärgerte ihn das schon. Jedoch ließ er sich dies äußerlich nicht anmerken. Lilith jedoch würde es definitiv bemerken, weil er kurz, wie erstarrt blieb und nicht sofort etwas erwiderte. Sie waren hier schließlich nicht unter sich gewesen, sondern einen Haufen Augen waren auf sie gerichtet und natürlich auf den Kampf, bei dem man schon die ersten Kampfgeräusche hörte.

Er sagte ebenso wenig, als sie die Schlüsselkarte wieder dorthin verstaute, woher sie diese genommen hatte. Nur seine Augen hatten dies zur Kenntnis genommen. Ansonsten… kein Wort. Erst als seine Schwester davon sprach, dass er gerade die nächste Rechnung selbst eröffnet hatte, fand Mammon seine Stimme wieder, ebenso wie sein Grinsen. Nun war er es, der seinen Kopf sich ihrem näherte, um ihr etwas ins Ohr zu sprechen. “Viel Spaß beim Versuch. Ich werde…” Doch Mammon unterbrach seinen gesprochenen Satz, denn er hatte doch da jemanden gerade gesehen… war das nicht? “Wie ich sehe, ist deine persönliche Retterin ebenso hier. Nur… was macht sie hier unten beim Pöbel?” fragte leicht verwirrt und brachte dann erst ein wenig mehr Distanz zwischen ihnen beiden um schließlich mit einem Kopfnicken in Richtung Medea zu deuten. “Sie steht definitiv über diesen Leuten hier.” Gab Mammon zu. Oh ja, Medea hatte viel geleistet und hatte definitiv einen viel besseren Platz verdient als hier unten oder gab es einen bestimmten Grund, wieso Medea gerade hier unten war?
Fred-Kisai-Scott – Devils Balcony
 
Sie hatten sich über den laufenden Kampf gesprochen und da er auch von Kisai gefragt wurde, auf wem er gesetzt hatte und nach kurzen überlegen, einfach den scheinbar Stärkeren gewählt hatte, hatte er die Frage an Fred weiter gereicht. Ohne wirklich zu wissen, ob Kisai und sie bereits darüber gesprochen hatten oder nicht. Zumindestens hätte sie anders gewählt als er und nannte auch die Gründe, wobei er Äußerlich ruhig zuhörte. Doch ihr philosophieren nervte ihn etwas, denn natürlich wusste er dies alles selbst. Aber nun gut, vielleicht lag es auch einfach an den weiblichen Genen, um zu zeigen, dass man scheinbar schwächere, wie sie es eben schien, nicht unterschätzen sollte. „Verstanden, nie die Schwächeren Unterschätzen.“ Meint er dann schlicht und trinkt von seinen Bier. Kisai hielt sich raus und der Kampf war schließlich zu Ende, wo durch klar war, dass er sein Geld verloren hätte, hätte er wirklich gewettet. Was er nur mit einer kurzen Schulter zucken quittierte.
 
Dann trat Mammon wieder auf die Bühne mit einer Blondine, die eine wirklich gute Show lieferten, um den nächsten Kampf anzukündigen. Scott beobachtete diese, wobei er eher hin und wieder zu Kisai sah, als zu Fred und daher deren Reaktion nicht mitbekam. Und erneut ging es darum, auf wem sie wetteten, wobei Scott eigentlich kein Ärger für den Chef von Kisai durch die Jägerin  erhoffte, sollte der Vampir verlieren. Doch natürlich zeigte sich Kisai unbeeindruckt, da sein Boss zu mächtig war und innerlich seufzte er, denn vielleicht machte er sic h selbst da wirklich zu viel Gedanken. Warum eigentlich?? Ihn sollte der Chef von Kisai egal sein und doch war es ihm das nicht. Als die anderen Beiden auch auf den Vampir setzen, seufzt Scott auf. „Na schön, da Wetten langweilig ist, wenn alle das gleiche hier tippen, wette ich 10 000 Dollar gegen den Vampir für jeden für euch beiden, wenn ich verliere. Was wahrscheinlich der Fall sein wird, aber... egal.“ Meinte er dann auch schon gelassen.
Dann sieht er zu Kisai bei dessen frage und nickt. „Ja, die beiden sind schon ein echt gutes Team, da scheint es regelrecht zu knistern.“ Wer die Blondine eigentlich war, wusste er nicht und auch nicht, dass Fred eifersüchtig werden könnte.

 
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